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Ich muss Euch eine ganz schöne Sufi-Geschichte erzählen:
Die Weltreligionen kann man als Pyramide sehen. Jede Religion besetzt eine Seite der Pyramide. Breit und mächtig stehen sie da. Sie sind ganz anders als die Religion auf der anderen Seite, sie stehen einander gegenüber, konfrontativ, die Seiten sehen sie nicht.
Manche bleiben nicht unten an der Basis, sie gehen die Stufen nach oben. Der Weg der Leute im Süden ist ein ganz anderer Weg als der Weg der Leute im Norden. Im Süden ist es heiß, die Sonne brennt, man dürstet, kann sich nicht vorstellen, dass man bis oben kommt.
Aber Stufe für Stufe gehen manche Leute höher, die Stufen werden schmaler, aber es sind auch weniger Leute, die hoch gehen.
Und irgendwann einmal kommen Menschen an die Spitze der Pyramide, es sind nicht viele, nur wenige haben die Strapazen geschafft.
Aber die, die dann ganz oben auf der Spitze stehen, die sind dann nicht mehr zu unterscheiden voneinander und es ist egal, ob sie von Süden, von Norden, von Osten oder von Westen kamen.
Denn oben zählt nur Gott.
Inanna
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Hallo Inanna!
Ich finde die Geschichte sehr schön und konnte es mir richtig bildhaft vorstellen.
LG
Kiki
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Schönen Abend allerseits!
@Inanna:
Zu dieser schönen Geschichte kann ich nur folgendes sagen:
Danke!
Wa salam!
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Liebe Freunde
Das ist wirklich eine ganz tolle Geschichte.
Aus meiner Sicht als Bahai, hat die Pyramide derzeit einen mindestens 9-eckigen Grundriss. Wobei die 9 für die Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit steht.
Alles Liebe
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Ja - die Geschichte gibt es in vielen Variationen und Formen, wobei mir das Bild der Pyramide etwas 'künstlich regelmäßig' erscheint - mir (als altem Bergkraxler ) gefiel am besten das Bild eines Berges - die Einen wandern auf einem gutmarkierten Serpentinenpfad empor, Andere steigen über steile Almwiesen und durch dunkle Wälder, wieder Andere arbeiten sich mit Seil und Haken an einer steilen Felswand hinauf - und Manche kaufen sich ein Ticket und fahren mit der Seilbahn...
Dieses Bild vermeidet auch ein - gerade unter Wohlmeinenden - recht häufiges Missverständnis: dass man die Pyramide ja auch ein wenig drehen könne, dass eigentlich die Wege hinauf untereinander austauschbar, ja im Prinzip sogar gleich wären
Da passt vielleicht eine Bergsteigergeschichte her, die ich vor vielen Jahren mal hörte - in meiner ersten Bergheimat, dem steirischen Gesäuse, war eine Seilschaft an der extrem schwierigen Roßkuppenkante unterwegs, und ein paar Bergsteiger auf dem Peternpfad (gerade an der Grenze zwischen Wanderung und Kletterei) beobachteten sie dabei von unten. Die Kletterer waren etwas unsicher über die Routenführung - da hörten sie von unten den lauten Ruf - "Falscher Weg!". Sie kletterten etwas nach links - da hörten sie wieder "Falscher Weg!". Sie versuchten einen gewagten Quergang nach rechts - "Falscher Weg!". Nun schrien sie zurück: "Ja, wo ist denn der richtige Weg???" - und bekamen zur Antwort "Hier herunten!".
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