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Ja klar - Viel Vergnügen innana
- aber geht Alice auch gleichberechtigt oder als Junge durch?
Oder zählt sie unter die - wie heissen die? ach ja, cheer-leaders oder opinion-leaders?
Jedenfalls gehört sie ebenfalls unter diejenigen, welche auch keine Ruh geben und ständig den Bogen überziehen. Schade eigentlich.
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Hallo ihr Lieben,
Eine Schlagzeile hat mich in der letzten Woche erschüttert:
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Seyran Ates gibt auf
Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin akut bedroht
Eine Kämpferin für die Rechte der Frauen im islamischen "Kultur"kreis gibt auf. Es bestehe eine "akute Bedrohungssituation" ließ Seyran Ates bekanntgeben, ohne auf Details näher einzugehen. Ihre Zulassung als Rechtsanwältin gab sie zurück.
Sie hat gekämpft, argumentiert und gestritten. Für das Recht jeder Frau, ihren Ehemann und ihre Lebensform selbst zu wählen. Seyran Ates ist eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen des Landes. Die Strafrechtlerin hat vor allem Migrantinnen vor Gericht vertreten. Jetzt aber ist die renommierte türkischstämmige Anwältin keine Anwältin mehr. Ates gab ihre Zulassung zurück. Ihre Kanzlei hat sie aufgelöst. Auch ihren Mitgliedsausweis bei Terre des Femmes gab sie zum großen Erstaunen der Organisation zurück. (...) "Ich wurde bei Scheidungsverfahren mehrfach tätlich angegriffen", sagte sie. Im Sommer sei sie zusammengeschlagen worden. Auch danach hätte die Gewalt nicht aufgehört. Es ist nicht das erste Mal, dass Ates um ihr Leben fürchten musste. Bereits 1984 überlebte sie schwer verletzt ein Attentat. In den vergangenen Jahren wurde Ates immer wieder angefeindet. Auf ihrer Homepage spricht sie von einer "Bedrohung durch die Verfahrensgegner" ihrer Klientinnen. Ates will die Abgabe ihrer Zulassung aber nur als Teilrückzug verstanden wissen. Sie wolle "nicht mehr am Einzelfall" arbeiten, aber weiterhin politisch aktiv sein und Vorträge halten.
Ates ist eine der zentralen Figuren, denen es zu verdanken ist, dass die schwierige Situation vieler Migrantinnen heute überhaupt stärker im öffentlichen Bewusstsein präsent ist. Seit Jahren bezieht sie Position zu Zwangsheirat und Ehrenmord. Sie kämpft gegen das Tragen von Kopftüchern und gegen Politiker, die die Unterdrückung von Frauen als vermeintlicher Teil einer anderen Kultur hinnehmen.
Ihre Aussagen haben auch deshalb Autorität, weil sie als Anwältin tagtäglich mit den Nöten ihrer Klientinnen konfrontiert ist - sie kennt die Lebenswelt derer, über die sie spricht. So meint sie, derzeit im Migrantenmilieu eine Zunahme der Gewalt wahrzunehmen. Dies werde jedoch kaum thematisiert: "Es gibt große Angst, offen darüber zu sprechen, die auch mit der Angst vor Stigmatisierung zu tun hat", sagte sie auf dem Podium der Adenauer-Stiftung. |
Die türkischstämmige Serap Celici berichtet worum es Seyran Ates ging:
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Wenn ich über fundamentalistischen Islam spreche, (...) spreche ich über die zerstörerischen Taten von islamischen Vätern, die in ihren Traditionen gefangen sind, die Gewalt bei ihren Töchtern anwenden, nur weil diese sich weigern, den Mann zu heiraten, den ihr Vater für sie gewählt hat, weil sie fünf Minuten zu spät von der Schule nach Hause gekommen sind, weil sie nicht folgsam, ergeben und angepasst sind, so wie es den moralischen Vorstellungen ihrer Väter entspricht, weil sie ihren Verstand nicht knechten lassen, damit der Vater sie für seine eigenen Zwecke missbrauchen kann.
Ich spreche über die traditionell denkenden Brüder, die ihren ungehorsamen Schwestern nach dem Leben trachten nur weil sie einen deutschen Freund haben oder eine Beziehung vor der Ehe eingehen, die nach islamischen Vorstellungen nicht erlaubt ist. Ich rede über die scheinbar gottesfürchtigen und sittsamen Mütter, die mit ihren Töchtern um deren Jungfräulichkeit bestätigen zu lassen, einen Gynäkologen aufsuchen, - nur weil das Mädchen auf der Straße allein mit einem Jungen gesehen wurde. Ich spreche über den Terror jenes Teils der muslimischen Gesellschaft, deren Väter, Söhne oder männliche Verwandte ihre weiblichen Angehörigen „im Namen der verletzten Männer' ehre' ermorden - erschießen, erschlagen, verbrennen oder zu Tode foltern. Ich spreche auch über die Sympathisanten dieser Täter aus westlich-demokratischen Gesellschaften, die sie unterstützen. Ich spreche für uns, „die Gefangenen des islamischen Fundamentalismus“, die gezwungen werden, ein Leben zu führen und auszusehen wie im 14. Jahrhundert.
(...) ich bin selbst Opfer von Unfreiheit geworden - kein Einzelfall, sondern Eine von vielen! Daher kann ich, als Tochter einer patriarchalisch-moslemischen Familie, mehr über unser Leben im Schatten, über das tägliche Sterben auf Raten erzählen als diejenigen, die das „Frauenleben im Islam“ studierten und mehr als die große Schafherde der unwissenden Mitläufer.
(...) Wenn vom Kopftuch der Musliminnen in Deutschland (und in Europa) die Rede ist, handelt es sich in der Regel nicht um ein Tuch, das über den Kopf gelegt und unter dem Kinn zusammengebunden wird oder das im Nacken so zusammengebunden ist so dass nur die Haare bedeckt sind. Ein Kopftuch, das vor Sonne, Sand oder Staub schützt. Sondern es handelt sich um eine moralische Zwangsjacke für muslimische Frauen. Es ist ein Zeichen der Islamisierung, ein Bekenntnis zu einer neuen nationalen Identität, ein Zeichen mangelnder Integrationsbereitschaft in die Mehrheitsgesellschaft. Das islamische Kopftuch - dieser völlig neue Ganzkörperschleier - ist und bleibt eine klare Absage an die westliche Gesellschaft und deren freiheitliche und demokratische Werte. Politiker/Innen in Deutschland, die häufig aus Naivität einem Kulturrelativismus huldigen, müssen radikal umdenken, sonst bleibt zu befürchten, dass durch die Re-Islamisierung der muslimischen Gesellschaft in Deutschland die Situation der Frauen sich noch weiter verschlechtern wird. ... |
Wärent die Verfechter und Beführworter des Hijabs immer nur vom Theoretischen reden, ist die Tatsächliche Lage der Frau im Geflecht von Historischer Glaubensüberlieferung und Tradition eine ganz andere!
Gruß Heiko
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Lieber Heiko,
wie viele "Verfechter und Befürworter des Hijabs" kennst du persönlich, um zu so einer Degraierdung und Diffamierung berechtigterweise zu greifen?
Viele Grüsse
Umay
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Hallo Umay Hatun,
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wie viele "Verfechter und Befürworter des Hijabs" kennst du persönlich, um zu so einer Degradierdung und Diffamierung berechtigterweise zu greifen? |
In den Internet Foren hab ich mit etwa 30 Hijabverfechtern intensiv darüber diskutiert! Persönlich kenne ich 10 und zu meinen guten Bekannten zähle ich 2! Die Gegenstimmen sind natürlich weit Zahlreicher. Mal die alten Frauen weggelassen, die ihr Hijab nur aus Gewohnheit tragen und damit sie ihre Ruhe haben, vor den religiösen Belästigungen durch ihr moralisierenden Verwandten und Bekannten! Ich denke schon das ich da schon recht fundierte Kenntnisse habe und mit recht Behaupte, das die Argumente der Hijabverfechter meist aus der Theorie abgeleitet sind und in der deutschen Praxis nicht greifen!
Und was meinst du jetzt mit "Degradierdung und Diffamierung"!
| Zitat: |
Degradierung (von lat. degrado = herabsetzen) bezeichnet in der Regel die Veränderung bestimmter Eigenschaften im Sinne einer Verschlechterung |
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Diffamierung (v. lat.: diffamare = Gerüchte verbreiten) bezeichnet man heute ganz allgemein die gezielte Verleumdung Dritter. |
Wenn du solche Anschuldigungen hier in den Raum stellst, solltest du uns schon mitteilen was du überhaupt damit meinst!
Hier noch der link zur Homepage von Seyran Ates:
http://www.seyranates.de/1.html
Gruß Heiko
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Lieber Heiko,
es gibt sie, die Muslima, die aus eigenem Wunsch und Antrieb ein Kopftuch trägt.
Wir können es uns leicht machen, und per se den Muslima die ein Kopftuch tragen unterstellen, sie würden dazu gezwungen sein. Nur: So ist das halt nicht ganz richtig. So wie in allen anderen Religionen auch, gibt es durchaus im Islam auch Menschen, die sich bewusst für einen "islamischen Weg" entscheiden und dies dann nicht nur aus traditionellem Empfinden tun. Diese Entscheidung müssen wir akzeptieren, egal ob wir Juden, Christen, Buddhisten, Baha`i, Zoroaster oder Hinduisten sind.
Zugegebenermassen fällt es uns nicht leicht zu entscheiden, ob nun die Muslima, die wir täglich beim Einkaufen sehen, ihr Kopftuch "erzwungenermassen" oder aus freiwilliger Entscheidung trägt. Doch nur aus dem Tragen eines Kleidungsstückes alleine steht uns genaugenommen überhaupt kein Recht einer Entscheidung zu - wir müssen die Menschen, die Muslima und den Muslim schon KENNEN, um eine Sachlage überhaupt beurteilen zu können.
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