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Hat er Recht - was passiert, wenn man in eine Richtung geht und man trifft auf eine andere spirituelle Richtung - wie reif ist man, die andere Lehre zu akzeptieren - sie mit in seine Lehre oder Ansicht zu integrieren ?
Liegt in allem nicht doch immer das Eine ?
"Um eine spirituelle Arbeit wirklich zu leisten, muss man einer Philosophie oder einem System folgen und dies vertiefen, sonst geht es dem psychischen Organismus wie dem physischen: wenn ihr allerlei Nahrungsmittel durcheinander esst, werdet ihr krank. In der gleichen Weise kann auch der psychische Magen von all dem, was ihr in ihn hineinstopft, verstimmt werden. Was wollt ihr mit einer kunterbunten Mischung aus ägyptischen, hinduistischen, tibetischen, afrikanischen, chinesischen, hebräischen, aztekischen Traditionen anfangen? Hättet ihr wenigstens eine ziemlich stabile geistige Struktur, um euch inmitten all dieser Dingen noch zurechtzufinden, wäre es nur halb so schlimm! Da aber viele von euch schon kaum in der Lage sind, sich von einem einzigen philosophischen System eine klare Vorstellung zu machen, wohin soll sie das führen, wenn sie alles lesen und alles kennen lernen wollen? Sie verlieren einfach den Kopf! Und danach wird natürlich der Spiritualität nachgesagt, sie bringe die Menschen aus dem Gleichgewicht! Die Spiritualität trifft keine Schuld, wenn die Menschen sich einbilden, sie sei ein Jahrmarkt, auf dem man alle möglichen Attraktionen findet - sogar die gefährlichsten wie Drogen, schwarze Magie und zügellose Sexualität. Ihr solltet endlich begreifen, dass die wahre Spiritualität darin besteht, selbst zum lebendigen Ausdruck der praktizierten Einweihungslehre zu werden."
Vertieft eine erkannte Wahrheit, bevor ihr darüber sprecht
"Im spirituellen Leben lautet eine Regel: eine erkannte Wahrheit soll gelebt werden, bevor man sie um sich herum verbreitet. Ja, das ist eine wichtige Regel, die man sich merken sollte. Eine Wahrheit sollte zuerst ausprobiert und in die Tat umgesetzt werden. Und erst wenn sie euch in Fleisch und Blut übergegangen ist, seid ihr so mit ihr verschmolzen, dass ihr sie durch nichts in der Welt wieder verlieren könnt. Eine Wahrheit hingegen, die ihr schon am nächsten Tag überall verkündet, wird euch mit Sicherheit verlassen. Ihr habt sie auf dem Marktplatz zur Schau gestellt, sie gehört euch nicht mehr, und dann seid ihr wieder schwach und unglücklich. Ihr solltet sie also vorerst für euch behalten, damit sie euch kräftigt und hilft, die Prüfungen zu bestehen, die ihr zu durchlaufen habt. Dann verlässt sie euch nie mehr.
Solange ihr aber eine Wahrheit nicht am eigenen Leib erfahren habt, gehört sie noch nicht zu euch. Deswegen kann sie euch verlassen, und ihr müsst kämpfen und leiden, um sie zurückzugewinnen. Ihr solltet sie also eine Zeit lang in euch bewahren, mit ihr leben, damit ihr sie euch zu Eigen macht. Dann bleibt sie nicht nur bei euch, sondern erhält durch eure Aufrichtigkeit so viel Wirkung, dass es euch gelingt, andere von ihrem Wert zu überzeugen. Der Klang eurer Stimme und das von euch Ausströmende sind wirklich überzeugend, weil ihr diese Wahrheit lange für euch behieltet und sie so stärktet."
http://www.aivanhov.de/main/uebersicht_praxis.htm
Über die Nützlichkeit der Feinde
"Anstatt euch zu beklagen, versucht zu verstehen, warum Menschen unangenehme Ereignisse in eurem Leben verursachen. Vielleicht wurden sie gerade von der unsichtbaren Welt dazu getrieben, euch eine Lektion zu erteilen, euch Lebenswahrheiten verständlich zu machen oder um euch zu zwingen, an euch zu arbeiten... Warum also diese Gelegenheiten nicht nützen? Anstatt Rachegedanken zu nähren und euch aufzulehnen, weil ihr meint, der Himmel hätte euren Feind schon längst vernichten müssen... und euch zuletzt sogar an Unschuldigen zu rächen, wie das oft vorkommt, solltet ihr diese Gelegenheit zur spirituellen Weiterentwicklung ergreifen.
Auch wenn sich jemand euch gegenüber schlecht verhält, bemüht euch doch, richtig zu handeln. Dafür sollt ihr als Erstes herausfinden, was für eine Lehre aus diesen unangenehmen Umständen zu ziehen ist. Das Schlimmste für den Menschen ist, anderen gegenüber mit negativen Gefühlen zu leben. Denn ihr solltet wissen, dass die Strömungen unseres psychischen Lebens zuerst durch uns fließen, bevor sie andere erreichen. Wenn man von Güte beseelt ist, wird man als Erster von dieser Güte Nutzen ziehen. Und wenn man bösartig ist, vergiftet man zuallererst sich selbst. Ihr sagt: "Ich bin wütend auf den und den, der wird was erleben!" Ja, sicher, aber der Erste, der von eurer Wut vergiftet wird, seid ihr selbst."
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