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Moralie, bei Steiner den Noten unterlegt:












Vom Lob Gottes: O dass ich tausend Zungen hätte

Nr. CCX aus "Neues Gesang-Buch auserlesener, geistreicher Liedern ..." (Zürich 1723).
Text: Johann Mentzner 1704 im Halleschen Gesangbuch von J. A. Freylinghausen (original: 15 Strophen).


Moralie, bei Steiner den Noten unterlegt:
O dass ich würdig überlegte, / was mich zum Loben treiben soll!
O dass ich mich dadurch erregte / und würde Dank und Rühmens voll!
O dass Gedanken, Wort und Tun / hiervon niemalen wollten ruhn!

1. O dass ich tausend Zungen hätte / und einen tausendfachen Mund!
So stimmt ich damit um die Wette / vom allertiefsten Herzensgrund
ein Loblied nach dem andern an / von dem, was Gott an mir getan.

2. O dass doch meine Stimm erschallte / bis dahin, wo die Sonne steht!
O dass mein Blut mit Jauchzen wallte, / solang es noch im Laufe geht!
Ach wär ein jeder Puls ein Dank / und jeder Atem ein Gesang!

15. Ach nimm das arme Lob auf Erden, / mein Gott, in allen Gnaden hin!
Im Himmel soll es besser werden, / wenn ich ein schöner Engel bin.
Da sing ich dir im höhern Chor / viel tausend Halleluja vor.
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