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Danke für deinen Beitrag, liebe Schwester Kiki!
Ich hab noch weitere Texte aus Zürich:
Morgen-Gesang: Nacht und Schatten sind vergangen
Aus "Musicalisches Halleluja", 4. Auflage (Zürich 1743) für 2 Singstimmen und Generalbass;
Bearbeitung von Emil Heer (1926-1994). - Text: Barthold Heinrich Brockers, vor 1743 (original: 9 Strophen).
1. Nacht und Schatten sind vergangen, / mein ermuntert Auge sieht,
wie so schön der Sonne Prangen / voller Glanz am Himmel glüht.
Herr, ich hab in deiner Hut / diese Nacht so sanft geruht.
2. In den dunklen Finsternissen / schien mein Bett mein Sarg zu sein.
Witz [Bewusstsein] und Licht war mir entrissen; / ich war gleichsam selbst nicht mein,
und, versenkt in tiefem Traum, / lebt ich zwar, doch lebt ich kaum.
4. Jetzo scheint ein neues Leben / mit dem neuen Morgenlicht,
da ich wache, mir gegeben. / Es vergnügt sich durchs Gesicht [Sehsinn].
Leib und Geist ist abermal / an der Sonne Lebensstrahl.
5. Herr, du hast zu deinem Preise / wunderbar die Welt gemacht,
dass der Tag stets wechselweise / folget auf die düstre Nacht,
dass, was atmet, durch die Ruh / nehm an Kräften wieder zu.
6. Herr, ich fühl erneute Kräfte, / und ich kann mit frohem Sinn
jetzt mein tägliches Geschäfte / emsig treiben wie vorhin.
Lass mich dafür dir allein, / o mein Schöpfer, dankbar sein.
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