Bauchschmerzen


So und jetzt zu dir, lieber Heiko!

Zitat:
Ich krieg Bauchschmerzen, wenn du hier versuchst, das funktionieren einer Religion anhand von gewonnenen Schlachten auszumachen!


Zitat:
Diese Überlegenheit jedoch auszunutzen um andere Völker zu erobern und sich mit Gewalt Territorial auszubreiten, ist meines Erachtens gröbster Mißbrauch!


Zu 1. Zitat: Meine Erklärung war eine andere. Es war der Verteidigunkrieg, "Kriegvorbeugungs-Krieg", welchen die damaligen Muslime gewonnen hatten.

Zu 2. Zitat: völlig korrekt! Der Koran verachtet die Gewalt auch, sieht aber die Verteidigung vor!

Zitat:
Das Ziel einer Religion ist der Frieden für alle (auch die nicht Gläubigen), nicht die Überlegenheit Einzelner!


Korrekt und m.E. schafft es der Islam (Koran-allein) völlig und komplett, wenn er angewandt wird!

Zitat:
Wenn die Religion dieses Ziel nicht erreicht und stattdessen Zwietracht unter die Menschen bring, dann ist sie nutzlos! Dann lebt der Mensch besser ohne sie!


Genau!

Zitat:
Eine Autorität, die auf Furcht aufbaut, ist nach meiner Erfahrung und den Erkenntnissen der modernen Menschenführung, zum scheitern verurteilt! Respekt ist nicht Furcht! Wenn Furcht das Verhältniss zu Gott dominiert, dann ist das Vertrauen "Das er es gut mit uns meint" zerstört!


Mit Furcht vor Gott meine ich die Einstellung, dem Frieden, der Gerechtigkeit, der Liebe, der Einsicht, dem Verständnis gegenüber geneigt zu sein um GOTTES WILLEN.
Da man die Strafe Gottes und in erster Linie GOTT fürchtet, so versucht man seinen Nefs, seine "böse innere Stimme" um Gottes Wohlgefallen wegen zu töten.

In diesem Sinne: Liebe zu Gott = Furcht vor Gott.

Mit Furcht meine ich die Erkenntnis, dass Gott der Allmächtige ist. Und mit Liebe die Erkenntnis, dass Er der Allgnädige ist.

Beides gehört zusammen, ob's dir passt oder nicht!

Furcht vor Gott heisst NICHT Furcht vor den Menschen, die im Namen Gottes handeln.

Wer Gott wahrhaftig fürchtet, der fürchtet nichts (und WIRKLICH NICHTS!) ausser Gott.

Edip Yüksel (ein Bekannter meines Vaters) hatte da ein beispielhaftes Erlebnis. Er fragte sich, ob der Koran allein ausreiche. Er meinte zu sich selbst "einerseits die Beweise aus dem Koran und andererseits SEINE LESER, die ihn verachten würden, wenn er sich als Nur-Koraner bekennt".

Wäre Edip Yüksel in diesem Moment wahrhaftig gottesfürchtig gewesen, so hätte er NICHT an seine damaligen Leser gedacht, sondern allein sich vor Gott gefürchtet!

Ich hoffe, die Missverständnisse sind nun beseitigt,

einen schönen Montag Nachmittag wünsche ich euch!