|
|
|
Es war einmal ein König der hatte einen Diener, der immer sagte: „Was Gott macht ist immer richtig.“. Selbst wenn schlimme Dinge passierten sagte er diesen Satz und deshalb ärgerten sich viele über ihn.
Eines Tages schnitt der König bei einem Erntedankfest mit einem Messer ein Zuckerrohr durch und dabei stellte er sich so ungeschickt an, dass er sich auch noch seinen eigenen Zeigefinger abschnitt. Er litt unter dem starken Schmerz, doch sein Diener, der neben ihm stand sagte spontan: „Was Gott macht ist immer richtig.“
Dies war dem König nun doch zu viel und er lies seinen Diener auf der Stelle einsperren, worauf der Diener sagte: „Was Gott macht ist immer richtig.“.
Sonst ging der König jeden Abend mit seinem Diener in den Wäldern des Schlossgartens spazieren. An diesem Abend aber ging der König alleine aus. In Gedanken versunken ging er durch die Wälder und bemerkte nicht, dass ihm eine Horde wilder Menschen hinterher schlichen. Als der König weit genug von seinem Schloss entfernt war, so dass seine Hilferufe nicht mehr gehört werden könnten, ergriffen sie den König. Ihr Erntedankfest schrieb es nämlich vor einen prächtigen Menschen zu opfern. Sie nahmen den König mit zu ihren Hütten. Dort sollte der König enthauptet werden. Die Alten freuten sich, denn so einen prächtigen Menschen hatten sie noch nie geopfert. Da entdeckte einer dass dem König ein Finger fehlte. Als sich alle davon überzeugt hatten, waren sie sich einig, dass der Körper des Königs unrein ist und nicht als Opfergabe dargebracht werden darf.
Überglücklich rannte der König so schnell er konnte zurück zu seinem Schloss und als er es erreicht hatte, rief er aus: „Lasst meinen Diener frei!“, er ging schnurstracks seinem Diener entgegen und bat ihm unter Tränen um Vergebung. Der Diener sah ihn verwundert an und so erzählte der König alles was passiert war.
Am selben Abend kamen dem König jedoch wieder Zweifel über die Richtigkeit des Lieblingsspuches seines Dieners auf. So rief er seinen Diener zu sich und fragte ihn: „Wie kannst du sagen: ‚Was Gott macht ist immer richtig.‘, wenn ich Dich doch zu unrecht einsperren lies?“. Darauf antwortete sein Diener: „Eure Majestät! Was Gott macht ist immer richtig, denn hättet Ihr mich mitgenommen, so wäre ich die Opfergabe geworden.“
|
|
|
|
| Ein sehr schöner Text, zum Nachdenken. Ja, manchmal erweist sich das, was man heute als Unglück sieht, später als Glück oder genau richtig. Wir können es halt noch nicht überblicken aber "was Gott macht, ist immer richtig." Wir sollten Gott vertrauen.
|
|
|
|
| Ja - und ich bring' jetzt die Katze meiner Nachbarin um...
|
|
|
|
Kurze Marginalie:
Ist es nicht auch eine Frage, ob der Mensch immer (oder überhaupt je!) erkennen kann, was Gott getan hat und was nur die Interpretation des Menschen ist, was Gott getan haben KÖNNTE?
Liebe Grüsse zum Wochenbeginn
Sucher
|
|
|
|
Hallo der ding,
wenn du die Katze deiner Nachbarin umbringst, dann ist das ja deine Entscheidung und auch deine Verantwortung - also nichts was Gott gewollt/gemacht hat. Ich denke bei dem Text sind die Dinge gemeint, die einem passieren, wir also nicht bewusst etwas datzu getan haben. Und oft überblicken wir noch nicht, dass dieses vielleicht auch seinen Sinn hat
|
|
|