Dinge, die zum Selbstmord taugen


Hallo Rodriguez!

Ich hatte Jahre meines Lebens über die ich nur sehr ungern rede, aber ich tue es nun hier:
Ich unterschied nur noch zwischen zwei Dingen: Dinge, die zum Selbstmord taugen und nutzlosem.
Eines hab ich aber immer gewusst: bevor ich mein Leben wegwerfe will ich alles mögliche ausprobieren. Auch Drogen nahm ich dabei nicht aus. Ich hatte am Ende alles verloren.

Als ich weder ein noch aus wusste, ging ich einfach auf reisen. Ich lebte in christlichen, und hinduistischen Klöstern. Ich arbeitete auf italienischen Selbstversorgerbauernhöfen. Ich war mehrere Jahre lang weg. Allerdings: meine Probleme waren mir anfangs noch näher, als sie es zu Hause waren. Mit Beziehungen war ich auch nicht besser als Du! Es gab nur noch den einen Weg: ich musste mich mir selbst stellen, denn ich konnte mir nicht entfliehen. Dann lief ich tagelange weinend am Ganges auf und ab. Ich wollte Gott erfahren. Was dann geschah, das kann ich im Chatt nicht schreiben! Aber 7 Jahre Depressionen wandelten sich in eine Ekstase, die bis heute anhält. Das sind nun schon 13 Jahre und fünf Monate. Ich tauche in Gott ein, wenn ich es will. Beim Autofahren ist das manchmal gefährlich. Ich muss dann das Radio anlassen, das erdet.

Glaube mir: es gibt Zustände, in denen Dich ein Augenblick reichlich für das entschädigt, was du mehrere Jahre durchlitten hast! Dort hinzukommen ist viel Arbeit, aber lohnenswerte Arbeit. Alles ist ein einziges Wunder! Trau Dich zu Leben!
"Ich wollte Gott erfahren. Was dann geschah, das kann ich im Chatt nicht schreiben!"



Ja toll, das wichtigste hast du ausgelassen,würde mich interessieren. Schade!
Liebe donna!

Das gibt`s als PM

Gruß Martin
Mich und andere wuerde es sicher auch interressieren
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mfg Moon
Na schön, die Privatmessage nun als allgemeines Thread.

Das obige Thema habe ich nun auch schon vor einem halben Jahr geschrieben, seither habe ich mich öfters geoutet.

Manche werden mir das nicht abkaufen.
Andere werden vielleicht als einen halben Heiligen halten, das fände ich schlimmer, denn das bin ich bei weitem nicht!

* * *

Mein Erlebnis war die Vereinigung mit Gott. Eine grenzenlose Liebe zu allem Sein. Dies ist eine Ausdehnung in die Unendlichkeit. Da dieser Zustand jedoch dermaßen berauscht, ist er wohl für die meisten Menschen, die das erfahren haben nicht alltagstauglich. Das sich herauslösen aus dieser Vereinigung ist wie ein Abstieg in einen feuchten, kalten und dunklen Brunnen. (Diese Analogie fällt mir ein, weil ich mal in einen tiefen Brunnen stieg, um eine Katze zu retten.) Trotzdem etwas bleibt zurück: eine latente Ekstase und der tiefe Wunsch dort hin zurückzukehren. Auch wenn die Erinnerung an diesen Zustand allmählich verblasst, so bleibt jedoch immer ein gewisses Strahlen davon zurück.

Gruß Martin
Wir sagen sehr vielen Dank fuer die Message^^