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Hm -
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Die gesamte Praxis eines Buddhisten ist Ausdruck dieser Zufluchtnahme. Oder anders: Ohne Zufluchtnahme ist ein Verhalten nicht "buddhistisch".
Das bedeutet, daß man sich als Christ nicht "buddhistisch verhalten" kann, weil man seine Zuflucht zu Gott nimmt. |
anderswo habe ich gerade gestern erst geschrieben, dass viele westliche Buddhisten dazu tendieren, ihre westlich/christliche Denkweise 1 : 1 auf den Buddhismus zu übertragen, aus dem eine 'alleinseligmachende' Lehre zu schnitzen und genau einzuteilen, wer nun mit welchen Schritten wie weit 'dazugehört' oder nicht...
Es ist vielleicht 15 Jahre her, da machte ich gemeinsam mit einem Zen-Mönch ein sesshin, ein Meditations-Retreat. Weil wir beide ja recht verschiedene Zugänge hatten, gab's natürlich vieles zu klären und abzuchecken. Einmal diskutierten wir fast die ganze Nacht durch, und als der Morgen graute, nestelte er von seiner Robe das Dharma-Rad ab, steckte es mir an und sagte: "Du bist nicht weniger und nicht mehr Buddhist als ich auch. Buddhist ist nicht, wer sich so nennt, sondern wer buddhistisch handelt." Manchmal trage ich es auch heute noch...
Wenn ich keine falsche Rede führe, nicht töte, Nichtgegebenes nicht nehme etc. - inwiefern 'imitiere' ich dann 'buddhistische Verhaltensweisen'? Wenn ein Christ, ein Muslim oder ein Anhänger Nietzsches sich buddhistischen Denkweisen annähert, warum sollte er die dann nicht als buddhistische Denkweisen deklarieren? In buddhistisch geprägten Ländern gibt's da eigentlich kein Problem
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