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Hallo an alle,
am Dienstag ist mein lieber Opa gestorben.
Er war für mich wie ein Vater, da ich bei ihm aufgewachsen bin. Er hat mir gegenüber nie etwas negatives gesagt, sondern hat mich einfach so akzeptiert, wie ich bin.
Al ich vor 2 Jahren eine Ausbildung begonnen habe, ging es ihm bereits schlecht. Er hatte einen zweiten Schlaganfall und war sehr traurig über den schlechten Zusammenhalt in unserer Familie.
Letztlivh kam er in ein Pflegeheim auf eine geschlossene Station. Mein Opi hat sein ganzes Leben am seinem wunderschönen Haus mit Garten gearbeitet und dann durfte er es nicht mehr sehen. Allein durfte er auch nicht mehr rausgehen, da er als Folge des Schlagananfalls unter Demenz litt.
Tag ein und aus saß er in seinen Zimmer und wartete auf Besuch, aber außer meiner Tante und ich kam niemand. Deshalb hatte ich mich oft mit meiner Mutter verstritten, weil sie angeblich keine Zeit hatte (sie wohnte 3 km entfernt).
Mein Opi hat seiner Familie stets nur etwas gegeben, aber nur Streit und Undankbarkeit erhalten. Ich fühle mich verantwortlich dafür, dass ich ih nichts besseres geben konnte und dass er so traurig sterben musste.
Dieses Wochenende ist das erste, an dem ich ihn nicht mehr besuchen kann und damit möchte ich nicht klarkommen. Ich weiß nicht wohin.
Nächste Woche Freitag ist seine Beerdigung. Alle wollen kommen.
Wie soll ich mit Menschen an seinem Grab stehen, die ihn so verletzt haben? Oft denke ich, dass sie weniger Recht haben, traurig zu sein als meine Tante oder ich.
In einigen Tagen endet meine Ausbildung. Mein Wunsch war, dass mein Opa bei der feierlichen Zeugnisausgabe dabei sein kann. Außerdem wollte ich ihn nach der Absolvierung meiner Lehre pflegen. Alles zu spät.
Nadine
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