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Hallo an alle,
am Dienstag ist mein lieber Opa gestorben.
Er war für mich wie ein Vater, da ich bei ihm aufgewachsen bin. Er hat mir gegenüber nie etwas negatives gesagt, sondern hat mich einfach so akzeptiert, wie ich bin.
Al ich vor 2 Jahren eine Ausbildung begonnen habe, ging es ihm bereits schlecht. Er hatte einen zweiten Schlaganfall und war sehr traurig über den schlechten Zusammenhalt in unserer Familie.
Letztlivh kam er in ein Pflegeheim auf eine geschlossene Station. Mein Opi hat sein ganzes Leben am seinem wunderschönen Haus mit Garten gearbeitet und dann durfte er es nicht mehr sehen. Allein durfte er auch nicht mehr rausgehen, da er als Folge des Schlagananfalls unter Demenz litt.
Tag ein und aus saß er in seinen Zimmer und wartete auf Besuch, aber außer meiner Tante und ich kam niemand. Deshalb hatte ich mich oft mit meiner Mutter verstritten, weil sie angeblich keine Zeit hatte (sie wohnte 3 km entfernt).
Mein Opi hat seiner Familie stets nur etwas gegeben, aber nur Streit und Undankbarkeit erhalten. Ich fühle mich verantwortlich dafür, dass ich ih nichts besseres geben konnte und dass er so traurig sterben musste.
Dieses Wochenende ist das erste, an dem ich ihn nicht mehr besuchen kann und damit möchte ich nicht klarkommen. Ich weiß nicht wohin.
Nächste Woche Freitag ist seine Beerdigung. Alle wollen kommen.
Wie soll ich mit Menschen an seinem Grab stehen, die ihn so verletzt haben? Oft denke ich, dass sie weniger Recht haben, traurig zu sein als meine Tante oder ich.
In einigen Tagen endet meine Ausbildung. Mein Wunsch war, dass mein Opa bei der feierlichen Zeugnisausgabe dabei sein kann. Außerdem wollte ich ihn nach der Absolvierung meiner Lehre pflegen. Alles zu spät.
Nadine
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Liebe Nadine,
ich möchte Dir mein herzliches Beileid aussprechen.
Dein Grossvater hatte eine wunderbare Enkelin, und das war ihm sicherlich bis zuletzt bewusst. Du HAST ihm etwas besseres gegeben, nämlich Deine LIEBE. Das hat er auch in der Demenz gemerkt, da bin ich sicher! Demente Menschen spüren viel mehr, als wir meinen.
Wie Du zu der Beerdigung gehen kannst, ist eine heikle Frage. Du KÖNNTEST Deine Verwandten mit Verachtung anschauen, durch sie hindurchblicken. Aber: Würde Dein Opa das wollen? Kannst Du für Dich nachfühlen, was ER wohl wollen würde? Wie wäre es IHM am liebsten? Und wenn Du darauf eine Antwort findest, könntest Du das vielleicht bei der Beerdigung "aushalten". IHM zuliebe.
Sei lieb gegrüsst
Sucher
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hi!
Mein opa stab vor einen halben jahr.
Darüber bin ich jetzt noch traurig.
Wie alt bist du Nadine? Ich bin 12
Ich wüünsche dir ein beileid
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Danke für Eure lieben Worte. Auf der Beerdigung werde ich mich wohl nur an Erinnerungen meines Opas konzentrieren. Ich werde keinen Streit anzetteln, weil er eine schöne Beerdigung verdient hat.
Er wollte die Streitereien nie. Er hat schon immer gesagt, dass ihn das Verhalten unserer Familie stört, aber andere Menschen kann man eben nnicht ändern - nur sich selbst.
Dieses Wochenende ist das erste, an dem ich ihn nicht mehr besuchen und mit ihm spazieren gehen kann.
An Gast: Wie alt ist den dein Opa geworden? Meiner wurde 72 und ich bin jetzt 23.
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Auch von mir ein herzliches Beileid.
Mein Opa ist vor 3 Jahren gestorben mit 73 an Krebs. Ich kann Dein Schmerz sehr gut nach empfinden. Bei uns ist es so, das nichts mehr so ist wie vorher. Wir vergessen ihn niemals und ehren ihn wenn wir über ihn reden, aber mehr kann man eben auch nicht machen. Erst wenn man dann eine eigene Familie gegründet hat so wie ich und sein eigenes Baby in den Händen hält, sieht man wieder etwas positiv in das Leben rein.
Das war jedenfalls bei mir so, aber im innersten trauere ich auch immer noch und will es nicht wahrhaben.
lg
Turgay
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