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Leseratte












Lieber Sucher, lieber Bobo,

stimme Euch voll zu!

Zitat:
Ich habe mal gelesen, dass ein Mensch, der aus dem 19ten Jahrhundert in unsere Zeit "per Zeitmaschine" transportiert würde, innert weniger Tage irrsinnig würde und den Verstand verlöre, weil sein Hirn das alles gar nicht fassen könnte, es würde an Reizüberflutung zugrunde gehen.


Ja, das kann ich gut verstehen. Mir wird es auch oft zu viel.

Zitat:
Dabei ist die Lösung für dieses Problem so einfach. Wir müssen wieder lernen miteinander umzugehen (zuhören und reden).
Ein Lächeln ebnet oftmals den Weg zu einem Gespräch, und das kann das Ende der Einsamkeit sein.


Ja, da hast du vollkommen recht, Bobo. Da ich auch sehr gerne und viel lache und lächle, konnte ich auch schon die Erfahrung machen, dass manche richtig aufblühen, wenn man freundlich zu ihnen ist und das dann auch wieder weitergeben -wie ein Feuerbrand.

Zitat:
Mein Lieblingsbeispiel: Lesen. Wer liest heute noch intensiv?

Na ich! Hier schreibt eine echte Leseratte Ich bin Jahrgang 1960 und somit auch noch in einer Zeit groß geworden ohne viel Fernsehen (2Programme und auch erst am Spätnachmittag), der erste Radiorecorder so mit etwa 14 Jahren. Viel mehr gab's noch nicht. Dafür aber viel Spiel auf der Straße. Aber wenn wir ehrlich sind - wenn wir in den heutigen Tagen aufwachsen würden, würden wir die (Dauer)berieselung warscheinlich ganz normal empfinden.

Was ich auch schlimm finde ist, dass viele Menschen heute nicht mehr konfliktfähig sind. Jeder hat relativ viel (Frei)Raum und wenn es Zoff gibt, geht jeder seinen Weg. Man setzt sich nicht mehr auseinander. Durch die Schnell-Lebigkeit hat man gar keine Zeit irgendwo an- und zur Ruhe zu kommen und viele Menschen können daher mit der Ruhe gar nichts anfangen. Ganz alleine mit sich halten viel nicht aus. Leider!

Auch alte Menschen vereinsamen bei uns oft. Wenn man mal überlegt, was die in dem letzten Jahrhundert für viele und schnelle Veränderungen mitmachen mussten ... Und wenn in unserer Gesellschaft heute jemand nicht mehr so kann oder auch krank und nicht meht so fit ist, fällt er oft unter den Tisch.

Zitat:
Es ist alles sehr traurig. Aber durch irgendein Optimismus-Gen glaube ich nicht daran, dass das immer so bleiben muss.


Ja, sehr schön gesagt, Sucher! Das ist nun vielleicht auch ein Vorteil "kälter" und härter werdender Zeiten. Man rückt wieder näher zusammen und besinnt sich auf alte Werte wie: Familie, Freundschaft, Nachbarschaft, Hilfsbereitschaft...

Liebe Grüße
Kiki
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