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Hallo Zaf-ad,
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| Nun, den Koran auf aramäisch zu lesen und daraus die endgültigen Schlüsse zu ziehen empfinde ich als äusserst fragwürdig. |
Die Fakten:
Nun, die franka lingua zu Mohammeds Zeiten war aramaeisch.
Schrift waren fruehe Formen der kufischen Schrift.
Die aeltesten Funde sind die fragmente, die Puin in der Moschee von Sanaan gefunden hat, sowie die Ausgaben des Qurans im Topkapimuseum in Istambul und in Taschkent die, laut Wikipedia, rund 150 - 200 Jahre nach dem Uthman'schen Original entstanden.
Die kufische Schrift hat keine sogen. diakretischen Punkte.
Ohne diese jedoch ist die Interpretation der Orginaltexte im Detail schwierig, da die kufische Schrift ausschliesslich aus Konsonanten besteht.
Jeder kannt das Beispiel: "Lb st lbn" kann heissen "Liebe ist Leben" oder auch "Leben ist Lieben".
Zudem sind arabisch und aramaeisch Nahsprachen zueinander, aehnlich wie hollaendisch und deutsch.
Kufische Schrift laesst sich so zusaetzlich in beide Sprachen uebersetzen.
Was Luxenberg nun gemacht hat ist, dass er sich unklare Stellen des Qurans herausgepickt hat und mal alternativ eine aramaeische Lesart statt der hocharabischen auf die kufischen orginale Angewendet hat.
Das erstaunliche Resultat war, oh Wunder, eine durchaus sinnvolle Uebersetzung.
Offen bleibt m.E., ob nicht schon Kalif Uthman auf einen aehnlichen Dreh gekommen ist, und zumindest teilweise aramaeische Orginalfragmente bereits ins Hocharabische hat uebersetzen lassen um einen hohen Grad an (sprachlicher) Homogenitaet des AlQuran zu gewaehrleisten.
Die Gegenargumentation vieler Muslime, das der Quran in geschlossener Kette ueberliefert wurde, und deshalb wahr sein muesste, haelte ich fuer nicht schluessig. Denn durchaus moeglich ist auch das Hadithe derart ausgewaehlt, evtl sogar modifiziert, wurden, das sie Authentizitaet "belegen".
Gruss
Martin
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