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Info-Digital

SBS Broadcasting will TV-Sender in neuen Ländern starten
27.11.2006


Der vor allem in Skandinavien, Osteuropa und den Benelux-Staaten aktive TV-Konzern SBS Broadcasting hegt Informationen der „Financial Times Deutschland“ (FTD) zufolge auch unabhängig von einer möglichen Fusion mit der Pro Sieben Sat 1-Gruppe Expansionspläne: „Wir werden in bestehenden Märkten unsere Präsenz verstärken und suchen Zutritt zu neuen Märkten“, sagte SBS-Finanzchef Jürgen von Schwerin der Zeitung.

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Auch nach Deutschland hat es die Sendergruppe aus eigener Kraft nicht geschafft. Zwar kündigte SBS-Chef Markus Tellenbach im vergangenen Jahr an, der Konzern erwäge, seinen paneuropäischen Musikkanal Voice TV in Deutschland zu starten. Auch die neuen Eigentümer, die SBS im Oktober 2005 für 2,1 Mrd. Euro erworben hatten, zeigten daran Interesse - doch bisher ist aus den Plänen nichts geworden.

Chancen auf einen Einstieg in Deutschland hatte SBS schon Anfang des Jahres. Um Bedenken des Kartellamts auszuräumen, bot Springer damals an, den Sender Pro Sieben nach dem Kauf der TV-Gruppe wieder abzustoßen. Laut Branchenkreisen verhandelte der Verlag dabei auch mit SBS, doch blies Springer das Vorhaben rasch wieder ab. Beziehungen zu Pro Sieben Sat 1 hat SBS auch über Konzernchef Tellenbach: Der TV-Manager arbeitete in den 90er-Jahren für den damaligen Pro-Sieben-Sat-Eigner Leo Kirch.

KKR und Permira wollen mit der Verbindung beider TV-Konzerne vor allem die RTL-Gruppe angreifen. Doch bliebe der Abstand beträchtlich: Gemeinsam würden Pro Sieben Sat 1 und SBS 84 Millionen TV-Haushalte erreichen, die RTL-Gruppe bringt es auf 172 Millionen. Rechnen soll sich der geplante Sendeverbund über Synergien, etwa im Programmeinkauf. Damit hat SBS bereits Erfahrung: So hat der Konzern die Lizenz für die Produktion der Realityshow Big Brother gleich für alle Märkte erworben. "Im Programmeinkauf lassen sich Vorteile erzielen, das kommt auf die Beziehung zu den Studios an", sagt von Schwerin. Über neue Formate tauschen sich die SBS-Länderchefs regelmäßig aus. Gegenüber der RTL-Gruppe sieht sich SBS im Vorteil: "Wir besitzen alle unsere Sender zu 100 Prozent, das schafft andere Möglichkeiten, Synergien zu nutzen", so der Finanzchef.

http://www.ftd.de/technik/medien_internet/135700.html
http://www.focus.de/finanzen/aktien.....nd-permira_nid_41061.html

Zitat:
Die künftigen Eigner von Deutschlands größtem TV-Konzern ProSiebenSat.1, KKR und Permira, sind milliardenschwere Finanzinvestoren. In der Regel kaufen sie Unternehmen auf, um sie später mit Gewinn wieder zu verkaufen.

Weitere Informationen
Kohlberg Kravis Roberts, kurz KKR, und Permira sind Private-Equity-Firmen – im vergangenen Jahr vom heutigen Vizekanzler und damaligen SPD-Chef Franz Müntefering wurden derartige Unternehmen als „Heuschrecken“ geschmäht. Permira hat seit 1985 immerhin 19 Fonds mit einem Gesamtvolumen von fast 22 Milliarden Euro betreut. In diesem Jahr wurde Permira IV aufgelegt mit einem Volumen von mehr als elf Milliarden Euro.


Zitat:
In Deutschland ist die britische Beteiligungsgesellschaft seit 1986 aktiv und hat damals den nach eigenen Angaben ersten deutschen Private-Equity-Fonds gestartet. Der US-Finanzinvestor KKR zählt zu den größten weltweit und hat seit seiner Gründung 1976 rund 226 Milliarden Dollar bei mehr als 140 Transaktionen investiert.

KKR bei MTU und ATU beteiligt

In den vergangenen Jahren haben sich Permira und KKR mehrfach in Deutschland betätigt. KKR kaufte 2003 den Triebwerkehersteller MTU sowie 2004 die Autowerkstattkette ATU und zahlte jeweils rund 1,45 Milliarden Euro. Jüngst hat sich der Finanzinvestor von seinen Anteilen am Kranbauer Demag Cranes getrennt.

Zu den Zukäufen Permiras in Deutschland zählen die Telefongesellschaft Debitel sowie der Brillenhersteller Rodenstock. Nach der Pleite des Medienunternehmers Leo Kirch hatte Permira zudem die Mehrheit beim Bezahlsender Premiere übernommen; die Anteile wurden später mit dem Börsengang und Verkäufen versilbert. Gemeinsam besitzen Permira und KKR den europäischen TV-Konzern SBS. Experten rechnen damit, dass SBS mit ProSiebenSat.1 zusammengelegt wird.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/53203

Siemens streicht 600 von 1100 Stellen bei IT-Tochter Sinitec

Der Siemens-Konzern streicht wegen der ständig schrumpfenden Nachfrage 600 von 1100 Stellen bei seiner IT-Tochter Sinitec. Betroffen seien vor allem die Techniker des Wartungsspezialisten an bundesweit 29 Standorten, teilte die Sinitec-Geschäftsführung heute in München mit (PDF). Einige Standorte sollen geschlossen werden. Der Arbeitsplatzabbau ist Teil einer größeren Umbauaktion beim renditeschwachen Siemens-IT-Dienstleister SBS, zu dem Sinitec gehört.

suchwort: tv sbs hintergründe
Frage nach KKR und Permira.
Wozu gehören sie und welchen Platz nehmen sie ein ?
Wohin läuft das Ganze ?
Was wird damit auf uns zukommen ?
gesucht: tv kkr permira ?

http://www.kress.de/cont/tglp.php?P.....6cb05382f041ac441f9065ec4

EU lockert Werberegeln und streitet über ARD und ZDF
14.12.2006 | Süddeutsche Zeitung, S.15
In erster Lesung stimmte gestern das EU-Parlament über die Regeln der neuen „Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste“ ab: Lockerungen soll es vor allem für Werbung geben, wo Produktplatzierungen unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden dürfen. Während sich hierüber werbewillige Privatsender freuen, eskaliert der Beihilfestreit um ARD und ZDF: nach ARD-Angaben fordert die EU-Kommission zur Präzisierung des Programmauftrages staatliche Genehmigung konkreter Programmprojekte beider Sendeanstalten.

Bertelsmann baut Führung bei Arvato um
14.12.2006 | Handelsblatt, S.16
Unternehmensinsider berichten, dass Arvato-Vorstandsmitglied, Rolf Buch, Ende nächsten Jahres in Folge von Arvato-Chef Hartmut Ostrowski, der Nachfolger des Bertelsmann-Chefs Thielen werden soll, den Vorstandsvorsitz des Unternehmens übernehmen und damit auch in den Vorstand von Bertelsmann einziehen soll. Ein Bertelsmann-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. Unterdessen reißen Spekulationen um weitere Verkäufe von Europas größtem Medienkonzern nicht ab: laut „Manager Magazin“ sei nicht ausgeschlossen, dass sich Bertelsmann von BMG, der Direct Group oder Gruner + Jahr trennen werde.

Heuschrecken kreisen über Hamburgs Blätterwald
14.12.2006 | die tageszeitung, S.28
Die Sorgen der Belegschaft über den geplanten Personalabbau von rund 20 Prozent bei der Hamburger Morgenpost (Mopo) sind auch nach der gestrigen Betriebsversammlung nicht entkräftet worden. Mit Spannung erwartet wird die heutige Aufsichtsratssitzung der „BV Deutschen Zeitungsholding“: die Investorengruppe um Finanzjongleur David Montgomery, die im letzten Jahr den Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) und im Januar diesen Jahres die Mopo gekauft hatte, will die Renditeerwartungen der Anleger um bis zu 21 Prozent steigern. Fraktionschefs der Hamburgischen Bürgerschaft halten eine Schwächung der Morgenpost für unvertretbar: „Die Morgenpost spielt in der Hamburger Medienwelt und für die Meinungsvielfalt in der Stadt eine wichtige Rolle.“

Naja, die Welt bewegt sich und wer zurück bleibt .....
Kommentar in der Sächsischen Zeitung

von Ulrich Wolf zum Verkauf von Pro-Sieben-Sat-1 an Finanzinvestoren


Mit der US-Serie "Zweieinhalb Männer" startete gestern der niederländische T%V-Sender "Vernonica" um 18.00 Uhr sein Abendprogramm. Dann folgte eine Sendung namens "lustige Videos" , ein Porträt über den Hiphopper Lady Lover Cool J. sowie eine US-Filmkomödie und ein US-Horrorstreifen. Keine Nachrichten, nichts Selbstproduziertes.

Ist das die Zukunft von Pro-Sieben-Sat-1 ?

"Veronica" ist einer von 39 Sendern, di eden neuen Eigentümer von Deutschlands größtem Fernsehkonzern bereits gehören.

Die Beteiligungsfirmen Permira und KKR werden ihr bisheriges Meidengeschäft, das im Luxemberger SBS-Konzern gebündelt ist, mit ihrer deutschen Neuerwerbung verschmelzen. Ein TV-Riese entsteht, der dann preisgünstig Film - und Serienrechte kaufen und auf eine Werbereichweite von 150 Millionen Menschen vorweisen kann - und in dem die Programme beliebig austauschbar werden.

Der Kampf ums Fernsehen als "Kulturgut" , dem Pro-Sieben-Sat-1 zumindest ansatzweise mit aufwendig produzierten eigenen Spielfilmen nachkam, wird keine Fürsprecher mehr finden. Das dürfte zu kostenintensiv sein. Schließlich sind Permira und KKR verpflichtet, eine anständige Rendite zu erwirtschaften. Wie das geht, zeigt Vor-Eigentümer Haim Saban: Der US-Milliardär kaufte den deutschen Sender vor drei Jahren für 7.50 Euro je Aktie. Nun kassiert er zwischen 28 und 29 Euro.


Der Mensch soll nur noch zum Konsument werden und ein bißchen blöd im Kopf noch dazu. Nun könnte man sagen: Jeder kann selbst entscheiden.
Kann man das ?

Man ist doch immer wieder erstaunt, daß bei manchen Menschen fast nur die Privaten flimmern.

Verschwindet unsere Kulturlandschaft ?

Was für Zeiten !!!
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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