Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Allein, aber nicht einsam












Hallo Sucher,

wir haben DURCH die Reizüberflutung und DURCH das "aus der Hand geben" der persönlichen Freiräume usw. verlernt miteinander umzugehen. Das eine geht mit dem anderen einher. Schleichend, ohne das es jemand merkt, wird so ein "leicht lenkbarer" Bürger aus uns. Also, panem et circenses fürs Volk, damit die feinen Leute "da oben" fleissig weiter machen können, wie bisher. Das dabei die Mensch(lichkeit) auf der Strecke bleibt, ist denen doch Recht.
Weil dem Menschen dadurch ein wichtiger Bestandteil des Lebens fehlt, versucht man diese Lücke (ganz im Sinne von wir wissen ja wem) mit immer mehr Reizen zu füllen.

Du hast ja Recht. Hörbücher find ich auch pervers.
Ein Buch lesen ist doch so was feines.

Huch, hoffentlich passt das alles jetzt hier rein?

Liebe Grüsse
Bobo
Liebe Bobo,

ja, ich finde, dass das durchaus hier rein passt...

Aber meiner Meinung nach ist das nur die eine Seite. Die andere Seite ist, dass sich "die hier unten" das ja gefallen lassen und "die da oben" machen LASSEN. Hauptsache sie haben "circenses" (um panem muss ja heute kaum noch jemals kämpfen).

Ich denke nicht, dass NUR die Herrschenden "Schuld" sind, sondern dass der Mensch AUCH Verantwortung für sich selbst hat.

Aber vielleicht bin ich zu optimistisch oder ich durchschaue das böse Spiel der Mächtigen noch nicht so recht (meine ich ernst!).

Liebe Grüsse

vom gern-lesenden Sucher
Nein, lieber Suchender, Du hast Recht. Wir "da unten" haben auch Schuld. Wir lassen das alles mit uns machen, weil wir zu bequem geworden sind, selber aktiv zu werden (in ich weiss nicht wievielen Dingen).

Erst, wenn wir uns aus dieser Agonie befreien, können wir wieder lernen, MITEINANDER zu leben (und nicht mehr nur nebeneinander, bzw. aneinander vorbei). Das wird aber schwer, weil die Obrigkeit inzwischen die Unterhaltung dermassen unter Kontrolle hat, dass es schon zum fürchten ist. Ein weiser Mann hat mal gesagt: Fussball ist das heutige Opium für's Volk. Tja, damals wars der Zirkus, heute sind es die Events, die das Volk zum schweigen bringen (ist ja alles nicht so schlimm, weil, .... ist ein gern verwendeter Ausdruck in der heutigen Zeit).

Wir verlernen damit aber immer mehr die Kommunikation (schon mal versucht in der Disco zu reden?). Kaum noch ein Miteinander möglich, und schon sind wir wieder am Anfang der sich immer weiter drehenden Spirale.

Ist schon echt Sch***(eigene Wortzensur)

Sei lieb gegrüsst
von der auch gerne lesenden Bobo
Liebe Bobo,

dem ist nichts hinzuzufügen. Es ist alles sehr traurig. Aber durch irgendein Optimismus-Gen glaube ich nicht daran, dass das immer so bleiben muss.

Liebe Grüsse und einen schönen Abend

Sucher
Lieber Sucher, lieber Bobo,

stimme Euch voll zu!

Zitat:
Ich habe mal gelesen, dass ein Mensch, der aus dem 19ten Jahrhundert in unsere Zeit "per Zeitmaschine" transportiert würde, innert weniger Tage irrsinnig würde und den Verstand verlöre, weil sein Hirn das alles gar nicht fassen könnte, es würde an Reizüberflutung zugrunde gehen.


Ja, das kann ich gut verstehen. Mir wird es auch oft zu viel.

Zitat:
Dabei ist die Lösung für dieses Problem so einfach. Wir müssen wieder lernen miteinander umzugehen (zuhören und reden).
Ein Lächeln ebnet oftmals den Weg zu einem Gespräch, und das kann das Ende der Einsamkeit sein.


Ja, da hast du vollkommen recht, Bobo. Da ich auch sehr gerne und viel lache und lächle, konnte ich auch schon die Erfahrung machen, dass manche richtig aufblühen, wenn man freundlich zu ihnen ist und das dann auch wieder weitergeben -wie ein Feuerbrand.

Zitat:
Mein Lieblingsbeispiel: Lesen. Wer liest heute noch intensiv?

Na ich! Hier schreibt eine echte Leseratte Ich bin Jahrgang 1960 und somit auch noch in einer Zeit groß geworden ohne viel Fernsehen (2Programme und auch erst am Spätnachmittag), der erste Radiorecorder so mit etwa 14 Jahren. Viel mehr gab's noch nicht. Dafür aber viel Spiel auf der Straße. Aber wenn wir ehrlich sind - wenn wir in den heutigen Tagen aufwachsen würden, würden wir die (Dauer)berieselung warscheinlich ganz normal empfinden.

Was ich auch schlimm finde ist, dass viele Menschen heute nicht mehr konfliktfähig sind. Jeder hat relativ viel (Frei)Raum und wenn es Zoff gibt, geht jeder seinen Weg. Man setzt sich nicht mehr auseinander. Durch die Schnell-Lebigkeit hat man gar keine Zeit irgendwo an- und zur Ruhe zu kommen und viele Menschen können daher mit der Ruhe gar nichts anfangen. Ganz alleine mit sich halten viel nicht aus. Leider!

Auch alte Menschen vereinsamen bei uns oft. Wenn man mal überlegt, was die in dem letzten Jahrhundert für viele und schnelle Veränderungen mitmachen mussten ... Und wenn in unserer Gesellschaft heute jemand nicht mehr so kann oder auch krank und nicht meht so fit ist, fällt er oft unter den Tisch.

Zitat:
Es ist alles sehr traurig. Aber durch irgendein Optimismus-Gen glaube ich nicht daran, dass das immer so bleiben muss.


Ja, sehr schön gesagt, Sucher! Das ist nun vielleicht auch ein Vorteil "kälter" und härter werdender Zeiten. Man rückt wieder näher zusammen und besinnt sich auf alte Werte wie: Familie, Freundschaft, Nachbarschaft, Hilfsbereitschaft...

Liebe Grüße
Kiki
Forum -> Andere Themen

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6  Weiter
Ähnliche Themen
Ganz Allein Für Mich
Hilfe! Schwanger oder nicht mit 16?
Ich kann es einfach nicht vergessen.
Würde es Gott nicht geben...
Angst das er mich nicht liebt
Urteile nicht...
Anscheinend bin ich nicht der einzige ...
Wir sind nicht die Kinder Gottes und Jesus auch nicht
Gott als "Person" existiert nicht
Wieso hilft Gott nicht?