Fragestellung: Scharia


Nun hört man,laut den Gesetzen der Scharia, daß einem Dieb die Hände abgehackt werden.

So frage ich mich als vernunftbegabter Mensch: wie kann dieser Mensch, dem man der Hände beraubt hat, denn die Schulden für seine Tat bezahlen - er kann nicht mehr arbeiten - sondern nur noch betteln gehen und wird dadurch nicht nur mit einem Stigma versehen : schaut da hin, der hat gestohlen, sondern auch seine ganze Familie gerät ins Elend.

Und vielleicht hat er auch nur aus Not gestohlen, weil er keine Arbeit hatte.

So frage ich mich, wie gut ist eine Religion, wo solche Gesetze gehandhabt werden.

Genauso mit den Frauen: wird einer Frau körperlich Leid angetan, wird sie vergewaltigt, da der Mann immer der Stärke ist , so ist sie vor der Gesellschaft schuld daran, wird Opfer und gesteinigt, doch der Verursacher wird nicht behelligt - siehe Beispiele in Afrika -

Wo, so sagt mir, sind das gütige Gesetze -

Naja, ich denke, irgendwelche Verse werden sicher gefunden werden, die das alles widerlegen - oder sollte doch jemand sagen: ja, das ist so in den Gesetzen und wir halten das für richtig -

Ich wünschte mir für Politiker, Richter , Sittenwächter und andere Größen , die über Menschen richten, eine Wahrheitsdroge, die sie vorher einnehmen müßten -

Gott ja - wie würden wir in der Wahrheit baden und alles wäre geklärt

Oder machen wir es wie Buratino - wer lügt, kriegt eine ellenlange Nase - schön wär`s , oder ?
Hallo Gabriele,

so einfach ist die Sache mit der Scharia nicht! Du sprichst hier das Thema Vergewaltigung an! Einleitend muß man dazu sagen, das die gesamte diesbezügliche islamische Gesetzgebung auf einer falschen Annahme beruht! Der Glaube nämlich das die Frau durch mangelnde Bedeckung ihres Körpers verantwortlich ist für die sexuelle Erregung des Mannes! In dieser Annahme, wird sie automatisch Mitverantwortlich an ihrer eigenen Vergewaltigung! Es ist auch so, das die Frauen, die im Islam erzogen sind, das tatsächlich so empfinden. Eine vergewaltigte Muslima fühlt sich Mitschuldig!

Im Iran und auch anderen islamischen Staaten ist es so, das die Frau, wenn sie eine Vergewaltigung anzeigt, Zeugen beibringen muß. Gelingt es ihr nicht die Vergewaltigung vor Gericht nachzuweisen, wird sie automatisch in Folge der Unzucht angeklagt, bzw. des Ehebruchs! Im Islam schwere Straftaten, die sogar mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden können! Die Folge ist klar: extrem niedrige Vergewaltigungsrate, weil nichts bekannt und angezeigt wird.

Das Gesetzt im Iran, das aus dem Quran abgeleitet ist, ist definitiv pervertiert und hat nichts mit der ursprünglichen Intention Mohammeds zu tun. Aber die Quelle dieser Perversion ist die falsche Sexualtheorie und die Beginnt bereits beim Hijab (Kopftuch).

Ich persönlich halte das Hijab für eine der folgenschwersten Mißverständnisse und Fehler des Islam. Die neuen Übersetzungen Christoph Luxenbergs geben uns einen Fingerzeig, wie diese entstehen konnten!

http://www.bpb.de/themen/N5K2JE,0,0.....islamischen_Kopftuch.html

Zitat:
Fazit: Das "islamische Kopftuch" ist ursprünglich sicherlich eine soziale Konvention gewesen, wie sie heute auch noch in gewissen Teilen Europas fortbesteht. Dessen Islamisierung ist vielleicht einem Prozess der islamischen Sittengeschichte zuzu-schreiben. Eine diesbezügliche religiöse Vorschrift lässt sich aber durch den koranischen Text in keiner Weise begründen. Was aber die sonstigen Koranpassagen angeht, auf die man sich insoweit beruft, so sind sie noch weniger aussagekräftig. Ihre Erörterung wird einer weiteren philologischen Analyse vorbehalten.

Wenn Dich das wirklich Interessiert, dann mache ich mir gerne die Arbeit, die Textstellen und Belege herauszusuchen, die mich zu meiner Ansicht geführt haben!

Grüße Heiko
Auch sehr interessant:
http://www.bpb.de/themen/0S0DT8,0,0.....ran_das_Kopftuch_vor.html
Hände dürfen nur abgehackt werden, wenn der Dieb nicht aus Hunger oder irgendwelchen Ungerechtigkeiten Ihm gegenüber durchgeführt wurden .
Zitat:
Hände dürfen nur abgehackt werden, wenn der Dieb nicht aus Hunger oder irgendwelchen Ungerechtigkeiten Ihm gegenüber durchgeführt wurden


Schade, dass Menschen sich zu solchen Greueltaten überzeugen lassen.

Das "Händeabhacken" ist im Koran wiederzufinden, wenn die Übersetzung falsch ist:

ich habe zwei versch. Untersuchungen zu diesem Thema:

http://www.alrahman.de/index.php?id=99 (bei Punkt 5)

5:38 - Ein Mütasabih Vers

Bei Fragen: immer her damit!
Zum Thema Kopftuch ist dieser Link noch sehr interessant:

http://www.geocities.com/koraninfo/hijab.htm
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Keine Religion ist höher als die Wahrheit


HPB
Hallo Groomlake,

vielen dank für den link , hab ich in meine Sammlung gebookmarkt. Der Author geht davon aus:

Zitat:
Als der Prophet Mohamed den Frauen das Kopftuchtragen auferlegte, wollte er ihnen damit kein „Recht“ verleihen. Ganz im Gegenteil. Er benutzte es als religiöse Pflicht die von Frauen freiwillig oder unfreiwillig einzuhalten war.


Ich bezweifle das es jemals die Absicht Mohammeds war, den Frauen das tragen eines Kopftuchs aufzuerlegen. Nach den Erkenntnissen von Luxenberg ging es wohl eher um viel einfachere Kleidungsteile!

Heute hat das Hijab in der islamischen Glaubensgemeinschaft allerdings eine ganz andere Funktion. Speziell hier in Deutschland dient das Hijab als Uniform und ist damit gleichzeitig Botschaft und Werbung! Einhergehend mit der zunehmende politisierung des Islams halte ich das Hijabverbot an öffentlichen Einrichtungen und Schulen für sehr vernünftig und notwendig! Frauen die Hijab tragen wissen nicht, was sie damit für Unheil stiften, handeln sie doch in gutem Glauben!


Gruß Heiko
Zum einen zum Kopftuch und zur Bedeckung:

ich las vor einiger Zeit, daß die Frauen das Kopftuch , ein sehr großes , für ihre Scham trugen - wir wir ja alles selbst wissen, vor Tausenden von Jahren liefen die Frauen nackt herum - , Abbildungen finden Archäologen in alten Gebäuden zuhauf. So gestattete ein Herrscher den Frauen eines Tages, sich den Kopf zu bedecken - so wird das Kopftuchtragen entstanden sein.
Was die weitere Bekleidung angeht, da möchte ich wohl meinen, daß die Männer wohl vor sich selbst geschützt wurden, als die Frauen immer mehr auf dem Leib tragen mußten, vielleicht wegen ihrer Hitzigkeit.
Da blockiert hier in aller Unwissenheit oder aus dem Grunde , weil der Mensch sich selbst nicht richtig einschätzen mag - sich selbst eine Tarnkappe aufsetzt , um sein wahres Selbst nicht mit aller Deutlichkeit zu spüren - nämlich die Tatsache, daß der Mann, würde er ein Stück Haut sehen, doch gleich an etwas Gewisses denken würde und so schützt ihn die viele Kleidung der Frau vor sich selbst. Wenn er ehrlich wäre, dann könnte er auch sagen, daß es ihn schneller in Bereitschaft brächte.
Hinderlich wären dann die Beschneidungen - denn es ist neben den Schmerzen auch Lustabtötung - die selbe Lustfeindlichkeit findet man auch im Testament, in dem es heißt, der Mann soll nur mit seiner Frau verkehren zum Zwecke der Zeugung.

Mein Gott, welche Religion ist eigentlich Lustfreundlich ?

Mißverständnisse gibt es zuhauf - weil vieles ganz einfach nicht verstanden wurde - so liest man in theosophischen Büchern über die Symbolik vom Feuer und daß man das in den Lehren falsch verstand im alten Indien und so hat man die Witwen halt verbrannt, wenn der Mann starb - ganz einfach - Gott sei Dank hört es allmählich auf und nun entsteht ein Problem: wohin mit ihnen. In der Gesellschaft muß man sich die Frage jetzt neu stellen.

Ich empfinde vieles als Menschengemacht - so schlecht kann kein Gott/Allah sein, wie sich Menschen so manches ausdenken, was ihnen selbst zum Verhängnis wird.

Hallo Gabriele,

Zitat:
Was die weitere Bekleidung angeht, da möchte ich wohl meinen, daß die Männer wohl vor sich selbst geschützt wurden, als die Frauen immer mehr auf dem Leib tragen mußten, vielleicht wegen ihrer Hitzigkeit.


Eben das widerspricht aber unseren heutigen Erkenntnissen! Es ist eben nicht die Nacktheit, die den Mann erregt! Sondern die Vermutung der Paarungsbereitschaft! Heutzutage ist jeder in der Lage diese Erkenntnisse selbst nachzuvollziehen! Einfach mal in die Sauna gehen oder in ein FKK Gelände! Da gibt es niemanden mit lüsternen Gedanken (würde auch bei Männern sofort auffallen). Das hat keineswegs etwas mit Abstumpfung zu tun. Es ist die Vermutung der Paarungsbereitschaft, die den Mann erregt!
Hier in Deutschland haben Männer gelernt, das eine nackte Frau, mit ihrer Nacktheit keineswegs Paarungsbereitschaft signalisiert. In Arabischen Ländern ist das keineswegs anders! Die Behauptung "Die Bedeckung der Frau dient Ihrem Schutz vor sexueller Belästigung" ist ganz einfach Falsch! In Marokko ist es sogar so, das gerade die verschleierten Frauen, unsittliche Angebote erhalten. Eine Frau ohne Schleier gilt dort als Emanze und bleibt verschont! (persönlich Urlaubserfahrungen).

Vor 1400 Jahren bedeutete die Nackheit etwas anderes, da doch die Sklaven nackt waren! Nackt und Freiwild!

Auch hier wieder ein Baustein, der die Quranübersetzung Luxenbergs viel wahrscheinlicher und sinnvoller macht, als die bisherigen!

Zitat:
Ich empfinde vieles als Menschengemacht - so schlecht kann kein Gott/Allah sein, wie sich Menschen so manches ausdenken, was ihnen selbst zum Verhängnis wird.


So ist es! Gott hat das nicht gewollt!

Gruß Heiko
Irgendwo stand auch einmal geschrieben, daß Jesus auch nie das Zölibat gepredigt hat - sondern daß es deshalb entstand, weil aus den adligen Familien die Mönche kamen , der Zehnte Teil als Abgabe auch in Form von Kindern - Hildegard von Bingen war wohl auch so ein Zehntes - und diese Kinder brachten dann der Kirche ihre "Mitgift" mit, in Form materieller Anlagen wie Geld und Grundstücke und damit die Kinder später einmal keine Kinder zeugten und diese diese Güter erben konnten, sondern alles bei der Kirche verbleiben sollte, mußte das Zölibat her - auf Teufel komm raus - was man damit auch vielen Menschen antat, ist heute gar nicht mehr gutzumachen - deshalb also das Zölibat - es war nie von Anfang an da - ich glaube kaum, daß Jesus leibfeindlich war. Jedem Rabbi wurde gesagt, daß er die Funken Gottes auf die Erde bringen sollte, also Menschenkinder zeugen - es widerspricht sich so vieles - wir wissen es nur nicht.

Ich finde es gut, nachdem man die Bibelaussagen unter die Lupe genommen hat, auch einmal alle anderen Heiligen Schriften zu überprüfen, wie es wohl gemeint sein könne - denn wie es in der Theosophie steht: in so manchem Buch: es waren Menschen - Eingeweihte, die die heiligen Texte schrieben und deshalb dem Volk nicht soviel gesagt wurde, weil es dies nicht verstanden hätte - denn der Analphabetismus war groß - selbst im Mittelalter in Europa - wie es auch in den Buch "Die Päpstin" steht - ca. 80 % waren Analphabeten - woher sollte das Wissen kommen.

Die Bibel wurden den einfachen Menschen interpretiert und es hat wohl jeder Priester oder Bibelkundige die Massen damit manipulieren können.

Ich glaube nicht, daß es in Indien und dem Orient ansonsten anders ist.

Wir müssen nur genauer hinschauen.