Fragestellung: Scharia


Hallo Martin,


Zitat:
Die Fakten:
Nun, die franka lingua zu Mohammeds Zeiten war aramaeisch.
Schrift waren fruehe Formen der kufischen Schrift.
Die aeltesten Funde sind die fragmente, die Puin in der Moschee von Sanaan gefunden hat, sowie die Ausgaben des Qurans im Topkapimuseum in Istambul und in Taschkent die, laut Wikipedia, rund 150 - 200 Jahre nach dem Uthman'schen Original entstanden.


Nun, bei Wikipedia darf ja wirklich jeder schreiben... Wikipedia halte ich für eine zweitklassige Quelle für historische Fragen.

Wichtig ist: welche Sprache hatte Mohammed benutzt? Arabisch...

Der Koran nennt selber, dass der Koran in deutlicher, arabischer Sprache herniedergesandt wurde.

Zitat:
Das erstaunliche Resultat war, oh Wunder, eine durchaus sinnvolle Uebersetzung.


Genau das gleiche schaffe ich auch mit der Hocharabischen Sprache, der klassischen, wohlbemerkt...

Kennst du den Namen Edip Yüksel?

Zitat:
Die Gegenargumentation vieler Muslime, das der Quran in geschlossener Kette ueberliefert wurde, und deshalb wahr sein muesste, haelte ich fuer nicht schluessig. Denn durchaus moeglich ist auch das Hadithe derart ausgewaehlt, evtl sogar modifiziert, wurden, das sie Authentizitaet "belegen".


Korrekt gedacht, falsch angewandt!

Überlege mal weiter!
Zitat:
Ich kann dir gerne mal ein paar Bilder von Skinhead Mädchen schicken, die allerdings sehr sexy sind!

Nein Danke!
Auf soetwas kann ich gerne verzichten.
Was guckst du dir eigentlich an?
Nein, ich will es lieber gar nicht wissen.

Zitat:
Eine heiße Braut ist eine Heiße Braut, ob mit oder ohne Haare, ob mit oder ohne Kopftuch, ist ganz egal! Ich war vor drei Wochen auf dem Sommerfest unserer Ditib Moschee, da haben die Mädchen sehr eindringlich demonstriert, wie man in korrekter islamischer Kleidung echt sexy sein kann!

Dazu sage ich nichts.
Super Einstellung! Achtung Ironie.
Zitat:

Warum eigentlich - wenn die fehlen, ist eine Frau wahrscheinlich auch
nicht sehr attraktiv

Aber die Frau muss auch noch etwas sehen können.

Zitat:
Dass etwas in Arabien gemacht wird, halte ich nicht für unbedingt direkt vorbildhaft und richtig.

Vorbildhaft ist es bestimmt nicht.
Ich kam nur darauf wegen dem Übersetzungsfehler.
Denn wie kann ein Übersetzungsfehler bei den Arabern sein?

Zitat:
Nun, bei Wikipedia darf ja wirklich jeder schreiben... Wikipedia halte ich für eine zweitklassige Quelle für historische Fragen.

Das ist richtig!

Zitat:
Der Koran nennt selber, dass der Koran in deutlicher, arabischer Sprache herniedergesandt wurde.

Vollkommen richtig.

Mohamed sas wurde auch beschuldigt sein Wissen von einem Schmied zu haben, dieser Sprach aber kein Arabisch und konnte deswegen Mohamed sas auch nicht den Koran offenbaren.
Zitat:
Denn wie kann ein Übersetzungsfehler bei den Arabern sein?


Ganz einfach: Verständnisproblem!

3:7 erwähnt ja die mehrdeutigen - mütasabih - Verse im Koran, welche dazu dienen können, Unheil anzustiften...

5:38 ist ein solcher mütasabih Vers...

Da kann man auch Araber sein und den Vers falsch übersetzen.

Wa salam
Hallo Zaf-Ad,

Zitat:
Wichtig ist: welche Sprache hatte Mohammed benutzt? Arabisch...

Das halte ich fuer unwahrscheinlich. Wenn du dir seine Biographie ansiehst, so zeigt diese, das sein "Clan" (Haschemiten) ortsansaessig war. Die dort uebliche Sprache war nun einmal aramaeisch.
Hocharabisch breitete sich erst durch den Quran aus.
Zitat:
Der Koran nennt selber, dass der Koran in deutlicher, arabischer Sprache herniedergesandt wurde.

Nun ein Beweis aus sich selber heraus ist nie ein Beweis, oder? ("Die Geschichte ist wahr, weil in der geschichte steht, das sie wahr ist")

Gruss
Martin
Halla Pax,

Zitat:
Nein Danke!
Auf soetwas kann ich gerne verzichten.
Was guckst du dir eigentlich an?
Nein, ich will es lieber gar nicht wissen.


Ohne dir persönlich jetzt zu nahe treten zu wollen, aber das hast du mit den meisten traditions Muslimen gemein! Das sie nicht mehr alles wissen wollen und ich denke auch nicht können! Durch die permanente Indoktrination durch die Traditionen des Islam entstehen Denkblockaden, die nur auf therapeutischem Weg überwunden werden können!

Es ist aber normal, das man nicht mehr alles sieht, wenn man sich ein Auge zuhält!

Ich will damit keineswegs sagen, das ich recht habe und du unrecht, aber wenn du nicht bereit und in der Lage bist meiner Beweisführung zu folgen, dann wirst du auch meine Schlußfolgerungen nicht verstehen können.

Gruß Heiko
Hallo Martin,

Zitat:
Das halte ich fuer unwahrscheinlich. Wenn du dir seine Biographie ansiehst, so zeigt diese, das sein "Clan" (Haschemiten) ortsansaessig war. Die dort uebliche Sprache war nun einmal aramaeisch.
Hocharabisch breitete sich erst durch den Quran aus.


Ok, ich lasse mal meine Augen noch offen für dieses Thema... Welche Quellen hast du als Beleg?

Diese Sache interessiert mich langsam richtig!
Zitat:
Nun ein Beweis aus sich selber heraus ist nie ein Beweis, oder? ("Die Geschichte ist wahr, weil in der geschichte steht, das sie wahr ist")


Hallo Martin,
eben! Genau das soll es ja implizieren bzw suggerieren. Allerdings wird eine Aussage ja nicht wahrer durch ihre Wiederholungen oder auch durch eine Mehrheit von Stimmen..
Kennst Du den Ausspruch "Des Menschens Wille ist sein Himmelreich"?
Das Problem ist, das hier schon suggeriert wird, das es sich um den eigenen Willen handelt. Der Grossteil der Bevölkerung spielt da auch artig mit - nur; das dieser Wille schon aus anderen Quellen kommend ist... wird ungern mit einem Wort erwähnt - oftmals nicht mal ge'glaubt'. Das Spiel ist doch perfekt, nicht wahr? So kommen Glaube und Wissenschaft nie auf einen Nenner...
_________________
Lieben Gruss
Gaby
--
Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Zitat:
Nun ein Beweis aus sich selber heraus ist nie ein Beweis, oder? ("Die Geschichte ist wahr, weil in der geschichte steht, das sie wahr ist")


Zitat:
So kommen Glaube und Wissenschaft nie auf einen Nenner...


Das hat schon Peter de Rosa schön kommentiert, wieso Menschen ihre Meinungen meistens nicht selber bilden:

Peter de Rosa - Jesus-Mythos: Über die Krise des christlichen Glaubens, Seite 57f.

Zitat:
Auch moralische Wahrheiten sind sterblich. Jahrhundert auf Jahrhundert sagen die Leute: "Dies ist falsch" und wiederholen die tiefempfundenen, genau belegten Überzeugungen von Generationen vor ihnen, als wären sie alle genetisch konditioniert, das zu glauben. Dann sagt jemand: "Ist es falsch?", und ein anderer: "Es ist nicht falsch." Vielleicht wird er gesteinigt oder verbrannt. Die Gläubigen meinen, eher würde ein Berg niederfallen als ein Ketzer recht haben. Aber eines Tages sagt jemand: "Es ist nicht falsch", und ein paar stimmen zu, dann viele. Später sagt jemand: "Es ist richtig." Und fast alle anderen sagen: "Natürlich. Wer könnte das bezweifeln?"


Für die nachkommenden Generationen ist es ein MUSS, alles sorgfältig zu überprüfen und gegebenfalls 1200 Jahre alte Traditionen über Bord zu werfen!

Selam!
Zitat:
Für die nachkommenden Generationen ist es ein MUSS, alles sorgfältig zu überprüfen und gegebenfalls 1400 Jahre alte Traditionen über Bord zu werfen!

Und genau aus diesem Grund gibt es Menschen und wird sie immer geben, die althergebrachtes verwerfen um ungeblendet auf Grundbausteine versucht sind zurückzugreifen und das sehr oft unter Aussetzung grösster Gefahren; Verfolgung, Bestrafung bis hin, ja bis hin zur Tötung - andere erreichen damit sogar den Status eines Märtyrers. Die Beweggründe sind meist verschieden, das Ziel ist aber dasselbe: die absolute Wahrheit und Friede auf Erden.
Das der eine oder andere dabei vllt. auch nicht unberechtigt als Diktator oder gar als stupid white man betrachtet wird; das es ein anderer soweit treibt bis er von den Mächtigen aufgespiesst, verbrannt oder gekreuzigt wird, ist wohl eher dem Unverständnis anderer zuzuordnen die ihren Weg durch Wiederholungen wieder anderer gegangen sind. Unverständlich? Ja - mir auch.
Hier wird gesagt 'das ist gut - das ist böse'... weil es ein anderer irgendwann einmal gesagt hat; weil im Laufe der Jahrtausende die moralisch und ethischen Werte ständig umgemodelt wurden - je nach Belieb oder Notwendigkeit. De Rosa hat schon ganz recht mit seiner Ausführung.
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Lieben Gruss
Gaby
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Zitat:
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Zitat:
[...]auf dem Sommerfest unserer Ditib Moschee, da haben die Mädchen sehr eindringlich demonstriert, wie man in korrekter islamischer Kleidung echt sexy sein kann!

Dazu möchte ich auch einmal meine Ansicht abgeben.
Ich schätze wirklich jeden "Glauben" hoch, ausnahmslos.
Jedoch sehe ich einige 'traditionelle' Punkte, wie in dem vorliegendem Beispiel hier, mehr als kritisch entgegen. Ich habe keine persönlichen Anmerkungen was die Bekleidung selbst angeht - ich ziehe eher etwas Symbolik mit hinein. Ein verschleierter Mensch verbirgt da, für mich, schon ein wenig sein eigenes Ich. Sind es doch die Mimiken und Gesichtsausdrücke allgemein die mir in einem Gespräch sagen ob mein Gegenüber etwas für gut oder für schlecht hält. Allerdings gibt es für mich auch noch eine andere Variante der Symbolik. Die Kraft, Macht und Ausstrahlung der Augen. Augen lassen sehr tief blicken - meist tiefer als jede Gesichtsmimik dies tuen könnte. Und dennoch bleibt die Maske hinter der sich, auch ein unvermummter, Mensch verstecken kann.

Nachtrag:
Ich finde es als überaus entscheidend, das man - ob nun verhüllt oder unverhüllt - zumindest selbst sein eigenes Ich, das Zentrum seines Selbst, erkennt. Ob das so einfach möglich ist, wenn man Wiederholungen anderer folgt, wage ich zu bezweifeln...
Selbstfindung darf nicht unter dem Scheffel eines Glaubens oder einer Macht stehen.
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Lieben Gruss
Gaby
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