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| Kann ein A-Theist ein ethisch "gutes" Leben führen bzw. erreichen? |
| Ja, sicher |
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83% |
[ 10 ] |
| Nein, das ist nur mit einem Glauben an Gott möglich |
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8% |
[ 1 ] |
| Darüber habe ich noch nicht nachgedacht |
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0% |
[ 0 ] |
| Das interessiert mich nicht |
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8% |
[ 1 ] |
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| Stimmen insgesamt : 12 |
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Ich bin auf die Antworten sehr gespannt.
Liebe Grüsse
Sucher
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Ach so, meine eigene Antwort:
Ich bin zwar ein Suchender, habe aber viel Sympathien für religiöses Leben und Handeln. Ich glaube aber eher an eine unpersonale Kraft, wie sie der Taoismus im "Tao" oder der Zen-Buddhismus in der "Leere" lehren. Wenn man es streng nimmt, bin ich also selbst eine Art "A-Theist", also einer, der nicht an einen personalen Schöpfergott glauben kann.
Nun höre ich aber immer wieder, dass ein "Atheist" (oder ein Ungläubiger (der ich aber bei näherer Betrachtung gar nicht bin!)) nicht wirklich "gut" sein könne, weil sein Gutsein ja nicht aus einem göttlichen Gebot resultiert. Mich wundert das immer, denn ich behaupte von mir einfach mal keck, dass ich versuche, ein ethisch gutes Leben mit Mitgefühl, Solidarität und Hilfsbereitschaft zu leben. Inwieweit mir das gelingt, müssen meine Frau, meine Mitmenschen, meine Freunde, Nachbarn, Kollegen etc. entscheiden, aber ich VERSUCHE es.
Viele Grüsse
Sucher
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Hallo Sucher!
Natürlich kann ein Atheist [oder auch ein völlig Ungläubiger (zwei verschiedene Dinge)] ein ethisch gutes Leben führen - er braucht nur entweder sowieso dazu geneigt sein, oder aus irgendwelchen Überlegungen zu der Ansicht gekommen sein, dass ein solches Leben ganz allgemein vorzuziehen sei...
Dass das Gutsein aus einem göttlichen Gebot resultieren müsse (wenn es das nicht tut - ist es denn dann nicht gut ), halte ich für einen geistigen Kurzschluss, der oft genug mit einem Strafe-Belohnung-Denken zusammenhängt. Insbesondere mystische Denker aller monotheistischen Religionen haben sich davon allerdings schon vor langer Zeit gelöst.
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Lieber Wu,
>Dass das Gutsein aus einem göttlichen Gebot
>resultieren müsse (wenn es das nicht tut - ist es denn
>dann nicht gut ), halte ich für einen geistigen
>Kurzschluss,
Ich auch...
> der oft genug mit einem Strafe-Belohnung-Denken
> zusammenhängt.
Meinst Du damit, dass viele religiöse Menschen nur deshalb gut sind, damit sie "im Himmel" ihren Lohn bekommen?
> Insbesondere mystische Denker aller
> monotheistischen Religionen haben sich davon
> allerdings schon vor langer Zeit gelöst.
Genau das fasziniert mich an Meister Eckhart genauso wie an Tolstoj.
Liebe Grüsse
Sucher
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Guten Abend Sucher
| Zitat: |
| Meinst Du damit, dass viele religiöse Menschen nur deshalb gut sind, damit sie "im Himmel" ihren Lohn bekommen? |
So oder so ungefähr kann man das sicher ausdrücken. aber nicht über einen Kamm.
Wenn ich so allgemein in meine Runde gucke, .. da sieht man immer wieder einmal, das die Menschen direkt auch solche Äusserungen von sich geben wie zb. "Ich kann ja sonst nichts tun, also spende ich ein paar Euronen". Danach lehnen sie sich zurück; vergleichen hin und wieder einmal im Freundeskreis untereinander wer denn mehr gegeben hat und balzen dann mit ihrer eigens eingezahlten Summe. "Ich habe aber mehr gespendet!".
Nun ja... s'ist ähnlich mit dem altertümlichen Ablassbrief.. - nur heut nennt mans Spendenquittung - natürlich von der Steuer absetzbar
Das man dadurch nicht unbedingt gleich ein besserer Mensch ist... wissen wir alle.
Wie sagte meine Oma..
'Der Herr Gott hat einen schönen und grossen Tiergarten - darin lauter Ochsen und Rindviecher' & 'Was Hänschen net lernt - lernt Hans nimmermehr'
passcht scho
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