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Zen-Lehrer












Hallo Bobo,

sich buddhistisch zu verhalten dürfte vermutlich niemandem schaden, auch in der Kirche nicht - das Verhalten an sich schließt ja noch keinen Glauben und kein Ritual ein - wenn sich jemand an die fünf Laien-sila hält -

nicht zu töten,
Nichtgegebenes nicht zu nehmen,
sich der Unzucht zu enthalten,
Unrechtes nicht zu reden und
Berauschendes zu vermeiden -

dann wird wohl auch der strengste Kirchenobere kaum Einwände dagegen haben. Ob jemand damit Gott dient oder nicht, ist vom buddhistischen Standpunkt her nicht relevant - wenn er das tut OK, tut er das nicht, auch OK - da geht es um Erkennen und nicht um Dienen. Wenn nun Gott aber verlangte "Du sollst nicht erkennen, sondern blind annehmen!", dann wäre da eine Spannung aufgebaut, die eine 'Zweigleisigkeit' sicherlich schwierig machen würde. Genau das scheint er aber nicht zu verlangen - meine beiden ersten Zen-Lehrer waren gläubige katholische Mönche, und ein Freund und Zen-Lehrer ist aktiver katholischer Pfarrer

Beim 'Lieben' und 'Brauchen' fehlt mir ein wenig der Zusammenhang - ich würde aber sagen, man sollte die beiden Bereiche nicht zu sehr zusammenkoppeln - es gibt auch die Situation wo man lernen muss, jemand nicht mehr zu brauchen, gerade weil man ihn liebt...
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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