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Hallo liebe Gabriele,
nein, ich bin zum Glück nicht beschnitten. Ich kenne aber Frauen, die es sind. Die Menschen, die das machen, kennen es nicht anders. Wir dürfen aber nun nicht verurteilen. Wir müssen aufklären.
Hierzu ein Beispiel: Es wurde Geld gesammelt, damit nach einer Aufklärungsaktion die Frauen, die ihren Lebensunterhalt mit der Beschneidung verdienen, weiter leben können. Es wurden ein Stück Land, ein paar Ziegen und Hühner gekauft und diesen Frauen übergeben. Bis heute hat keine dieser Frauen jemals wieder ein Mädchen beschnitten. Die Männer akzeptieren dort langsam aber sicher auch unbeschnittene Frauen als Ehefrau. Ist das nicht schön?
Das sowas mit den Frauen gemacht wird hat aber nichts mit dem Islam zu tun. Im Koran steht ausdrücklich, dass Mann und Frau gut zueinander sein müssen. Wo es die Beschneidung von Mädchen gibt, erfolgt sie auch unter Nichtmuslimen, weil es sich um einen vorislamischen Brauch handelt.
Es gibt übrigens viele Formen der weiblichen Beschneidung; und die sog. milde Sunna ist die Form, die der Beschneidung des Mannes am nächsten kommt. Es wird nur die Vorhaut des Kitzlers weggenommen. Mehr nicht.
Liebe Grüsse
Bobo
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Sakina für alle.
| Zitat: |
Beschneidung
In einer Reihe von Ländern vor allem Afrikas und Vorderasiens, darunter solchen, die größtenteils von Muslimen bewohnt sind oder in denen diese einen erheblichen Teil der Bevölkerung stellen, werden auch Frauen "beschnitten". Dabei geht es aber um einen sehr viel drastischeren Eingriff als bei dem, was man bei Männern Beschneidung nennt: Es geht um eine brutale Verstümmelung in verschiedener Weise, die durchaus einer Folter gleichkommt und z.T. lebenslange körperliche und psychische Traumata und Folgen auslöst, ja in vielen Fällen durch die schlechten hygienischen Verhältnisse sogar zum Tode führt.22)
Nach Schätzungen der WHO leben gegenwärtig auf der Erde etwa 135 Millionen Frauen, die diese verstümmelnden Prozeduren bereits über sich haben ergehen lassen müssen, und jeden Tag kommen etwa 6.000 dazu. In Somalia sind z.B. nach begründeten Schätzungen zur Zeit noch fast 100 Prozent der Frauen "beschnitten", in Ägypten deutlich mehr als 90 Prozent, im Sudan, in Äthiopien, Eritrea und Mali etwa 90 Prozent, in Kenia, der Zentralafrikanischen Republik, Nigeria und Liberia ca. 50 Prozent. In Deutschland ist der Eingriff ein strafbares Offizialdelikt, und dass es hier vor Ort vorgenommen wird, scheint selten zu sein.
Muslime, die die Genitalverstümmelung von Mädchen praktizieren, bekunden häufig, diese sei von ihrer Religion geboten. Das ist jedoch falsch: Im Koran kommt sie nicht vor. In einigen überlieferten Aussprüchen, die dem Propheten zugeschrieben werden, ist zwar von ihr die Rede. Aber erstens ist die Echtheit gerade dieser Aussprüche bereits nach traditionellen islamischen Kriterien fraglich, und zweitens erklärt kein einziger von ihnen diese Praxis zur Pflicht.
http://www.studiengesellschaft-friedensforschung.de/da_50.htm |
Ich bin schockiert von der Menge des unnötigen Leides.
mfg gnostik
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