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Helft mir, mein Leben zu retten ^^












Für mich hört sich das so an, als suchst du auch im Tod nach Ruhe. Fernab von dem, was du mit dem Leben assoziierst. Du willst also deine Muster einfach im Tod fortsetzen. Dein Schicksal hat dich wahrscheinlich viel Energie gekostet und das Leben hat dir nichts zurückgegeben, was dir einen Sinn gibt.
Leben ist Aktivität und wie du lebst drückt die Sehnsucht nach dem Tod aus, der Sehnsucht nach Ruhe. Innerlich fühlst du dich schon tot, willst dich aus dem Leben zurückziehen. Vielleicht hält dich allein die Angst vor einem Paradies oder der Hölle zurück, die Angst das deine Hypothese falsch sein könnte und du ewig dazu gezwungen wirst, dich auch aus deinem Inneren zurückzuziehen und mit der Außenwelt zu interagieren. Was hat dir die Außenwelt denn auch gebracht ? Nur Leid und Schmerz. Und irgendwann, da war alles egal.
Deine Lügen sind nur Symptom, sie sind nicht nur Ursache, sondern auch Resultat. Mit dem Ende der Lügen ist dein Leben nicht besser. Es ist wie mit dem Raucher, der weiß, dass rauchen schädlich ist, der aber auch weiß, dass wenn er aufhört, ihm etwas im Leben fehlt, was bisher das Gleichgewicht aufrecht erhalten hat.
Sinn kommt aus deinem Inneren, aber du fühlst dort nur Leere. Um diese Leere zu fühlen, musst du dich der Außenwelt stellen, auch wenn sie dir nur Böses angetan hat. Du musst lernen, mit Schmerz und Verletzungen umzugehen und es als Teil des Lebens zu akzeptieren. Vielleicht musst du auch die Rollen ablegen, die du deiner Umwelt präsentierst um dich abzuschirmen. Dafür kenne ich dich nicht genug. Nach sieben Jahren Leidenszeit kann ich dir versichern, es lohnt sich immer zu kämpfen für ein kleines bischen Glück.
Alles Gute.
Hallo Simon,

aus Deinen Zeilen spricht viel mehr, als Du vielleicht selber vermuten würdest.

Zuerst möchte ich Dir sagen, Du hast schon einen grossen Schritt in Richtung "richtig leben" getan. Du hast Deine Situation erkannt und das ist wichtig, um etwas ändern zu können. Jeder macht mal Fehler, das ist wichtig, um wachsen zu können. Als kleine Kinder lernen wir auch laufen, indem wir hinfallen. Es ist egal, was Du getan hast. Hier hat jeder Verständnis und wird Dir, wenn Du es willst, helfen, Deine Situation zu ändern. Nur, die Lücke zwischen Wissen und Tun zu schliessen ist unendlich schwer. Wir versuchen Dir dabei zu helfen.

Nun zum Thema "Sinn des Lebens". Früher oder später kommt jeder an den Punkt sich nach dem Sinn unseres Lebens zu fragen. Das ist nichts aussergewöhnliches. Wir können Dir nicht sagen, was für Dich der Sinn Deines Lebens ist. Wir können Dir nur unsere Erfahrungen mitteilen, in dem wir erzählen, was für uns der Sinn des Lebens ist. Für den einen ist der Sinn des Lebens so reich wie möglich zu werden, oder mit 50 Jahren nicht mehr arbeiten zu müssen; für die anderen ist der Sinn des Lebens geistig zu wachsen, diese Welt ein bisschen menschlicher zu machen. Es ist für jeden etwas anderes.

Nun zum Thema Tod und was danach kommt. Wir fallen nicht in ein "nichts", wenn wir gestorben sind. Ich will Dir nicht mit irgendwelchem psychologischen, oder religiösen gequatsche kommen. Das würde bei Dir ohnehin links rein und rechts wieder raus gehen (ungebremmst). Aber, denke mal ein bisschen an Physik. Energie geht nicht verloren. Sie wird umgewandelt, geht dabei aber NIE verloren. Unsere Gedanken sind Energie, unsere Emotionen sind Energie, unser Gehirn produziert jeden Tag (sogar beim unbewussten Denken) pure Energie. Da Energie nicht verloren geht, fallen wir auch nicht in ein "nichts". Wir bleiben in einer anderen, umgewandelten Form bestehen. Wo auch immer das sein mag.

Ich wende mich deshalb nicht an Deine E-Mail Adresse, weil Du hier mehr Informationen von den verschiedensten Menschen erhalten kannst. Das ist für Dich jetzt sehr wichtig, damit Du bald ein "normales" Leben führen kannst. Was auch immer das für Dich bedeutet. Schotte Dich bitte nicht ab, das bringt Dich nicht weiter.

Sei ganz lieb gegrüsst und herzlich Willkommen
Bobo
Hallo Bobo,

deine Worte zum Erkennen und Umsetzen sind sicherlich richtig. Allerdings sind deine Betrachtungen zum Energieerhaltungsgesetz sehr gefährlich, wenn man beginnt diese zu hinterfragen. Viele fallen in ein Sinn-Loch, weil solche Theorien nicht einfach auf den Menschen projizierbar sind und bei näherer Betrachtung widersprüchlich.
Das Energieerhaltungsgesetz lässt sich sicherlich auf die philosophische Sicht "Nichts vergeht, es wandelt nur seine Form" anwenden. Allerdings ist es falsch, daraus die Schlußfolgerung zu ziehen, dein Ich bleibt vorhanden. Die Energien, von denen du sprichst, werden nämlich meist in materialle Form gepresst (Gehirn) und können sich durchaus nach deinem Tod als Dünger in mehreren Pflanzen wiederfinden so brutal das klingt. Von daher geht man sicherlich mehr oder minder in die "Weltseele" ein, dein Ego wird aber sicher nicht bestehen bleiben. Deshalb kann man, so schön wie es wäre, an dem Punkt keine Schnittmenge von Glaube und Wissenschaft herstellen. Was ich damit sagen will: es ist besser, an sich selbst zu arbeiten und sein Leben in den Griff zu bekommen, als irgendwelchen halbgaren Theorien hinterherzujagen und sich damit zu trösten.
Hallo Alex,

es ist aber auch nicht gut, wenn man einen Menschen nicht kennt und keinerlei Ansatzpunkte hat, mit Religion oder Esotherik zu kommen. Es sollte zum Antworten und VIELLEICHT zum Nachdenken anregen, mehr nicht. Das man solch komplexe Dinge (Sinn des Lebens / Leben nach dem Tod) nicht in zwei Sätzen erklären kann ist doch auch Dir klar.

>es ist besser, an sich selbst zu arbeiten und sein Leben in den Griff zu bekommen, als irgendwelchen halbgaren Theorien hinterherzujagen und sich damit zu trösten

Simon fragte nach dem Sinn des Lebens und was nach dem Tod kommt. Sicher hätte ich ihm direkt zu Anfang meine Erlebnisse in der Sterbebegleitung erzählen können. Ich mag aber anderen Menschen nicht gerne meine Meinung und meinen Glauben aufzwingen. Hätte ich von Gott und seiner Güte reden sollen? Da finde ich es besser einen wissenschaftlich bewiesenen Fakt zu liefern, um erst einmal einen Ansatz zu finden.

Fest steht, dass Simon, um sein Problem in den Griff zu bekommen, seine Fragen langsam (für sich selber) erörtern muss.

Sei ganz lieb gegrüsst
Bobo
Hallo Bobo,

was ich im Kern mit meinem Posting ausdrücken wollte war die Tatsache, dass du Antworten nicht in deinem Kopf, sondern in deinem Herzen findest. Im Kopf stößt man in Wissenschaft und Religion immer wieder auf Grenzen, deshalb kann die Sicht nach Innen zum Stolperstein werden. Glaube war für mich nie Trost und ich schreibe aus der Sicht eines Menschen, der gelitten hat. Ich habe im Glauben immer gesucht und nie gefunden. Weil es selten Antworten gab, sondern immer wieder neue Fragen, genau wie in der Wissenschaft.

Ich wollte damit auch ausdrücken, dass weder Gott, irgendwelche Erfahrungen anderer Menschen, noch meine halbgaren Sprüche ihm dabei helfen können, seine Fragen zu beantworten, sondern dass er sich dem Leben wieder zukehren muss. Dann wird ihm das Leben seine Fragen nach dem Sinn beantworten. Und die Frage nach dem Leben nach dem Tod wird sich erst wieder stellen, wenn er sein Leben hinter sich hat.
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