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Holismus im Religionsbezug












Holismus im Religionsbezug

Die Untrennbarkeit vieler Aspekte findet sich, durchwoben, durch alle Religionen. Schon bei dem Versuch 'Gott' zu erklären gerät man immer wieder auf die Antwort 'Gott ist ALLES'. Alles vereint bzw. fügt jedes Komponent dem anderen unweigerlich hinzu so das am Ende ein Ganzes entsteht - eben "ALLES" vereint.

In den heidnischen Kulturen spiegelt sich das einheitliche Denken besonders stark. So ist in den Naturreligionen Materie und Geist als Gesamtheit zu sehen - untrennbar verwoben. Welt und Anderswelt bilden so die lebendige Ganzheit. In dieser Einheit in Vielfalt ist die Natur nicht nur mittelbar heilig. Sie verweist nicht auf einen außerhalb ihrer selbst liegenden Schöpfer, sondern ist in sich selbst heilig und göttlich. Im engeren Sinne sind Naturreligionen nicht gestrickt durch den Glauben an eine von aussen kommende Offenbahrung, sondern Erfahrung des göttlichen in der Natur und damit der unteilbaren Ganzheit des Seins, in der alles mit allem verwandt ist und Anteil am Göttlichen hat. Ziel der Naturreligionen ist kein bloßes Seelenheil, keine "Erlösung" und keine auf spirituelle Werte beschränkte "Erleuchtung", sondern ein erfülltes Leben in der Ganzheit des Seins - in der Einheit der Vielfalt.

Das erkennen der Gesamtheit ist vergleichbar mit Erleuchtung.
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