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Hallo Gabriele,
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| Hi, Jivatma - an der Reinigung des Spiegels arbeiten wir ja alle - oder glaubst Du nicht ? |
Nein, 99.99 % sind mit dem Gegenteil beschäftigt.
Shri Krishna erklärt in der "Bhagavad-gita wie sie ist", dass der Körper durch Tätigkeiten erzeugt wird und Tätigkeit wird durch den Körper erzeugt, ebenso wie ein Baum durch einen Samen erzeugt wird, der seinerseits von einem Baum erzeugt wurde. (der Baum wird mit dem Körper und der Same mit Tätigkeit verglichen)
Das nennt man Wechselwirkung = Ursache und Wirkung
Um Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod zu erlangen ("und erlöse uns von unserem Übel") müssen wir Tätigkeiten beenden die einen neuen Körper erzeugen. (Tätigkeiten jenseits von Ursache und Wirkung)
Handlung (Karma) ist eines der 5 Hauptthemen der Bhagavad-Gita.
Man unterscheidet zwischen:
Vikarma = sündhafte Handlungen (erzeugen materielles Leid)
Karma = fromme Handlungen (erzeugen materielles Glück)
diese beiden Arten von Tätigkeit erzeugen neue Körper
Akarma = Handlungen auf der transzendentalen Ebene (lösen alle Arten von Vikarma u. Karma auf)
Das reinigen des Spiegels ist nur möglich wenn das Lebewesen transzendentalen Tätigkeiten nachgeht. ---> Akarma praktiziert
Da wir so oder so tätig sein müssen (da wir einen Körper haben), sollten wir unsere Tätigkeiten in den Dienst des Herrn stellen. (dies wird Bhakti-yoga, Hingebungsvoller Dienst für den Herrn, genannt)
| Zitat: |
| Auf die eine oder andere Weise anders - aber wir sind kräftig dabei |
Dienst für den Höchsten Herrn auf selbsterdachte Weise ist kein Dienen.
Der Diener eines Königs der sich einbildet dem König zu dienen in dem er sich selber ausdenkt was dem König gefallen würde, ist kein Diener. Erst wenn er anfängt nach den Wünschen seines Herrn zu handeln, auch wenn diese noch so mühsam und beschwerlich sind, beschäftigt er sich im Dienst.
Heutzutage ist es Mode geworden das sich die Menschen aus den verschiedenen Religionen ihre eigene Philosophie basteln. Man nimmt was einem gefällt aus dem Christentum, Judentum, Buddhismus, Islam und Hinduismus und macht sich seinen eigenen "Cocktail". (man lässt all das Unangenehme weg)
Und dann wird fröhlich verkündet, "der Weg ist das Ziel".
Aber wenn der Weg kein bekanntes Ziel hat, ist er nutzlos - erzeugt nur neue künstliche Wege.
| Zitat: |
| "Für ein Schiff das seinen Hafen nicht kennt, wehen alle Winde ungünstig" (Seneca) |
So mögen wir scheinbar "guten" Tätigkeiten nachgehen ohne zu wissen das uns diese nur wieder von neuem verstricken (den Spiegel unseres Bewusstseins verschmutzen).
Die Veden nennen drei Faktoren nach denen man sich richten sollte:
Shastra = die Heilige Schrift
Guru = der spirituelle Meister
Sadhu = die Heiligen
Diese drei sollten immer miteinander übereinstimmen und weisen uns den Weg mit einem klaren Ziel.
Gruss
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