Sie war gestürzt und musste deshalb ins Krankenhaus


Ich kann Dich absolut verstehen. Mir geht es fast genauso. Vor noch nicht ganz 2 Monaten ist meine Oma gestorben. Sie war gestürzt und musste deshalb ins Krankenhaus. Ihr Beinbruch wurde problemlos operiert und einen Tag nach ihrer OP war ich bei ihr. Ihr ging es blendend, wir haben uns toll unterhalten. Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf, sie läge auf der ITS, es gab Schwierigkeiten und es sähe nicht gut aus.
Ich bin auch sofort hin und wollte sie sehen... sie war nicht mehr ansprechbar... 2 Tage später ist sie gestorben.
Ich wollte auch einfach stark sein für meine Mutter und sie unterstützen. Auch ich habe das Gefühl, bisher noch nicht richtig getrauert zu haben. Bei der Beerdigung stand ich neben mir, konnte nicht mal richtig weinen.
Es ist ein komisches Gefühl. Ich denke, es ist momentan immer noch eine Art Schock. Ich weiß es auch nicht.
Ich hab Angst, vergessen zu können, wie ihre Stimme klang, wie ihr Gesicht aussah. Ich denke, wir brauchen noch Zeit, bis die Trauer richtig nach aussen kommt und so wie es momentan ist, ist es ok. Scheinbar kann uns unsere Seele grad nicht mehr zumuten.
Das einzige, was mich etwas trösten konnte, war der Gedanke, dass die Seele eines verstorbenen Menschen auch nach dem Tod weiterlebt, lediglich die Hülle existiert nicht mehr. Ich glaube fest an diese Tatsache. Sie sind immer noch um uns, spüren unsere Liebe und geben uns Trost und Geborgenheit, wenn wir bereit sind, es zu sehen.

Ich hoffe, nun fühlst du dich mit deinen Gefühlen nicht mehr ganz so allein.