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Liebe Nurcan,
die Tatsache das Muhaamd ein Araber war, heisst nicht automatisch, das deshalb Saudi-Arabien ein besonders "gutes" Land ist.... Die Blütezeit des Islam, des Kalifat, ist vorbei. 300, 400, 500 Jahre nach dem Tode des Propheten nahm das arabische Reich, das sich von der Mitte Afrikas bis nach China erstreckte, eine herausragende zivilisatorische Stellung in der Welt ein. Nur: heute ist das eben nicht mehr der Fall... Der Iran war bekannt dafür, "Perlen der poetischen Schönheit" unter dem Einfluss des Islam hervorzubringen. Heute ist der Iran ein Staat mit vernagelten Politikern, die den Islam nur noch zu Befriedigung ihrer Machtgier nutzen.
Ansonsten: Wahre Religionsfreiheit gibt es nur durch Toleranz. Sobald sich ein Mensch erhebt und verkündet, er hätte die Weisheit Gottes mit "Löffeln gefressen" und jeder sei verpflichtet ihm nachzufolgen - ist`s aus mit der Toleranz und die Engstirnigkeit beginnt. "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" hat Isa verkündet - und wenn ich meinen Nächsten liebe, darf ich mich nicht über ihn erheben.
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Recht weit sind wir ja in der Betrachtung, in der Auseinandersetzung mit dieser Thematik bislang nicht gekommen.
Tatsächlich sind diese beiden Begriffe und die Umsetzung deren Verständnisse sozialpolitischer Sprengstoff. Oder überbewerte ich da etwas?
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Eine Frage Hanel (für das Verständnis):
Integration setzt doch voraus, bereits zu wissen, was man integrieren will, oder nicht?
Inwieweit geht das Verständnis dann weiter? Um eine Religionsgemeinschaft zu integrieren, müssen gewisse Aspekte dieser Religion gedeutet und interpretiert werden, oder?
Dabei darf man sich nicht bevormunden lassen, was die Interpretation anbelangt.
Der Quelle entnehme ich z.B. dass die Gleichwertigkeit von Mann und Frau gemäss den Politikern nicht hergestellt worden sei.
Inwieweit geht das konform mit dem Denken der Muslime?
Wa salam!
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Aus eins mach zumindest drei - doch das nur nebenbei.
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| Integration setzt doch voraus, bereits zu wissen, was man integrieren will, oder nicht? |
Integration setzt keineswegs unbedingt die Kenntnis dessen was man integrieren möchte voraus. Sondern den WILLEN zur Integration.
So wie man unbekannte Nahrung integriert, ohne Kenntnis darüber zu haben. Je nach Verträglichkeit setzt man die Integration fort oder nicht.
Integriert wird ja in erster Linie FREMDES, welches ja schon per definitionem nicht bekannt ist.
| Zitat: |
| Um eine Religionsgemeinschaft zu integrieren, müssen gewisse Aspekte dieser Religion gedeutet und interpretiert werden, oder? |
Um eine Religionsgemeinschaft in einen Gesellschaftsverband zu integrieren, muss es solch eine Religionsgemeinschaft (per Gesetz) erst einmal geben. Das ist weder in der Schweiz noch in Deutschland der Fall.
Wie oben bereits gesagt MÜSSEN keineswegs Aspekte der Religion dieser Gemeinschaft interpretiert werden, um eine Integration voranzutreiben, die ja die religiöse Unabhängigkeit und weitestgehende Nichteinmischung beinhaltet. Wahr ist allerdings, dass all diesen "Integrationspapieren, Positionspapieren" Interpretationen, meist kritische und von den Religionsgemeinsachft nicht mitgetragene Verständnisse und Interpretationen zugrunde liegen. Wäre dies nicht so, gäbe es keinen wesentlichen Grund für die Verfassung solcher Papiere.
| Zitat: |
| Dabei darf man sich nicht bevormunden lassen, was die Interpretation anbelangt. |
Dies gilt natürlich für die zu integrierende Partei und auch für die integrierende, so diese die Integration von eigenen subjektiven Veträglichkeiten abhängig machen will.
| Zitat: |
| Der Quelle entnehme ich z.B. dass die Gleichwertigkeit von Mann und Frau gemäss den Politikern nicht hergestellt worden sei. |
Dies scheint mir eine unzulässige und überhastete Entnahme zu sein. Ist in dem Papier doch nicht die Rede von Gleichwertigkeit, sondern von Gleichstellung. Solche Ungenauigkeiten sind die Ursachen für vieles Töten.
Allerdings meinen tatsächlich viele Politiker (aus vielerlei Gründen, die teils in der eigenen Kultur und Religion liegen), im Islam wäre die Frau weniger wert als der Mann. Eine Schändlichkeit
Eine wesenhafte Gleichwertigkeit von Mann und Frau ist integraler Bestandteil muslimischen, islamischen Denkens.
Eine Gleichstellung von Mann und Frau, Frau und Mann wird von Muslimen allerdings als Benachteiligung der Frau und Massnahme zur Destabilisierung gesellschaftlicher Verhältnisse verstanden.
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Danke Hanel
Meine verwirrten Gedanken brauchten mal wieder Ordnung, welche du hergestellt hast!
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Eine wesenhafte Gleichwertigkeit von Mann und Frau ist integraler Bestandteil muslimischen, islamischen Denkens.
Eine Gleichstellung von Mann und Frau, Frau und Mann wird von Muslimen allerdings als Benachteiligung der Frau und Massnahme zur Destabilisierung gesellschaftlicher Verhältnisse verstanden. |
Jep... wegen meiner Ungenauigkeit bei der Wortwahl habe ich deine Antwort verlängert.
Nochmals danke!
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