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Das Licht braucht einen Vergleich, die Dunkelheit












Nun, ohne den Anspruch auf Allwissenheit zu erheben, erzähle ich mein Verstehen von der Welt.

Gott waren wir, sind wir und werden wir immer sein.

Gott ist das „Eine ohne ein Zweites“, die Totalität. Gottes Natur ist Expansion.
Wenn aber Gott alleine ist, dann muss Gott noch etwas erschaffen, um zu Expandieren. So wurde das Eine zum Vielen. Dennoch ist das Viele immer noch Eins in Gott.
Wie kann das Licht erfahren, was Licht ist? Das Licht braucht einen Vergleich, die Dunkelheit.
Die Schöpfung ist eine Vergrobstofflichung des Feinstofflichsten. Jeder von uns, ob „leblose“ Materie, Pflanze, Tier, Mensch oder Intelligenzen auf anderen Planeten sind ein Teil Gottes.
In einer Analogie sehe ich Gott als Ozean, uns als Welle. Die Welle ist eins mit dem Ozean. Dennoch hat auch die Welle eine Existenz.
Schwäche entsteht dann, wenn wir unsere tiefere Wirklichkeit vergessen. Wenn wir vergessen, dass wir in Gott sind und „aus Gott bestehen“. Und genau hier kommt die Dunkelheit ins Spiel. Wir erleben uns als Unvollständig, wir glauben an den Mangel. Wir vergessen, dass Gott uns ständig versorgt, wenn wir Ihr/Ihm erlauben, dass Sie/Er durch uns handelt und spricht.
In dem Moment wo wir uns selbst ganz Gott übergeben, haben wir uns keineswegs selbst verloren. Nein! Wir sind wieder wir selbst geworden.
Und dann geschehen Wunder: Wir müssen gar nicht mehr darüber nachdenken, was wir sagen wollen, Gott spricht durch uns. Handlungen müssen nicht mehr geplant werden, denn Gott handelt durch uns. Träume sind angefüllt mit Liebe, denn Gott spricht zu uns. Am Ende ist da nicht mehr eine Beziehung: Mensch-Gott oder Mensch-Mensch, sondern alles ist wieder Eins!

Der Frage:
„Warum sind wir unvollkommen, wo Gott doch alles vollkommen macht?“
könnte ich anschließen:
„Warum sind heute 99,99% aller Lebewesen die auf der Erde lebten ausgestorben, wen Gott sie doch vollkommen schuf? (nur am geringsten Teil ist der Mensch schuld)
Meine Antwort:

Gottes zeigt sich nicht alleine durch das, was wir vollkommen nennen, sondern auch durch das, was wir unvollkommen nennen. Gott ist Vergebung. Indem wir das Unverzeihliche verzeihen, sind wir Gott sehr nahe. Gott ist bedingungslose Liebe. Indem wir einen unliebenswerten Menschen lieben, sind wir Gott sehr nahe.
Und indem wir hinter der Fassade der Unvollkommenheit die Vollkommenheit erblicken, erblicken wir die Welt durch Gottes Augen.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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