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Gebiet des Auftretens
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Jesus war ein Wanderprediger unter vielen. Er sah sich nur zu den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“ gesandt (Mt 10,5/15,24) und hatte kein Interesse an Weltruhm. Sein Wirken blieb anfangs auf das Ortsdreieck Kafarnaum - Bethsaida - Chorazim am Nordufer des Sees Gennesaret (Genezareth) begrenzt, das höchstens 200 Quadratkilometer umfasste. Die Gegend war im römischen Reich ganz unbedeutend. Römerstädte wie Sepphoris oder Tiberias betrat Jesus laut NT nicht: wohl weil fromme Juden die Besatzer ablehnten. Daher wundert es nicht, dass damalige römische Quellen ihn nicht erwähnen.
Im Haus des Petrus in Kafarnaum richtete er ein Hauptquartier ein (Mk 1,29;2,1), in das er von seinen Missionswegen öfter zurückkehrte. In jenem Fischerdorf von etwa 1000 Einwohnern fanden Archäologen eine frühchristliche Pilgerstätte. Dort können Reisende ihn gehört haben, die auf der Fernstraße Via Maris nach Syrien oder Ägypten unterwegs waren. Er wirkte auch am Westufer des Sees Gennesaret im heutigen Westjordanland (Gerasa, Mk 5,1) sowie im heutigen Südlibanon (Tyros und Sidon, Mk 7,24) und streifte eventuell auch durch Samaria (Joh 4,5 gegen Mt 10,5). Diese Provinz Palästinas gehörte früher zum Nordreich Israel, das den Jerusalemer Tempelkult im Südreich Juda ablehnte. |
http://encyclopedie-de.snyke.com/articles/jesus_von_nazareth.html
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Gegner
Zum damaligen Judentum gehörten neben den schon erwähnten Mandäern, Essenern, Pharisäern und Samaritanern weitere, oft verfeindete Gruppen: Herodianer, Sadduzäer und Zeloten.
Herodes Antipas, ein von Rom eingesetzter König aus Idumäa (Südjudäa), regierte damals Galiläa und Judäa. Sein Vater, Herodes der Große, ließ Paläste bauen und missbrauchte dazu Teile der Tempelsteuer. Er selbst heiratete eine Nichte als Zweitfrau und ließ den Täufer Johannes wegen dessen Kritik daran hinrichten (Mk 6,17–29). Daher waren die Herodianer den meisten Juden genauso verhasst wie die Römer. Die Evangelien stellen sie wohl historisch zutreffend auch als Gegner und Verfolger Jesu dar (Lk 13,31).
Seine Hauptgegner aber waren die hellenistisch geprägten, vornehmen Sadduzäer. Als Erben der Leviten verwalteten sie den Tempelkult in Jerusalem. Aus ihnen kam der Hohepriester, der sein erbliches Amt auf Zadok, den Priesterkönig der Makkabäerzeit zurückführte. Im Hinterland war ihr Einfluss zwar geringer; doch wachten sie auch dort über die strenge Einhaltung der biblischen Reinheits- und Opfergesetze. Da Jesus diese für seine Jünger außer Kraft setzte (Mk 7,1–23), wurde ein Konflikt mit ihnen unvermeidbar.
Die jüdische Oberschicht kooperierte eng mit den römischen Besatzern. Diese ließen den Tempelkult zu, solange innerjüdische Konflikte ihre Machtkontrolle nicht bedrohten. Sie setzten Juden als Steuereintreiber und Ortsvorsteher ein, um Judäa als „Kornkammer“ für Rom auszubeuten. - Da Jesus den Armen schon in Galiläa den Landbesitz zusagte (Mt 5,5) und immer mehr Zulauf gewann (Mk 10,1.46), bahnte sich auch mit den Römern ein Konflikt an. Nachdem er sich zum Passahfest nach Jerusalem aufmachte, kam es dort zur direkten Konfrontation mit den damaligen Autoritäten in Religion und Politik: dem Hohenpriester Kaiphas und dem römischen Statthalter Pontius Pilatus.
Die Zeloten |
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