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Was glaubt Ihr ist am fruchtbarsten:
Ich vertraue alleine auf die Schriften!
3%
 3%  [ 1 ]
Ich vertraue alleine auf meine Erfahrungen!
38%
 38%  [ 10 ]
Ich vertraue auf die Schriften und meine Erfahrungen!
57%
 57%  [ 15 ]
Stimmen insgesamt : 26

@Gabriele

Zitat:
Christus Jesus war ein großer geistiger Führer, wie Buddha und Mohammed. Er ist aber nicht der Erlöser von aller Sünde, zu dem Paulus und die Kirche ihn gemacht haben.

Kein Wunder, daß du ins Grübeln kommst, wenn du solche Texte nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfst.

Denn der Wahrheitsgehalt obiger Aussage ist nur ein halber. Man kann die Kirche und Paulus nicht in einen Topf werfen. Das muß zu Verwirrung führen.
Das was Paulus schrieb, wurde von der Kirche interpretiert, in ihrem Sinne.

Daraus entstand dann der Mythos, Jesus habe die Schuld der Welt auf sich geladen. Das hat er nicht. Er hat durch seinen Tod die Welt von der Macht der Sünde erlöst.
Es ist ein ganz realer Unterschied. Jesus ist für jeden von uns gestorben. Aber nicht um unserer Sünden, sondern um unserer Hoffnung willen. Daß auch wir hoffen und vertrauen können, die Sünde zu besiegen, und wie er in Gott einzugehen.
Und dadurch erlöste er die Welt von der Macht der Sünde. Denn er nahm ihr den Sieg. Beispielhaft für alle.

Diese einfache Erklärung ist der Kirche aber zu wenig mythisch, zu wenig göttlich. Denn das würde nur Sinn machen, wenn Jesus Mensch gewesen wäre. Aber er wurde von der Kirche zu Gott ernannt. Deshalb muß die Kirche diese einfache Lösung ablehnen. Und Paulus wurde eben uminterpretiert.

Eine Frage würde der Kirche gar nicht in den Kram passen.
Wenn Jesus Gott war und ist, wieso mußte er dann auferstehen?
Denn Gott ist.
Also hat die Auferstehung eine andere Bedeutung. Und die bekommt sie dann, wenn Jesus wirklich ganz und gar Mensch war.
Und durch die Auferstehung ist er ganz und gar in Gott eingegangen.
So einfach.
Zitat:
Galater3-19: So einfach.


Das ist Deine Vorstellung davon. Wie Du es gern sehen möchtest. Was wäre, wenn Jesus mystisch gemeint wäre - wenn Paulus einen Jesus gedanklich in seiner Vorstellung hatte und wenn Paulus gewußt hätte, daß er die symbolische Wahrheit den damals größtenteils ungebildeten Menschen so und nicht anders vermitteln konnte. Und wenn im späteren geschichtlichen Geschehen so manche Leute erkannten, mit welchen Mitteln und Aussagen sie an die Macht kommen konnten und somit die Menschen in ihren Bann ziehen konnten, auf das sie untertänig wurden. Es gibt so viele Behauptungen über Jesus - über sein Wirken, sein Dasein und sein Sterben - und ob das alles so gewesen ist und wie - so genau wissen wir es nicht - vieles ist auch Spekulation.

1.) In der Lebensgeschichte von Jesus gibt es einige Details, die uns auch in anderen antiken Mythen begegnen (z.B. bei Horus, Dionysos, Mithras, Attis, ...)
2.) Einige dieser Details beziehen sich auf astrologische Zusammenhänge, die in den Mythen versinnbildlicht bzw. personifiziert werden.
aus: http://www.klarblicker.de/forum/viewtopic.php?t=3960

Es wird nicht umsonst gesagt, daß Paulus der Gründer des Christentums ist.

Zitat:
Joh 1,6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Der kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht.

Aber es geht nicht darum, dass diese Kraft vor 2000 Jahren bei Johannes und Paulus wirkte. Davon haben wir nämlich heute nichts. Sondern es geht darum, dass sie heute in uns wirkt.

So lange wir glauben, dass Johannes und Paulus nur von einem Menschen berichten wollen, der vor 2000 Jahren gekreuzigt wurde, so lange können wir nicht erfassen, dass sie eigentlich von einer Kraft sprechen, die in jedem von uns begraben ist. Die historische Sichtweise auf Jesus verstellt hierbei regelrecht den Blick für diese Erkenntnis.

http://orodara.piranho.de/jesus1.html

Zitat:
Wenn der Geist im Menschen unbewusst und unwirksam ist, so ist der wahre Mensch "tot", wie sich die Mysterienschulen ausdrücken. Es kommt darauf an, ihn wieder zum Leben zu erwecken. Das ist nur durch den Mysterienweg möglich: Einerseits muss die Kraft des Geistes auf diesen innerlich Toten" einwirken. Das Licht des Geistes muss einströmen und den inneren Menschen "erleuchten". Dadurch wird das Programm des Geistes bewusst und wirksam, und der wahre Mensch "ersteht auf". Andererseits muss der "unwahre" Mensch, der an der Sinnen- und Schattenwelt orientierte, ichbezogene Mensch weichen, damit der wahre Mensch "auferstehen" kann.

Zitat:

Wenn Jesus für uns „gestorben“ ist, dann können wir diese Symbolik exakt nach dem gleichen Schema übersetzen. Der Übergang in unsere Welt wird als Tod bezeichnet. Diese Kraft, die in der Bibel als Jesus personifiziert wird, ist also in unsere Welt gekommen.



Zitat:

1.) Jesus ist die göttliche Kraft.

2.) Der Tod ist ein Symbol für den Übergang IN unsere Welt.

3.) Sünde bedeutet Trennung.


Der Ausflug in die Materie ist mit Tod gemeint – also das was wir normalerweise hier auf der Erde als Leben betrachten.
http://orodara.piranho.de/verlorenesohn.html

Die symbolische Bedeutung erschließt uns die Möglichkeit, die Zusammenhänge zu erklären, wenn man den historischen Quellen zweifelnd gegenübersteht.
Ja Gabriele, vieles was du zitiert hast enthält große Weisheit.

Natürlich kommt jetzt mein "Aber".

Nimm alle die im AT stehen, von Adam bis Mose, und auch die Propheten.
Davon waren einige mythische Gestalten.
Das ist unbestritten. Hunderte Jahre später wurden sie in die Schrift aufgenommen. Ja, die Schrift wurde eines Tages im Tempel aufgefunden.
Sie war damals schon lange "vergessen" gewesen. 2Chr 34,8-28
Wobei man auch annehmen könnte, daß es sie bis dato noch gar nicht gegeben hatte.
Und prompt wurde das Volk darauf eingeschworen. 2Chr 34,29-33

Und schon hatte man den "Alten Bund" erneuert.
Wohlgemerkt, von diesem "Alten Bund" hatte der König bis dato keine Ahnung gehabt. Nur der Aufmerksamkeit von einem braven Priester haben wir es zu verdanken, daß wir die Bücher Mose überhaupt lesen können.

Es mag in den Erzählungen des Volkes von Mose und Co berichtet worden sein. Aber wie sich das im einzelnen verhält, was das Volk zu tun hat, wie die Opfer im Tempel darzubringen sind, und was man alles JHWH und seinen Priestern verdankt, das hatte man jetzt schriftlich. Und es kann sich nicht mit den Erzählungen gedeckt haben, sonst hätte der König vor Gram nicht seine Kleider zerrissen, als ihm aus dem Buch vorgelesen wurde.

Aber Jesus als Erfindung des Paulus zu bezeichnen, das ist mutig.
Ja, Jesus war ein Heiler. Er konnte seine Kraft gezielt einsetzen.
Lk 8,46 Jesus erwiderte: Es hat mich jemand berührt; denn ich fühlte, wie eine Kraft von mir ausströmte.
Das ist gar nicht der Mythos. das ist eine sehr reale Schilderung. Von etwas, was du kennst, was aber die Kirche so gar nicht gerne hört.
Und wenn Paulus sagt, "wir alle sind Söhne Gottes", dann trifft auch das zu. Nur, die Kirche hört das auch nicht gerne.
Bis hierher kann ich mit dir mitgehen, daß alle Menschen Gottes Kraft in sich haben, usw usw.

Da passt auch wunderbar Kol 1,25f
damit ich euch das Wort Gottes in seiner Fülle verkündige, 26 jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war.


Jesus brachte aber etwas ganz anderes in die Welt.
Die Botschaft vom gnädigen Gott.
Lk 18,26 Die Leute, die das hörten, fragten: Wer kann dann noch gerettet werden? 27 Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.
Und diese Botschaft hat sich kein Mensch ausdenken können.
Ich höre da immer du mußt dies und das und jenes tun. Natürlich führt das zu einem Ziel. Aber welcher Mensch begeht keine Fehler?
Soll dann alles vergeblich sein.
Und im Johannesbrief steht:
1Joh 3,20 Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz und er weiß alles.

Das hat sich Paulus nicht ausgedacht.

Ich würde gerne einmal diesen Menschen reden, die glauben, Paulus habe Jesus erfunden. Ich würde mir gerne einmal ihre Argumente anhören.

Niemand kommt auf die Idee, zu behaupten, Plato hätte nicht gelebt.

Stell dir vor, Paulus verkündet das Evangelium das Jesus in die Welt gebracht hat. Dann kommt einer und frägt, ja aber zu der Zeit habe er doch in Jerusalem gelebt, wie könne es dann sein, daß er niemals etwas von diesem Menschen Jesus gehört hat.
Das ist unmöglich. Man kann so eine Geschichte nicht zeitnah erfinden.
Ein Simon Magus hätte garantiert dafür gesorgt, daß dieser Schwindel aufgeflogen wäre.
Gut, es ist ja auch nicht bewiesen, daß dieser Simon Magus nicht auch nur erfunden ist.
Das nimmt dann aber keine Ende.
Denn Tertullian schreibt in seiner Apologie, daß jenem Simon Magus eine Statue errichtet war.
usw usw

Bernhard
Lieber Bernhard,

Du sagst es: es würde nie enden.

Gruß Gabriele
Welch herrlich Interpretationen, insbesondere aber Spekulationen!
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