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Kann man eigentlich wie ein Buddhist












Wu gibt doch keinem "eins auf den Deckel", lieber Saed - das macht doch kein Buddhist....

Die Aussage Abdul`Baha`s bezüglich der Stellung von Buddha innerhalb der "Gemeinschaft der Offenbarer" ist schlüssig - nur: Ebenso wie Kirchenkreise Rechtfertigungen dafür finden, das sie ein oder mehrere Gebote Gottes missachtet haben, so finden sich sicherlich auch Buddhisten, die aus ihrer Tradition heraus die Aussage Abdul`Baha`s eher als These denn als Tatsache ansehen.
Hallo Deas -

warum auf den Deckel? - das haben wir doch schon mehrfach abgehandelt - was Du schreibst, entspricht der Baha'i-Lehre, nicht aber der buddhistischen, und es gibt auch keinerlei historischen Beleg für diese Aussage Abdu'l-Baha's.

Dass die Ziele und die Herangehensweise sich erheblich unterscheiden, stimmt sicherlich - ob das zu einem Widerspruch führt, sollte JedeR für sich entscheiden können. Ich kenne Menschen für die das völlig unvereinbar ist; ich kenne aber auch welche, die beide Ansätze integrieren zu können beanspruchen...
Hehehe, na ja ich mein ja nur - weil wir das so oft schon diskutiert haben und am Ende ist jeder bei seiner Meinung geblieben

Zitat:
und es gibt auch keinerlei historischen Beleg für diese Aussage Abdu'l-Baha's


Es gibt auch keinerlei historischen Beleg dafür, dass Gott das Universum geschaffen hat, und dennoch glaubt die Mehrheit der Menschheit daran *fg*

Aber Du hast natürlich Recht, jeder muss sich selbst ein Bild darüber machen, letzendlich ist und bleibt es wie Du bereits andeutest Glaubenssache.

Liebe Grüße an alle,
Saed
Das lieber Wu, ist aber gerade das Problem:

Natürlich gehen Saed und ich vom `Baha`i-Standpunkt aus. Im Gegensatz zu anderen Standpunkten ist unser Standpunkt auf Einheit und Vereinigung angelegt.... und wenn ich die Predigten von Martin Luther King oder die Reden von Mahatma Ghandi ansehe, dann kann ich sehen, das auch andere grosse Denker dem vereinigenden Gedanken mehr Raum eingeräumt haben, als dem Trennenden. Martin Luther King ist trotzdem Christ geblieben, Mahatma Ghandi trotzdem Hindu; das Eine schliesst halt nicht automatisch das Andere aus.

Kein Muslim kann einem Christ "beweisen", das Jesus "nur" ein Offenbarer und kein "leiblicher Sohn Gottes" war. Und kein Baha`i kann einen "Beweis" dafür bringen, das Buddha die Einheit Gottes verkündete und seine ursprüngliche Lehre in Vergessenheit geriet. Letztlich bleibt es dabei, das der Einzelne für sich entscheiden muss, welche Aussage schlüssig, überzeugend ist - um es mit buddhistischen Worten zu sagen: welcher Schule man eben folgt.
Lieber Thomas,

natürlich ist ein 'letzter Beweis' nicht möglich, aber (im Gegensatz zu rein theologischen Fragen wie der Gottessohnschaft Jesu oder der Erschaffung der Welt) lässt sich die Lehre von Religionsgründern mit recht großer Sicherheit nachverfolgen - und bei ostasiatischen oft mit größerer Sicherheit als bei nahöstlichen, weil dort Streitigkeiten unter Schulen offener ausgetragen wurden und 'Quellenvernichtungsaktionen' (wie im Christentum und dem Vernehmen nach auch im Islam) äußerst selten waren.
Ich habe kein Problem damit, dass Baha'i die Geschichte anders sehen, aber diese Sichtweise als schlüssig und gesichert zu betrachten, ist eben ausschließlich Glaubenssache.
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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