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Kann man eigentlich wie ein Buddhist












Hallo Erfer,

schön, daß wir Dich gut unterhalten
Vielleicht kannst Du ja mal die buddhistischen Tendenzen, von denen Du in der Ausgangsfrage geschrieben hast, etwas genauer beschreiben.

Gruß, Alex
Oh ja, liebe Erfer, mich würde das auch sehr interessieren (nicht nur, weil ich amtierende Miss Neugier bin). Was interessiert Dich am meisten? Mich interessiert die Ruhe und wie ich sie evtl. mal erreichen kann.

@ Wu,

besser Flasche ohne Etikett, als Flasche ohne Inhalt.

@ alle "Lehrer" dieses Treats,

Danke, habe durch Euch viele neue Erkenntnisse sammeln dürfen. Finde ich immer gut. Es wäre nur nett, wenn man manchmal ein wenig deutlicher schreiben würde, für die, die nicht so viel Fachwissen haben. Nicht jeder weiss, was ein Dharma ist und auch nicht jeder weiss, was die Juwelen das Buddhismus sind. Könnten wir da ein bisschen Rücksicht nehmen? Es ist ja immerhin eine Christin, die gefragt hat. Selbst ein Buddhist kann nicht behaupten alles zu wissen.

Ich sage schon mal Danke schön und freue mich auf noch recht viele Postings.

Ganz liebe Grüsse
Bobo
Hallo Freunde,

mittlerweile habt Ihr recht viel zum Thema angesprochen, diskutiert und so wie es aussieht ist die Angelegenheit sowieso umfangreich.

Ich hatte mir überlegt, ob man unbedingt seinen bisherigen Religionszugehörigkeit aufgeben muss, um buddhistisch zu handeln.

Um Erleuchtung/Besinnung zu bekommen muss man sich den eigenen Kopf bestimmt nicht kahl rasieren und man muss auch kein Wickeltuch als Kleid tragen. Es hilft aber ganz bestimmt, wenn man in eine Gemeinde ist, wo meditiert wird, wo die innere Ruhe gesucht und trainiert wird.
Ich selbst kann damit leben ein Christ zu sein und daneben so gut es geht buddhistisch zu handeln, schließlich bete ich Buddha nicht wie Jesus an, ich nehme ihn wenn schon, dann als Freund. Übrigens, Jesus ebenfalls, denn er ist ein Freund von uns allen.

Was mir am Buddhismus gefällt ist: starke innere Ruhe zu haben. Bestimmt auch einiges mehr, doch weil ich mich damit nicht 100 % beschäftige, so nehme ich lediglich von allem was gut ist ein Stück mit.
Es gibt Menschen, für die besser ist vollkommen zum Buddhismus überzugehen, das muss natürlich jeder selbst abwägen und entscheiden.
Liebe Bobo!

Wegen der 'Fachbegriffe' - viele (wie Dharma) sind sowieso schon mit dem Lexikon verlinkt - man braucht das Wort nur anzuklicken - und wenn man Buddhismus anklickt, gibt's eine Menge dazu zu lesen; dort findet man auch die 'drei Juwelen'
Jedesmal eine Erklärung mitzuliefern wäre echt schwierig, das müsste man dann ja immer tun, weil ja immer wieder Neueinsteiger da sind - und da würde die Lesbarkeit schon ziemlich leiden...
Hallo Alex,
Zitat:
hat es mich überrascht, wie sehr Du darauf bestehst, daß allein der Umstand, daß jemand nicht tötet, Nichtgegebenes nicht nimmt, etc. bereits buddhistisches Verhalten sei.
Meine Ansicht dazu: Es fehlt noch die entsprechende Ausrichtung auf die (buddhistische) Erleuchtung, um die Handlung buddhistisch zu machen. Dies ist, was ich meinte: Die Zuflucht zu Buddha, Dharma, Sangha steht in Ausschlußkonkurrenz zur Zuflucht zu einem Gott.

Das mag wohl sein - da lag vielleicht das Schwergewicht zu sehr auf konkrete (oder wie Du sagst, rituelle) Handlung - aber was da von mir mitgemeint war, sind Denkmodelle, Annäherungen... Die Erleuchtung ist m.E. nicht an die Zufluchtnahme gebunden - sonst wäre sie ja z.B. schon für den Buddha selbst nicht möglich gewesen - wozu hätte der Zuflucht genommen?

Zitat:
Zum "dauerhaften Glück" vielleicht später. Nur soviel: Wer ist es denn, der mit Ich-ILLUSION glücklich ist?

Hm - eben die [hartnäckige] Illusion - aber wenn die mal geschwunden ist

Zitat:
Um nochmal auf die Rituale , Formalien und Etikettierungen zurückzukommen: Es gibt von Chögyam Trungpa Rinpoche ein sehr gutes Buch zu dem Thema mit dem Titel "Spirituellen Materialismus durchschneiden".

Ja, das Wort verwende ich auch häufig - ich schätze Trungpa Rinpoche sehr (mein letzter Lehrer war ein persönlicher Freund von ihm). Aber die Ich-Vorstellung wird auch in anderen Religionen (zumindest in deren mystischen Ausformungen) sehr in Frage gestellt - gerade heute erst habe ich in einem anderen thread gelesen:
Zitat:
Sowie alle Flüsse ins Meer fließen, so kommt jede Seele früher oder später zu der Einsicht, dass das große „Wir“ das Ziel ist.
Aus „Ich“ wird das „Wir“ und aus dem „Wir“ das „göttliche Ich“.
Unter dem „göttlichen Ich“ verstehe ich die Erkenntnis der Einheit mit „allem was ist“.

Das ist vielleicht nicht ganz buddhistische Diktion - aber es geht für mich doch recht deutlich in dieselbe Richtung
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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