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Versuch um Achtsamkeit, Geduld, Meditation












Grüss dich liebe Minalena,


deine Beschreibungen zeugen davon, daß du schon bereits auf dem Weg bist.
Zumal die erste und für den Anfang auch die wichtigste Hürde, von dir schon genommen worden zu sein scheint. Es ist das Vertrauen. Natürlich nicht volles Vertrauen, dies wird sich je nach Grad deiner Entwicklung auf diesem Pfade von selbst gestallten. Aber zumind. soviel Vertrauen, daß du bereit bist dieser Sache ( gefühlsmässig ) eine Chance zu geben und auch schon die ersten, noch wackeligen, Schritte auf diesem Pfade versuchst zu unternehmen ( s. Versuch um Achtsamkeit, Geduld, Meditation etc. ).

Zitat:
Oft ist es auch so, dass, wenn ich anfange zu meditieren, ich an einen Punkt komme, wo ich praktisch Angstzustände kriege. Ist das normal?


Nein, eigentlich nicht. Die Meditation richtig praktiziert bringt stets nur gute Aspekte zum Vorschein. Je nach Meditation ist es Ruhe, Entspannung, Heiter und Gelassenheit, Wohlempfindung ( geistig wie körperlich ) bis Entzücken und eine klarere Sicht über die Dinge der Existenz. Deswegen würde ich dir raten, zumindestens diese Form der Meditation, die du momentan praktizierst einfach wegzulassen. Wobei diese Angstzustände nicht unbedingt etwas schlechtes sein müssen. Oft ist es lediglich ein Indiz dafür, daß du dich momentan irgendwo befindest, wo du " noch " nicht hingehörst. Sprich, wo du einfach noch nicht Reif für bist. So wären wir hierbei schon an einem Punkt gekommen, der für das Verständnis und Praxis der Lehre des Erwachten ( Buddha ) von sehr großer Bedeutung ist. Es ist die Entfalltung der Tugend. Sicherlich dürften dir die 5 Grundtugenden, die es im Buddhismus gibt, mittlerweile ein Begriff sein, aber was jedoch oft nicht richtig erkannt wird, ist der Umstand, daß diese 5 Grundtugenden lediglich das Grobe Gerüst ( Mindestmaß ) an Verhaltens - Rede und Denkmustern aufzeigen, die dafür sorgen, daß man viele Spannungen in und um sich abbaut. Dadurch nämlich, daß man sich durch dessen Praxis ein reineres Gemüt ( Gewissen ) zu eigen macht. Dieses Gewissen gilt es dadurch zu veredeln, indem man, nachdem man die gröberen Verhaltensmuster umgestalltet hat, sich dran macht, die feineren Muster unter die Lupe ( in den Blickwinkel der Achtsamkeit ) nimmt. So wie man z.B., bei dem Aufräumen eines Zimmers, zunächst die großen Dinge aussortiert um sich anschliessend um die kleineren Dinge ( die noch übrig bleiben ) kümmert, so werden die feineren charakterlich negativen Einflüsse erst dann ersichtlich, wenn man die gröberen, negativen, Verhaltensmuster entfernt hat. Bin mir sicher, daß dies ( gerade in der heutigen Zeit ) eine nicht mindere Aufgabe darstellt, als die Pflichten, die man als Mutter von zwei Kleinkindern, inne hat. Also, mein Tip, einfach weiter machen. Und stets darauf achten, welche Verhaltens- Rede und Denkmuster noch nicht so sind, wie du es von dir erwartest. Zunehmende Einsicht ( Wissen durch selber erkennen ), zunehmende Sicherheit, zunehmende Gelassenheit und Heiterkeit, sind nur einige der wenigen Aspekte, die als Belohnung winken. So denn wünsche ich dir von ganzem Herzen alles Liebe und weiterhin viel Geduld mit dir und deinen Mitmenschen.

Mit lieben Gedanken

Natha

P.S. Vielleicht schaust du dich auch einfach mal hier im Forum um. Bin sicher, daß du auch dort einige zusätzliche Stützen für deine Praxis finden wirst.
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