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Nach Echnaton ist Gott eine kosmische Macht












Hallo Wu,

das nenne ich mal eine interessante Aussage!
Zitat:
- auch im Brahmanismus scheint sie schon frühzeitig immer wieder auf, wird ja (auch hier ) immer wieder als 'eigentliche Lehre des Hinduismus' dargestellt, und es gibt ja auch noch andere Kulturen, die nicht von Ägypten beeinflusst waren...

Ich kenne den Hinduismus und auch den Buddhismus praktisch ueberhaupt nicht . Leider, leider, leider!

Aber ich denke, hier sollte man mal ethnologisch und linguistisch forschen, ob nicht gemeinsame Wurzeln zu finden sind:
Nach einer Theorie, welche von Max Müller aufgestellt wurde, wanderten um 2000 v. Chr. , am Ende der Indus-Kultur, arische Stämme nach Nordindien ein, die den weiteren kulturellen Verlauf maßgeblich prägten. Einige indische Historiker dagegen behaupten, dass die Arier ein schon ansässiger Stamm gewesen seien, der zu dieser Zeit die Oberherrschaft erlangen konnte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus

Arier (Altiranisch ar, gut, rein, edelmütig mit yan, von, Sohn von; Aryan = „die Reinen“, Sanskrit , m., आर्य, ārya, der Edle), Selbstbezeichnung der iranischen Völker, die 2000 v. Chr. ins Iranische Hochland einwanderten und zu den Vorfahren der Iranier sowie der Indoarier wurden, die nach Indien einwanderten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Arier
Echnatons Regentschaft wird verschieden datiert: ca. 1351–1334 v. Chr., 1340–1324 v. Chr. (Helck) oder 1353–1336 v. Chr. (Krauss).
http://de.wikipedia.org/wiki/Echnaton

Ich halte eine intelektuelle "arische" Bruecke zwischen Aegypten und Inden um 1350 v. Chr. fuer durchaus denkbar.

Gruss
Martin
Hallo Martin,

die Meinung von Max Müller wird wohl heute in der Fachwelt weitgehend vertreten, und da gibt's noch zusätzliche Informationen: Die arya ('Edlen' - ich hab' allerdings auch schon die Bedeutung 'Menschen' gelesen, woraus abzuleiten wäre, dass sie die indigene Bevölkerung als Nicht-Menschen betrachtet hätten) brachten einen 'Hochgott' oder 'Vatergott' mit (was nicht unbedingt Monotheismus bedeuten muss, ihn aber sehr erleichtert), der in den ältesten Schriften dhyaus pitár genannt wird (die Verwandtschaft mit dem späteren Zeus patér und Jupiter ist auffallend) und man nimmt an, dass sie aus dem Umkreis der sumerischen Kultur stammen. Ihre Religion hat sich dann im Lauf der Zeit offenbar mit denen der Induskultur und anderer indischer Volksgruppen vermischt und zum 'Hinduismus' weiterentwickelt.
Hallo Wu,

hm, es scheint also so zu sein, das tatsaechlich seinerzeit der monotheismus "in der Luft lag".
Aegypten-Mesopotamien-Iran-Nordindien...Topographisch haengen diese Regionen mehr oder minder zusammen. Ein Informationsaustausch im Rahmen von Handelsbeziehungen klingt plausibel.
Deshalb nehme ich hier mal als Arbeitshypothese an, das intelektuelle Kreise seinerzeit die Idee des Monotheismus zwar irgendwo in den oben beschriebenen Regionen theoretisch entwicklet haben, Echnaton jedoch der erste war, der diese praktisch im grossen Massstab umgesetzt hat.
Was meinst du?

Gruss
martin
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