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Also , ich würde mal meinen, wenn ich mich selbst erkannt habe und wenn ich bereit bin, auch meine Schattenseite anzunehmen und zu liebe oder zu mögen, erst dann bin ich fähig, Feindesliebe zu üben. Das heißt, den anderen neben dir so anzunehmen, wie er ist, ebenfalls mit seinen Schattenseiten.
Deckeln wir nicht oft genug das zu, was uns an uns nicht gefällt und dann offenbart es sich an unserem Nächsten und dannmögen wir ihn nicht, weil er uns mit seinen Schattenseiten auch unsere, uns unangenehmere Seite zeigt.
Wir müssen uns gar nicht mal soweit umzuschauen.
Es ist ja gleich in unserer Nähe - der "angebliche" Feind, der uns nicht mag oder mögen soll, sondern es ist in uns, was da Sympathien und Antipatiein aufbaut und die wir dann ausleben.
Du bist nicht so wie ich, also! dann bist du nicht gut und weg bist du. !
Liebe ist so ein großes Wort und Hass auch - wir müssen lernen, damit vernünftig umzugehen.
Ich habe mal unter dem Begriff "Selbsterkenntnis" gesucht und einiges gute Seiten gefunden.
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Selbsterkenntnis
Echte Religion ist
die Wiederentdeckung dessen,
was wir wirklich sind
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| Zitat: |
| Selbsterkenntnis ist Praxis — nicht Theorie und nicht Ideologie oder Glaube. Wer falsche Vorstellungen davon hegt, wer er sei und wie er sei, kann von der Wahrheit nicht berührt werden. Aber wir alle hegen falsche Vorstellungen. Das menschliche Denken funktioniert nun einmal so, daß Annahmen verinnerlicht werden und die Realität überdecken, bis wir schließlich nicht mehr die Realität wahrnehmen, sondern unser vorgefertigtes Bild von ihr. |
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| Zitat: |
| Es soll nicht verschwiegen werden, daß Selbsterkenntis eine Sache von Jahren und Jahrzehnten ist — oft mag ein ganzes Leben nicht ausreichen, um wirklich damit zurande zu kommen. Aber um Zeit geht es nicht und auch nicht um Lernen, Arbeiten oder das sogenannte Sich-Weiterentwickeln. Es geht nicht um ein Ziel; es geht um die Hinwendung der Aufmerksamkeit, der Gewahrsamkeit (und auch der Liebe, des Akzeptierens, des Verstehens) nach innen — und zwar im Jetzt. |
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| Zitat: |
Es wird hier auf diesen Seiten nichts Neues geboten, so mag eingewandt werden. Da fehlt die positive Perspektive, die Tröstung, der neue, bessere Glaube an etwas Gutes oder Schönes, so denken immer wieder einige. Sie möchten etwas Angenehmes, Beglückendes dazubekommen. Wahrheit — das ist ihnen zu hart, zu leer, einfach zu wenig. Bei näherem Hinsehen erscheint es ihnen negativ, und immer noch negativer, denn was kommt da nicht alles an Unschönem zutage, wenn man sich nur einmal ein wenig darauf einläßt.
— Gerd-Lothar Reschke —
München, 26.10.2003 |
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http://www.info3.de/ycms/printartikel_2.shtml
suchwort: selbsterkenntnis theosophisch
Für eine Wiederentdeckung des frühen Rudolf Steiner
Von Felix Hau
Siddharta Gautama hatte früh sein Leben der Suche nach Wahrheit verschrieben. Er suchte Erkenntnis um jeden Preis und fand sie schließlich - nach vielen gescheiterten Versuchen - durch Beschreiten des "mittleren Weges". Nicht Askese, nicht Überfluß - das ausgeglichene Leben in der Wirklichkeit und der Wille zur Wahrheit sind die Basis seiner Initiation gewesen. Als er sich auf den "Diamantthron" niedergelassen und eine üppige Mahlzeit genossen hatte, steigerte er seinen Erkenntnisdrang in solche Höhen, daß er die endgültige Erleuchtung erlangte. Niemand half ihm dabei, keinem ist er gefolgt; er selbst bahnte sich den Weg ins Nirvana und erkannte schließlich: "Zerstört ist die Wiedergeburt, ich führe den Wandel der Heiligkeit, getan ist, was zu tun war; nicht gibt es etwas anderes nach dieser Existenz." 2
Erst dann - als Buddha - entschied er sich für ein Leben als Bettelmönch. Er verkündete die vier edlen Wahrheiten als Zentrum der buddhistischen Lehre (dharma) und gründete den ersten Mönchsorden (sangha). All dies tat er in der Absicht, jedes Wesen vom Rad der Wiedergeburt zu befreien; er zeigte einen - wie er glaubte - allgemein gangbaren Weg zur Erleuchtung auf. 3 Was dabei leicht übersehen wird, ist die Tatsache, daß er selbst die Buddhaschaft auf viel direkterem Wege erlangte. Er war weder Mitglied eines Ordens, noch scherte er sich darum, "Gutes" zu tun, um sein Karma zu verbessern; er folgte keinem Guru und hielt sich an keine Lehre. Siddharta Gautama war Individualist. Und nur als solcher konnte er den Weg zur Weisheit finden.
| Zitat: |
Wie Nietzsches Zarathustra seinen Gläubigen gegen deren Glauben redet, wie Buddha seinem treuesten Jünger Ananda bis zu seinem Tod begreiflich zu machen trachtet, daß Ananda ihn verlassen muß, um erkennen zu können, so hat auch Rudolf Steiner darauf hingewiesen, daß das Individuum nur dann zur Freiheit gelangen kann, wenn es sich unabhängig weiß von jeglicher Bevormundung, von jeder erdenklichen Macht, die über dem oder außerhalb des eigenen Ichs angenommen wird. Der Mensch ist erst dann frei, wenn er das Ich als ursprünglich aus sich heraus schöpferisch - als göttlich - erkannt hat.
Seiner späteren zweiten Frau Marie von Sivers schreibt er 1904 in das Mabel Collins- Buch Licht auf den Weg als Widmung: "Suche nach dem Licht des Weges! Doch suchst du vergebens, so du nicht selbst Licht wirst." 9 Im Nietzsche-Buch drückt er es so aus: "Der Mensch ist in dem Augenblicke schon schwach, in dem er nach Gesetzen und Regeln sucht, nach denen er denken und handeln soll. Der Starke bestimmt die Art seines Denkens und Handelns aus seinem eigenen Werke heraus." 10
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Liebe Gabriele,
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| Also , ich würde mal meinen, wenn ich mich selbst erkannt habe und wenn ich bereit bin, auch meine Schattenseite anzunehmen und zu liebe oder zu mögen, erst dann bin ich fähig, Feindesliebe zu üben. Das heißt, den anderen neben dir so anzunehmen, wie er ist, ebenfalls mit seinen Schattenseiten. |
Das ist völlig richtig - aber trotz allem sind wir Menschen.
Und manchmal muß man sich erst zurückziehen, sich sammeln - um dann diesen und jenen Menschen wieder mit den Augen der "Liebe" ansehen zu können.
Und schwer ist es, wenn der Andere noch nicht in dieser Liebe ist - Du also immer wieder zwar den Versuch machst und immer wieder an Deine / seine Grenzen stößt. Das geht meist an die Substanz, darum muß man dann loslassen.
Gerade kommt mir so der Gedanke in den Kopf - loslassen und Gott übergeben, denn ER wird es schon richten.
Also das eigene führungswillige Ego Gott unterstellen. Was jetzt aber nicht heißen soll - wir sollen nichts mehr tun. Nein nein - in seinem Sinne tun!
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| Deckeln wir nicht oft genug das zu, was uns an uns nicht gefällt und dann offenbart es sich an unserem Nächsten und dannmögen wir ihn nicht, weil er uns mit seinen Schattenseiten auch unsere, uns unangenehmere Seite zeigt. |
Ja - das alles gehört dazu - auf dem Pfad der Erkenntnis.
Und schön ist es doch, wenn wir es erkennen und schon mal vor uns selbst zugeben können.
Um es mal mit einem alten deutschen Sprichwort zu sagen:
"Man kann alt werden wie 'ne Kuh und lernt immer noch dazu!"
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| Liebe ist so ein großes Wort und Hass auch - wir müssen lernen, damit vernünftig umzugehen. |
An einem bestimmten Punkt angekommen - löst sich der Hass auf und dann gibt es ihn nicht mehr.
Aber das Schlimmste ist der Selbsthass, an dem so viele Menschen leiden.
Und "keiner" da, mit dem sie reden können, der ihnen vergibt - auf das sie sich selbst vergeben können. (Übrigens der eigentliche Sinn einer Beichte beim Pfarrer = Psychoreinigung.)
Wer sich selbst nicht vergeben kann - kann der anderen vergeben? Oder kann er Vergebung von anderen Menschen annehmen? Kann er darauf vertrauen, dass andere ihm vergeben können?
Liebe Grüße Engeljani
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