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Entschuldigung, so kann ich nicht diskutieren. Wenn es keinen Unterschied zwischen atma und Körper gibt, dann ist der Körper gleich atma. Dann kann sich der Körper beim Tod auch nicht von atma trennen und geht auch als Fleisch ins Jenseits. Das ist nachweislich nicht der Fall. Die andere Möglichkeit ist: atma stirbt mit dem Fleisch.
Warum stimmst du meiner Definition unter Punkt 1 nicht zu?
Wenn das Ego von "grober" Materie bedeckt wird würden alle Egoisten fett und fetter. Meinst du das ernst? |
Ok. Werner,
ich gebe dir ein Beispiel, vielleicht verstehst du dann die klare, unmissverständliche Aussage der Bhagavad-Gita.
Es ist nicht einfach zu verstehen, das geb ich zu, aber unerlässlich für einen ernsthaften Spiritualisten.
In der Bhagavad-Gita wird das Beispiel der Kutsche gegeben.
Der Wagen ist der materielle Körper, die 5 Pferde sind die 5 Sinne. Die Zügel sind der Geist (mana), der Kutscher ist die Intelligenz (buddhi) und der Fahrgast ist der atma. Die 2 Räder sind die frommen und unfrommen Handlungen. Die Pferde galoppieren um des Galoppierens Willen - ohne Ziel.
Die Zügel sind dafür da die Pferde unter Kontrolle zu halten und der Kutscher, die Intelligenz, um die Zügel zu führen und die Pferde in die richtige Richtung zu führen.
In wahrer Religion die in Sanskrit yoga genannt wird, ist es zuerst unerlässlich zu lernen die Sinne (Pferde) zu beherrschen.
In der Bhagavad-Gita werden verschiedene Arten von Yoga erklärt. Und die höchste Art des Yoga wird Bhakti-yoga genannt. Dann wenn der Spiritualist alle weltliche Religion (Dharma) hinter sich lässt, und sich dem Höchsten Herrn ergibt in dem er seine Sinne, seinen Geist und seine Intelligenz in den Dienst des Höchsten Herrn stellt.
Tut er dies, erreicht er die Stufe von brahma-bhuta und ist erlösst von allem Übel - er ist auf dem sicheren Pfad der zur Vollkommenheit führt.
Hat er die Vollkommenheit erreicht, kehrt er zurück in die transzendentale Welt.
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| Ich kann schon wieder nicht folgen. Du bewirfst mich mit tausend Begriffen, die jeder für sich hinterfragt werden müsste. Was ist das "Bewußtsein", was die "Bedeckung" (genau), was ist ein "Naturgesetz". |
Bewusstsein ist das Symptom des atma.
Bedeckung ist die fälschliche Identifikation des "Fahrgastes" mit der Kutsche (Kutscher+Wagen+Zügel+Pferde etc.).
Naturgesetz, ist ein Gesetz das uns von der Natur aufgezwungen wird - ob wir es nun wollen oder nicht.
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| Ich bleib mal dabei: Jedes Gesetz hat einen Gesetzgeber. Die Natur kann sich keine Gesetze geben. Was wir "Naturgesetze" nennen ist im Grunde genommen ein Teil der "Göttlichen Ordnung", denn der hat sie so eingerichtet, dass die "Natur" sich nicht selbst vernichtet und stets ein Ausgleich da ist. Würde der Mensch nicht unqualifiziert eingreifen hätten wir ein Paradies auf Erden. |
Die materielle kosmische Schöpfung ist vergleichbar einer Maschine. Die Persönlichkeit Gottes erschafft sie, setzt sie in Betrieb und braucht sich nicht weiter darum zu kümmern. Denn alles wird durch seine Energien in perfekter art und weise kontrolliert.
Ein Paradies im ewigen Sinne ist im materiellen Kosmos nicht möglich. Denn hier herrscht die Ordnung ---> Schöpfung - Erhaltung - Vernichtung ---> Leidenschaft - Tugend - Unwissenheit
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| zu 4.) Ich lese zwar viel, kann aber die Antwort nicht finden. Hat das atma einen Anfang oder ist es Gott selbst und unendlich? |
Das atma ist ein abgesondertes, fragmentarisches Teilchen des Höchsten Herrn der der Höchste und Grösste atma ist. Der Höchste Herr hat unzählige persönliche Erweiterungen von denen jede gleich allmächtig und allwissend ist. Gleichzeitig gibt es abgesonderte, fragmentarische winzig kleine Erweiterungen (atma) des Herrn ("Seine Kinder"). Durch seine persönlichen Erweiterungen unterhält der Herr mit dem atma eine liebevolle Beziehung. In der spirituellen Welt findet diese auf direktem Weg statt. Es werden grundsätzlich 5 verschiedene Beziehungen die der atma mit dem Höchsten Herrn unterhalten kann, unterschieden.
Auf der materiellen Ebene wird etwas das man anfängt zu teilen, kleiner.
Aber die Höchste Persönlichkeit Gottes ist das Summum Bonum, obwohl Er sich in unzählige persönliche und fragmentarische Teile erweitert, bleibt er unverändert. Nur weil von Gott viele unermessliche Energien ausgehen wird Er deswegen nicht schwächer, Er wird deswegen nicht weniger. Er bleibt Allmächtig, Allwissend und der Eigentümer von allem.
Alle Teile sowohl die persönlichen (Gott in Person) als auch die abgesonderten (atma) sind schon immer existierend, es gab nie eine Zeit wo sie nicht existierten. (siehe BG 2.20)
Der kleine abgesonderte Teil Gottes, der atma ist nicht Gott aber göttlich.
(siehe Vergleich "Meer und Meerwassertropfen" oder Sonnenplanet und Lichtpartikel)
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Zitat: "Auf diese Weise ist der atma im Kreislauf von Geburt und Tod gefangen. Einmal geht’s rauf und dann wieder runter, vergleichbar einem Riesenrad auf dem Kirmes. Bis er die Vollkommenheit erlangt und in die transzendentale Welt zurückkehrt. Hat der atma einmal die Erfahrung der materiellen Welt gemacht, ist er nicht mehr daran interessiert sich vom Herrn zu trennen."
Was denn nun, Trennung oder Nichttrennung? |
Der atma ist nie vom Höchsten Herrn getrennt.
Getrenntheit existiert nur durch unsere Bedeckung - dass wir die Dinge getrennt sehen von Gott, der der Geniesser und Besitzer ist von allem.
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Ich denke wir einigen uns darauf, dass die Erde zur Ausbildung des Individuums da ist und dass es ein Weiterleben nach dem Tode gibt mit dem Ziel: In der Nähe Gottes sein zu können.
Ist das ok für dich? |
Die Welt ist nicht dazu da, dass wir sie verändern, sondern das sie uns verändert.
Wir sind immer "eins" mit Gott, wir müssen es nur erkennen.
Das Individuum muss nicht ausgebildet werden, es muss sich lediglich selbst wieder erkennen ---> Re-Ligio = RückVerbindung; wir sind schon immer existent und verbunden mit dem Herrn, aber durch unsere Unwissenheit (unsere Bedeckung) haben wir es vergessen.
Gruss
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