Die Sonne als Gleichnis für Gott


Hallo! Mein erster Forumsbeitrag soll sich gleich mal um
die Sonne drehen

Über die Sonne als Gleichnis...

...hatte ich heute so meine Gedanken.
Die Sonne gilt zumindest in der Bahai-Religion, ja oft als Symbol/Metapher für Gott -
- so wie sie die sichtbare Lebensgrundlage bildet,
hängt auch alles geistige Leben von Gott ab.

Wie kann man sich jetzt aber die Eigenschaften der Sonne erklären,
die sie gefährlich machen (Hitze, Dürre, Hautkrebs,
Verbrennung)?
Mein Ansatz wäre ja: so wie man Gott nicht wirklich nahe
kommen kann, ohne sein Selbst aufzugeben,
kann man sich auch physisch der Sonne nicht nähern,
ohne zu verbrennen.

Und dass die Sonnenstrahlen immer gefährlicher werden,
ist ja menschverschuldet durch die Umweltveränderung.
vielleicht: der Mensch lebt heute nicht nach den ihm anstehenden Geboten?
Was denkt ihr euch dazu?
(Vielleicht hab ich nen Sonnenstich, was?
Naja, hab heute wirklich mal den ganzen Tag
die schöne wärmende Sonne
genossen).
Lg, Anke

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"Religion ist Wirklichkeit, und die Wirklichkeit ist nur eine", Abdul-Baha
Hierbei sei kurz angemerkt, dass der älteste Monotheismus der Welt - Echnatons Eingottglaube - die Sonne (Aton) als alleinigen Herrscher propagierte.
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Keine Religion ist höher als die Wahrheit


HPB
Zitat:
Echnaton

na das wäre doch der perfekte Einstieg für Thomas

@anke biehl

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Lieben Gruss
Gaby
--
Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Hi anke biehl,

Lieber Gott lass die Sonne wieder scheinen, für die Großen - für die Kleinen und für mich - war ein Kinderlied im Kindergarten bei uns!

Und Chris Roberts sang in meiner Jugendzeit - Hab Sonne im Herzen!

Und sun und son - kennen wir in der Englischen Sprache.
JESUS als Sohn Gottes ist doch auch die Sonne Gottes!

Ich wünsche einen Sonnigen Tag mit Gott!

biogral-micha
Hallo anke biehl,

Zitat:
Über die Sonne als Gleichnis...

...hatte ich heute so meine Gedanken.
Die Sonne gilt zumindest in der Bahai-Religion, ja oft als Symbol/Metapher für Gott -
- so wie sie die sichtbare Lebensgrundlage bildet,
hängt auch alles geistige Leben von Gott ab.


In der vedischen (alt indischen) Kultur gehört der Sonnengott, Surya, zu den vier wichtigsten Persönlichkeiten (neben Vishnu, Shiva u. Brahma) der Verehrung.

Über die Schöpfung wird erklärt, das Shri Vishnu die unmanifestierte materielle Energie, pradhana, überblickt und durch diesen Blick die Seelen in die materielle Welt versetzt werden. Durch diesen Blick manifestiert sich die gesamte Schöpfung.

Das Sudarshan-cakra ist der Blick des Höchsten Herrn (Shri Vishnu), durch den er die gesamte materielle Welt erschafft.

Die Leuchtkraft der Sonne ,Sterne und des Feuers hat ihren Ursprung im Sudarshan-cakra (Srimad Bhagavatam 9.5.7)

Su-darshan bedeutet "Glückverheissendes-sehen".

In der Bhagavad-gita wird die Sonne auch als Beispiel Gottes herangezogen.
Die gleissende Ausstrahlung der Sonne, der Sonnenschein, wird mit dem unpersönlichen Brahmajioti verglichen (der gleissenden Ausstrahlung die vom Körper der Höchsten Persönlichkeit Gottes ausgeht).
Die Sonnenscheibe, die sich in allem widerspiegelt, wird mit Kshirodakashay-Vishnu, verglichen (der alldurchdringenden Überseele - dem Heiligen Geist).
Der Sonnengott Surya selbst, die Persönlichkeit die die Sonne (ihre Energieen) beherrscht, mit der Höchsten Persönlichkeit Gottes, Shri Krishna.

Zitat:
Wie kann man sich jetzt aber die Eigenschaften der Sonne erklären,
die sie gefährlich machen (Hitze, Dürre, Hautkrebs,
Verbrennung)?


Ohne die Sonne (Sudarshan-cakra) gäbe es kein Licht und keinen Schatten. Die Sonne ist sowohl der Ursprung von Licht als auch von Dunkelheit. Es gibt keine Existenz die abgesondert ist von Gott.
Und was die "negativen Nebenerscheinungen" betrifft. Diese Welt ist nicht für den ewigen Aufenthalt (Paradies) gedacht.

Zitat:
Mein Ansatz wäre ja: so wie man Gott nicht wirklich nahe
kommen kann, ohne sein Selbst aufzugeben,
kann man sich auch physisch der Sonne nicht nähern,
ohne zu verbrennen.


Die Veden unterscheiden zwei Arten von Selbst, ahankara, das falsche Ego, und svarupa das wahre, ewige Selbst, des individuellen Lebewesens.
Um in das Brahman, den unpersönlichen Aspekt Gottes ("Sonnenschein"), einzugehen, musst du ahankara aufgeben und svarupa "ignorieren".

Und um hinter den "Vorhang" des gleissenden Brahmajioti/Brahman zu kommen musst du ahankara aufgeben und svarupa erkennen.

Zitat:
Und dass die Sonnenstrahlen immer gefährlicher werden,
ist ja menschverschuldet durch die Umweltveränderung.
vielleicht: der Mensch lebt heute nicht nach den ihm anstehenden Geboten?
Was denkt ihr euch dazu?


Das bedingte Lebewesen, handelt innerhalb der Dualität (Licht/Schatten).
Nicht das Licht wirft den Schatten, sondern derjenige der sich dazwischen stellt. Und doch hat alles Erschaffene (Licht, Schattenerzeuger) seinen Ursprung im Schöpfer.
Die "anstehenden Gebote", sind in ihrer höchsten (reinen) Form laut Shri Krishna in der Bhagavad-gita;

"sarva-dharman parityajya mam ekam sharanam vraja ....."

Gib alle Arten von Religion auf, und ergib dich einfach Mir. Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht. (BG 18.66)

Wenn wir all unser Denken, Wünschen, Sprechen und Handeln nach den Wünschen der Höchste Persönlichkeit Gottes (den Ursprung des Sonnenlichts) ausrichten, sind wir jenseits aller Dualität und Befreit/Erlöst.

Gruss

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