|
|
|
Hallo jivatma
Der Dank geht an den Dankenden.
| Zitat: |
Die Definition von Gott in den Veden lautet:
Gott ist der Ursprung allen Ursprungs und die Ursache aller Ursachen.
Womit bewiesen ist, dass wir NICHT Gott sind. |
Deine Definition betrifft einen der "Götter", nämlich den ersten: (Maha) Vishnu (oder: die Erste „Persönlichkeit“ Gottes.
Unser Ziel ist es aber Gott, der Eine; Seine Sphäre zu berühren –
eine Möglichkeit nur durch das Aufgeben JEDER VOR-STELLUNG. Gott ist d. Ungeteilte „bei“ dem es weder „weder – noch“ noch „sowohl - als auch“ zu denken gibt. (Nur die Vor-Stufe dazu beinhaltet beides.)
Deshalb unser Streben unsere Mühe, Hindernisse zu entfernen.
Dieser Gott ist es, von Dem selbst Vishnu seine Macht erhält.
Bei, in Vishnu (sowohl dem primären und auch dem sekundären) tritt uns bereits Zweiheit, Polarität entgegen.
Auch wenn nun Gott alles ist was existiert, so ist der Umkehrschluss „Alles ist Gott“ nicht zulässig.
Unsere Vorstellung von ALLEM ist IMMER ungenügend und alleine daher wäre solche Äußerung Vermessenheit.
Selbst die Höchsten vermögen es nicht, sich Gott vorzustellen. Immer ist es Gott der Sich "vorstellt"! (Was wiederum nicht bedeutet, dass alles was man sich vorstellt Gott ist )
Nicht ist der Mensch (das Lebewesen, die Materie, der Geist, … oder sonst irgendetwas oder irgendwer) qualitativ schon und quantitativ nicht Gott.
Gott ist „über“ den qualitativen und quantitativen Vergleich erhaben.
Weder ist die Summe der Teile der Eine, noch ist die ewigliche Potenz aller Wesen, ER (oder Sein Wesen). Solcher Vergleich mag in Gebrauch stehen für Brahma und in etwa für den ersten Vishnu – so doch nicht für den Einen – der jenseits ALLER begrifflichen Erfassung steht und mit/durch allein Worte und Verstand nicht erreicht werden kann. Die Begründung für diese begrenzte Zulässigkeit liegt darin, dass prakrti, die Materie – eine Energieform Vishnus, die ursprüngliche Substanz und Endform des Universums ist. Maha Vishnu ist der „Hintergrund“ der Materie, welche durch die Wirkung von kala (Zeit) Form annimmt.
Gott schafft durch seinen ewigen Willen, durch Sein VORSTELLEN (dieses VOR-STELLEN ist somit gleichzeitig die Offenbarung Seiner Selbst, wie dessen Verhüllung).
Dies, weil Gott also Alles ist und Gott sich Selbst durch Seinen Willen „vorstellt“ – so ist doch dieses reale (Ab)Bild, diese Vision, dieser Traum – zwar so wirklich, dass wir uns eine andre Wirklichkeit nicht vorstellen können – doch nicht Gott, der „über allem und alles Erhabene“.
Die Definition von Gott in den Veden lautet:
Gott ist der Ursprung allen Ursprungs und die Ursache aller Ursachen.
Womit bewiesen ist, dass wir NICHT Gott sind.
Natürlich sind wir NICHT Gott.
Doch Deine Aussage, Deine Interpretation der Schrift, dass Lebewesen EWIG (empfinden) wären – verführt, veranlasst so zu denken. Daher versuche ich diese VOR-STELLUNG zu vernichten, zu beenden.
Denn NICHTS ist EWIG, denn Gott selbst.
Auch wenn man nun korrekterweise sagt, die Lebewesen wären Emanationen Seines ewigen Willens, so bedeutet dies nicht – dass diese mit dem Attribut der Ewigkeit behängt wären.
Denn Ewigkeit bedeutet, OHNE Anfang ohne Ende seiend und dieses Attribut kommt einzig und allein Gott, dem Erhabenen zu.
Alle Emanationen, Lebewesen wurden in der Zeit erschaffen (Zeit hat Ende und Anfang), auch wenn ihre Anlage, ihre potentielle Erschaffung (die man fast, aber eben nur fast mit ihrem individuellem Wesen, Persönlichkeit gleichsetzen könnte) vor aller Zeit im ewiglichen Willen Gottes ist.
Und als Letztes:
vishnu-tattva=Gott (Haupterweiterungen)
Die HaupterweiterungEN = Vishnu – Brahma – Shiva sind eben NICHT Gott – sondern höchstens als Persönlichkeiten Gottes zu verstehen, mit jeweils Anteil an Transzendenz und Immanenz.
(Selbst wenn Gott sich Selbst imaginiert - und dieses Imago alles Recht auf die REALITÄT auf sich vereint - ist es doch nicht D. REALE.)
GOTT Selbst = ungleich einer oder der Summe aller Seiner Persönlichkeiten oder Abbilder, Spuren Seines oder deren Wirkens in pradhana und mahat tattva.
Noch eine Empfehlung:
Wenn Du Dich schon in den Zweigen der vedischen Schriften verlierst, möge Dir der Genuss der süssen Frucht des Srimad Bhagavatam zufallen und zum Wohle sein.
|
|
|