Angst vor dem Tod und was fühle ich dann?


Hallöle,

mich beherrscht seit geraumer Zeit immer und immer wieder der gleiche Gedanke. Immer wenn ich zur Ruhe komme (meistens wenn ich im Bett liege und versuche zu schlafen) überkommt mich dieses beklemmende Gefühl. Ich stelle mir dann vor wie es wohl ist wenn ich Tod bin. Jetzt ist ja alles Real in meiner Welt und ich kann alles tun. Aber was fühle ich wenn ich nicht mehr da bin. Ich weiß gar nicht wie es euch beschreiben soll. Einfach die Angst nicht mehr da zu sein und ich es wohl erlebe nicht mehr da zu sein macht mir ganz viel Angst. Immer wieder habe ich diese Angstattacken. Mittlerweile geht es schon soweit das ich mir vorstelle wie es wohl ist in einem Sarg zu liegen. (kommt wohl daher das ich meinen Vater erst vor einem halben Jahr verloren habe und gesehen habe wie man ihn einsargt). Bin jetzt 40 Jahre alt aber es war der erste Tote den ich gesehen habe. Aber diese Angst die ich anfangs erwähnte habe ich schon ganz schön lange. Aber ich versuche nun hier mal darüber zu reden und auch vielleicht meine Angst zu verlieren. Denn ich habe ständig Angst vor einer einer ruhigen Stunde, Angst das mich die Gedanken wieder einholen.
Hallo Kariiin,

> Ich stelle mir dann vor wie es wohl ist wenn ich
> Tod bin.

Das ist unterschiedlich und hängt vor allem davon, ab welche tiefsitzenden Vorstellungen wir haben. In der Regel ist es aber befreiend, weil du auf dein gesamtes Wissen, auch aus deinen anderen Leben, wieder Zugriff hast. Und da die andere Seite eine Realität ist, in der Gedanken zu Dingen werden, gibt es dort jede denkbare Gelegenheit, sich erst einmal von der physischen Existenz zu erholen.

> Jetzt ist ja alles Real in meiner Welt
> und ich kann alles tun.

Das scheint nur so. Zum einen ist die Welt nicht ganz so real, wie wir das meinen, zum anderen sind wir in unseren Handlungen gegenüber der nichtphysischen Existenz schon deutlich eingeschränkt.

> Aber was fühle ich wenn ich nicht mehr da bin.

Das ist individuell verschieden. Aber die Liebe spielt eine wesentliche Rolle. Die zu dir selbst und zu allen anderen.

> Einfach die Angst nicht mehr da zu sein und ich
> es wohl erlebe nicht mehr da zu sein macht mir
> ganz viel Angst.

Es gibt keinen Grund, davor Angst zu haben. Die Situation ist ähnlich, als ob du in einem Kinofilm sitzt und Angst davor hast, das Kino wieder zu verlassen. Der Film war nur so spannend, daß du nicht mehr weißt, wie es draußen war und nun hast du Angst vor dem Unbekannten, was da auf dich zukommt, wenn der Film fertig ist.

> Mittlerweile geht es schon soweit das ich mir
> vorstelle wie es wohl ist in einem Sarg zu liegen.

Darüber brauchst du dir keine Gedanken zu machen, weil *du* nicht in einem Sarg liegen wirst. Im Sarg liegt nur dein dann abgelegtes 'Transportmittel' deines letzten Besuchs hier.

> (kommt wohl daher das ich meinen Vater erst
> vor einem halben Jahr verloren habe und
> gesehen habe wie man ihn einsargt).

Bei mir war das vor gut einem Jahr. Mir war aber immer bewußt, daß es nur die körperliche Hülle war. Er selbst hat einige Zeit gebraucht, um sich zu erholen, aber ich weiß, daß es ihm gut geht.

> Denn ich habe ständig Angst vor einer einer
> ruhigen Stunde, Angst das mich die Gedanken
> wieder einholen.

Es macht schon Sinn, wenn du dich mit dem Thema beschäftigst, denn nur so kannst du das Unbekannte, das dir Angst macht, in etwas bekanntes umwandeln und davor mußt du ja keine Angst mehr haben. Beschäftige dich doch mal mit Raymond Moody oder Elisabeth Kübler Ross. Das Thema Reinkarnation ist auch ein sehr interessantes Feld. Und halte dich fern von Religionen.

Wenn du eigene Erfahrungen machen willst, kannst du bspw. eine Regression machen - eine Rückführung in frühere Leben. Allein die Tatsache zu erfahren, daß man schon einmal gelebt hat, nimmt einem schon sehr viel Angst vor dem Tod. Ansonsten gibt es auch Möglichkeiten, die nichtphysische Existent selbst zu erforschen.
Hallo Joan,

danke für deine ausführlichen Darstellungen. Hat mich doch sehr beeindruckt was du geschrieben hast. Trotzdem kann ich doch meine Gedanken durch all das nicht beeinflussen. Fakt ist doch das ich meine Einstellung zum Tod ändern muß, oder?
Hatte letztens in einem Tagesblatt was gelesen über Menschen die beweisen können das sie schon einmal gelebt haben. Das beruhigt, aber weiß ich das es stimmt oder das es sowas gibt. Das heißt also ich muß es selbst versuchen. Aber selbst davor hätte ich zur Zeit Angst.
Aber allein mit jemandem (oder auch Gleichgesinnten) darüber zu sprechen, macht mich schon mal etwas ruhiger. Komischerweise hatte ich gestern mal keine unruhigen Gedanken. (viell. war ich auch zu müde).
Ich möchte ja daran glauben, das ich keine Angst haben muß, aber ich weiß einfach nicht wie ich es anstellen soll.
Werde mal deinen Rat befolgen und mir das ansehen was du mir geraten hat, vielleicht hilft es mir ja.
Noch eine Frage: Wie kann ich meine nichtphysische Existenz selbst erforschen?
HAllo
>Fakt ist doch das ich meine Einstellung zum Tod ändern muß, oder?
Das ist eigentlich ganz alleine deine entscheidung. ICh persönlich habe überhaupt keine Angst, weil ich bedingungslos an Gott glaube, aber keine genaue Kirche vertrete.
>Ich möchte ja daran glauben, das ich keine Angst haben muß, aber ich weiß einfach nicht wie ich es anstellen soll.
ICh glaube da kann dir niemand helfen, sie vollständig loszuwerden, aber vielleicht hilft dir das der MEnsch an sich eigentlich unbedeutend ist, und wer sollte dann einem so unbeduetenden irgendetwas schlimmes antun? Alos von daher.*g*
>Wie kann ich meine nichtphysische Existenz selbst erforschen?
Deine nicht physische existenz.das sind eigentlich scho die gedanken g´deine gefühle usw.
Vielleicht hilft dir Meditation. Hab ich selber auch gemacht, ist echt klasse.
Hi,
es leuchtet mir alles ein und ich weiß das ich für mich was tun muß, sonst gehe ich ein. Vielleicht hast du recht und ich versuche es mal mit Meditation. Auf jeden Fall mal vielen Dank. Bin froh das ich mal darüber reden kann.

DANKE
Hallo Kariiin,

> Trotzdem kann ich doch meine Gedanken durch all das nicht
> beeinflussen. Fakt ist doch das ich meine Einstellung zum
> Tod ändern muß, oder?

Ja. Aber das ist eine zwangsläufige Folge, wenn du dich näher mit dem Thema beschäftigst. Die Angst vor dem Tod resultiert ja vor allem daraus, daß wir nichts darüber wissen und das Thema so weit wie möglich verdrängen. Sobald man Licht in dieses Dunkel bringt, ändert sich auch die Einstellung dazu.

> Hatte letztens in einem Tagesblatt was gelesen über Menschen
> die beweisen können das sie schon einmal gelebt haben.

Das ist eine zweischneidige Sache, weil man es einfach glauben muß. Beweisen kann es sich nur der einzelne selbst. Es gibt da ein schönes Buch, das ich dir dazu empfehlen kann:

"Als ich Carroll Beckwith war"
von Robert L. Snow
Heyne Verlag
ISBN: 3453181018

Das Buch ist ein Tatsachenbericht von einem Polizisten, der nur einer Freundin zuliebe eine Rückführung mitgemacht hat. In der Rückführung sah er sich als Maler. Trotz aller Skepsis begann er als Kriminalist dann doch mit der Spurensuche, fand aber erst nichts. Irgendwann fand er dann erst Anzeichen, daß es diesen ziemlich unbekannten Maler doch gegeben hatte, er fand Bilder von ihm, die er auch bei der Rückführung gesehen hatte und fand im Lauf der Zeit so ziemlich alles bestätigt. Im Buch gibt es sogar ein Foto, bei dem er vor seinem 'eigenen' Grab steht.

> Das heißt also ich muß es selbst versuchen. Aber selbst
> davor hätte ich zur Zeit Angst.

Das kann ich verstehen. Aber es reicht schon, wenn du die feste Absicht hast, das selbst zu versuchen. Du wirst sehen, daß du die richtigen Informationen 'zugespielt' bekommst - halte einfach mal Augen und Ohren offen.

> Komischerweise hatte ich gestern mal keine unruhigen Gedanken.
> (viell. war ich auch zu müde).

Prima!

> Ich möchte ja daran glauben, das ich keine Angst haben muß,
> aber ich weiß einfach nicht wie ich es anstellen soll.

Du darfst dich nur nicht von deiner Angst leiten lassen, das führt zu nichts außer noch mehr Angst. Fasse einfach die feste Absicht, deine Angst loszuwerden und vertrau darauf, daß das Universum dir den richtigen Weg zeigt und die richtigen Mittel an die Hand gibt.

> Werde mal deinen Rat befolgen und mir das ansehen was du
> mir geraten hat, vielleicht hilft es mir ja.

Ich denke, das Buch oben ist ein guter Einstieg. Ich fand es sehr beeindruckend.

> Noch eine Frage: Wie kann ich meine nichtphysische Existenz
> selbst erforschen?

Das ist nicht sonderlich schwer, erfordert aber ein wenig Übung. Leider sind die meisten Informationen in dieser Richtung auf Englisch. Wenn du das kannst, schau mal bei Bruce Moen vorbei. Er hält Kurse, in denen er das den Leuten beibringt und - wichtig - in denen die Teilnehmer auch Beweise sammeln, daß das, was sie da erlebt haben, tatsächlich real war - indem sie überprüfbare Informationen erhalten, die sie mit Sicherheit nicht wissen konnten. Wenn das Englische kein Hindernis ist, würde ich mich mal durch seine Webseite lesen: http://www.afterlife-knowledge.com/faq.html

Es gibt dort auch ein Forum, in dem sich die Leute austauschen, die so etwas machen. Mir liegt sein Stil, weil er an die ganze Sache völlig ohne esoterischen Ballast oder religiöses Beiwerk herangeht und das ganze ziemlich nüchtern betrachtet.
Hi Joan,

ich danke dir von Herzen für die vielen Worte die du für mich gefunden hast. Es tut so unwahrscheinlich gut zu wissen nicht alleine mit seinen Problemen da zustehen. Ich hatte bis vor einem Jahr noch mir niemandem über meine Ängste gesprochen. Das erste Mal mit meiner Freundin, aber die konnte mich irgendwie nicht verstehen was ich meine. Auch meine Mutter verstand mich nicht. Bin froh das mir die Idee mit dem Internet kam. Danke nochmal für alles. Das Buch werde ich mir bestimmt besorgen. Ich werde mich mit Sicherheit wieder bei dir melden um dir zu erzählen wie es mir ergangen ist. Ich hoffe das ist ok für dich. Nochmals vielen vielen Dank. Ich fühle mich schon ein Stück leichter.