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Liebe Freunde,
ich hab' mich jetzt durch Eure 8 Seiten Beiträge geklickt - und stelle fest: Es lohnt sich durchaus, die Diskussion in Gang zu halten. Allerdings sollten wir ein wenig differenzierter an die Sache heran gehen:
Die gegenwärtige Lage der Welt ist - gelinde gesagt - "schwierig". Doch trotz aller Bedrängnisse, die die Nationen und Kulturen der Welt heimsuchen, lässt sich ein mindestens 90%iges Streben der Weltbevölkerung nach Frieden feststellen. Israelis und Palästinenser streben mehrheitlich eher zu Frieden und zu guter Nachbarschaft, als zum Krieg und zum Terror. Die Mehrheit der arabisch-stämmigen Bevölkerung des Sudan lebt lieber friedlich mit der Minderheit der afrikanischen Bevölkerung zusammen. Nach Jahrzehnten des Krieges unter wechselnder Herrschaft will die Mehrheit der Afghanen Frieden für das Land und auch im Irak ist die Mehrheit der Bevölkerung für ein friedliches Zusammenleben der kulturellen und religiösen Gruppen untereinander.
Der Friedenswille der Mehrheit wird aber durch die kriegerische Radikalität der Minderheit auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Und es ist eine Eigenart unserer Zeit, die Schlagzeile des Krieges lieber zu verbreiten, als der Nachtigal des Friedens zuzuhören.
Frieden und Harmonie unter den Völkern der Welt kann erst entstehen, wenn wir darum bemüht sind, den letzten Funken des Vorurteils in unserem Herzen zu löschen. Und obwohl wir hier in diesem Thread uns eigentlich lange und gut kennen, tauchen gelegentlich immernoch Vorurteile auf, die die Diskussion dann eben etwas schwierig gestalten.
Eines dieser Vorurteile ist es, dass der Islam eine "gewalttätige Religion" sei - Islam ist, wie bereits mehrfach erwähnt wurde, die "Unterwerfung unter den Willen Gottes". Und aus den letzten, zeitlich etwa 10.000 Jahre anzusiedelnden Erfahrung mit dem Willen Gottes (bekanntgemacht durch seine Propheten und Offenbarer) wissen wir, das dem Schöpfer aller Welten Frieden und Wohlergehen seiner Schöpfung am Herzen liegt und nicht Krieg und Zerwürfnis.
Sich "dem Willen Gottes" zu unterwerfen hat für jeden Menschen eine andere Bedeutung. Der Christ unterwirft sich dem Willen Gottes, wenn er die Regeln der Bergpredigt erfüllt. Der Muslim unterwirft sich dem Willen Gottes, wenn er die Regeln im Qur'an erfüllt. Der Jude unterwirft sich dem Willen Gottes, wenn er die Regeln der Thora einhält. Und obwohl dem Buddhismus die Unterwerfung unter den Willen Gottes als Glaubensinhalt fremd ist, so unterwirft er sich dennoch, wenn er sich von dem Verhaftet-Sein der materiellen Welt löst und seinen Geist für die Segnungen der geistigen Welten öffnet. Sinn aller Religionen ist und war es, den Menschen Wege aufzuzeigen um den Willen Gottes zu erfüllen - und dabei die Menschen an den Segnungen der geistigen Welten teilhaben zu lassen.
Nun haben wir Menschen zwar die "Leitfäden" um eine ständig fortschreitende Kultur und Zivilisation zu erreichen - leider aber lesen wir aber unsere "Leitfäden" nicht oder nicht genügend. Bhagavad-Ghita und die Lehren des Buddha, Thora und Neues Testament, Qur'an, Bayan und Kitab-i-Aqdas zeigen eine Fülle von Wegen auf, um eine wahrhaft friedliche und weltumfassende gemeinsame Kultur zu erreichen. Doch uns Menschen reicht das nicht; wir stricken uns selbst noch was dazu.erheben letztlich unser "Selbstgestricktes" zur Lebensmaxime, und da jedes Volk, jede Kultur ihr "Selbstgestricktes" zur Allgemeinverpflichtung erhebt, haben wir eben den derzeitigen Zustand: 90% der Menschen wünscht Frieden und Harmonie - und 10% der Kriegstreiber bestimmen den Lauf der Welt.
Lasst uns doch einfach diese Kriegstreiber ignorieren! Lasst uns doch ganz einfacher die Polemik dieser Kriegstreiber durchschauen! Wenn ein Präsident, ein König, ein Herrscher "seine" Religion als Rechtfertigung für Mord und Terror nimmt, dann lasst uns doch einfach "seine" Religion hinterfragen. Jesus hat nichts von Präventivschlägen, von Mord an Frauen und Kindern erzählt; Moses brachte das Gebot Gottes "Du sollst nicht töten" - und wenn ein Herrscher dieser Welt Jesus und Moses so offenkundig ignoriert, den Weltbürgern aber etwas von "Heiligen Pflichten" erzählt und sich bei "innigem Gebet" in einer Synagoge oder einer Kirche fotografieren lässt - dann wissen wir, das dieser Führer der Nation nichts mit dem von ihm postuliereten Glauben zutun hat. Jesus hat keinen Krieg gegen Muhammad gepredigt!
Und wenn ein anderer Herrscher oder Führer glaubt, das Paradies auf Erden alleine dadurch zu verwirklichen, das er seine eigenen Regeln aus den Heiligen Büchern ableitet und diese zum Zwang für seine Mitmenschen erklärt - dann nutzt es nichts, wenn er sich 5 mal am Tag nach Mekka verbeugt, es nutzt nicht wenn er den Namen seines Propheten 10 mal im Munde führt. Wenn dieser Führer oder Herrscher die Botschaft des Frtiedens nicht verstanden hat, so hat er nicht die Berechtigung, die Vollmacht im Namen des friedensstiftenden einzigen Gottes aufzutreten. Muhammad hat auch keinen Krieg gegen Jesus gepredigt!
Wir müssen lernen zu differenzieren - zwischen denjenigen der Menschen, die die Worte der Offenbarer und Propheten im Munde führen, aber ihre Hände mit Blut beflecken. Und denjenigen, die den Geist der Offenbarer und Propheten in ihren Herzen bewahren und die sich darum bemühen, Liebe unter den Menschen zu säen.
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