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Schiiten und Sunniten












@Zaf-Ad

Es gab noch eine dritte Gruppe. Die "Wollenen" oder die Sufi.
Sie werden auch als Freunde bezeichnet.

Der Prophet hat keinen Nachfolger bestimmt! oder Angaben darüber gemacht, wie es nun Organisiert sein soll.

Deshalb gibt es Streitereien über Rechtmässigkeit und Organisation.

Somit sehe ich auch keine Rechtmässigkeit in den Nachfolgern.

Solange ein Imam sich an der Koran hält soll es mir recht sein.
Wehe aber, wenn er etwas dazu eigenes erfindet oder von sich auch etwas ergänzt.
Den klage ich vor Gott an!

Wehe einem Gottesmann der andere wahre Gläubige als "Kafir" bezeichnet!
Den klage ich vor Gott an!

Wehe einem der die Form anstelle des einen Gottes gesetzt hat!
Den klage ich vor Gott an!

Zitat:
Ich für meinen Anteil meine: Hauptsache Koran mal sicher einhalten. Koran allein


Das ist auch meine Haltung.

Gruss
Nasruddin
Boah, ehrlich, ist das kompliziert! - Täusche ich mich, oder wird in der einen Gruppierung die Leitung wie in einem Familienclan weitergegeben? - Blicke da nicht so ganz durch!

Gruß
@positiv

Sag mal tust Du nur so oder siehst Du es wirklich.

Hier haben wir "Blaublütige Menschen", die Ihre Rechtfertigung für Ihre Herrschaft von "Ihro Gnaden" von Gott ableiten!

Und das der Ursprung und Ahnen mancher dieser Adeligen aber "Raubritter" waren?

Und nun Ihre schwächlichkeiten mit Edelmut und Stolz verdecken?

So ähnlich ist es mit den Menschen allüberall. Jeder Leitet von irgendwas die Rechtmässigkeit seines Tuns her. Und möchte es seinen Abkömmlingen weiter geben....

Also ist es genauso komplex wie die Menschen und genauso einfach wie die Menschen.

So gibt es einen Koran und wenn die eine oder danach die andere Partei die Oberhand gewinnt, für eine gewisse Zeit , dann sorgt die ausgleichende Gerechtigkeit irgendwann wieder dafür dass das Pendel andersweitig umschwingt. Der Koran liefert für alle Seiten deren Argumente. Aber nur für eine gewisse Zeit.........

Es Lebt und ist nicht fassbar!

Gruss
Nasruddin
Zitat:
Boah, ehrlich, ist das kompliziert! - Täusche ich mich, oder wird in der einen Gruppierung die Leitung wie in einem Familienclan weitergegeben? - Blicke da nicht so ganz durch!


Die Schiiten sahen Ali, als Vetter und Schwiegersohn (er war mit Fatima, der einzigen Tochter Mohammeds verheiratet) von Mohammed als dessen Nachfolger für die Führung der Gemeinde an. Schiiten sagen auch das Mohammed dies auf seiner letzten Pilgerreise öffentlich verkündigt hätte. Ali stellte auch gleich zu beginn nach Mohammeds Tod diesen Anspruch. Eine Konklave wählte jedoch drei andere Kalifen vor ihm, bis dann Ali der 4. Kalif wurde. Aus politischen Gründen gingen dann die Umayyaden gegen ihn vor, zuerst nicht erfolgreich, in der 'Kamelschlacht' unterlagen sie. Schließlich kam es zu einer weiteren Schlacht, nämlich der Schlacht von Siffin, wo es gut für Ali stand, dieser sich aber auf Verhandlungen einließ. Ab da musste er dann Fanatiker aus den eigenen Reihen bekämpfen, die Charidschiten, was ihn trotz eigentlichen Sieg davon abhielt die Umma unter seine Kontrolle zu bringen. Schließlich wurde Ali von einem der besagten Charidschiten ermordet. Der zweite Imam der Schiiten, Alis ältester Sohn Hasan unterzeichnete dann einen Friedensvertrag mit den Umayyaden und verzichtete auf das Amt des Kalifen.
Somit setzten sich dann die politisch motivierten Umayyaden durch und Muawiya I. wurde Kalif. Husain, der jüngere Bruder von Hasan, versuchte als dritter Imam noch einmal das Kalifat unter die Nachfolge Mohammeds zu bringen indem er ab 680 die Führung eines Aufstandes in Kufa anführte. In der berühmten Schlacht von Kerbala, welche für Schiiten noch heute von wichtiger Bedeutung ist, wurden er und sein Heer gestellt und allesamt ermordet. Ab da gab es nie wieder einen größeren Versuch einen Nachkommen Mohammeds ins Kalifat zu bringen.

Es gab dann insgesamt Zwölf Imame, der letzte war Muhammad al-Mahdi, welcher nie öffentlich in Erscheinung trat und nach dem Glauben der Schiiten von Gott verborgen wurde. Auf seine Wiederkehr (der Mahdi) warten Schiiten (angeblich) leidenschaftlich, im Iran gilt er als eigentliches Staatsoberhaupt, der eben nur gerade vertreten wird. Bahá'í bzw. Bábi glauben das der Báb der Mahdi ist. Wo auch die Gründe für die Verfolgung klar werden, auch wenn der Báb nie weltliche Macht angestrebt hatte, so hätte sie Ihm als Mahdi zugestanden, der schiitische Klerus hätte seine Stellung aufgeben müssen, da seine Befugnis nur in der Abwesenheit des Mahdi von diesem geliehen ist.
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