| Es gibt keine Hinweise darauf, daß irgend jemand von den frommen Muslimen im Chatroom versucht hat, die Frau vom Selbstmord und der Tötung ihres Kindes abzuhalten. Vielleicht liegt es daran, daß das Bekenntnis zum militärischen Dschihad weiter verbreitet ist, als es manche muslimischen Funktionäre zugeben wollen oder können. Organisationen wie die in Deutschland aktive Islamische Gemeinschaft (IGD) folgen dem ägyptischen Theologen Yussuf Qaradawi, der nicht nur das Schlagen von Frauen rechtfertigt, sondern auch Selbstmordanschläge gegen Zivilisten gutheißt. Auf der Homepage der einflußreichen IGD, die laut Verfassungsschutz den Muslimbrüdern nahesteht, konnte man noch im Februar 2004 nachlesen: "Die Teilnahme von Frauen an Märtyrer-Operationen, die in Palästina erfolgen, das ein besetztes Land ist, ist eine der höchst lobenswerten Formen des Gottesdienstes. Diese Handlung ist auch eine Art des Glaubenszeugnisses für Allahs Sache und läßt sie inschallah denselben Lohn beanspruchen wie die Männer, die ebenso für Allahs Sache sterben." |