Ist Gott ein Mann oder eine Frau?



gott?
mann
9%
 9%  [ 5 ]
frau
11%
 11%  [ 6 ]
es gibt keinen gott
12%
 12%  [ 7 ]
sonstiges
66%
 66%  [ 36 ]
Stimmen insgesamt : 54

'Gott' ist ein Name; 'Göttin' ebenfalls. Was damit bezeichnet wird,
entzieht sich p. def. unserer Erkenntnisfähigkeit.
"Nimm ihn als überseiendes Sein oder eine überseiende Nichtheit!"
[Meister Eckhart]

() Wu
Hallo Ursula

Ich habe einige Zitate dazu, siehe unten.

Herzliche Grüße, Saed

Zitat:
Erhaben, unermeßlich erhaben bist Du über das Bemühen der Sterblichen, Dein Geheimnis zu enträtseln, Deine Herrlichkeit zu schildern oder die Art Deines Wesens auch nur anzudeuten. Baha'u'llah


Zitat:
Fern, fern von Deiner Herrlichkeit sei, was der Sterbliche von Dir behaupten oder Dir zuschreiben, oder der Lobpreis, mit dem er Dich verherrlichen kann! Baha'u'llah


Zitat:
Niemand außer Dir war jemals fähig, Dein Geheimnis zu ergründen oder Deine Größe geziemend zu preisen. Unerforschlich und hoch erhaben über das Lob der Menschen wirst Du für immer bleiben. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Unerreichbaren, dem Allmächtigen, dem Allwissenden, dem Heiligen der Heiligen. Baha'u'llah



Zitat:
Die Vorstellungen der frömmsten Mystiker, die Bildung der Geistesfürsten unter den Menschen, das höchste Lob, das des Menschen Zunge oder Feder ausdrücken können, sind alle die Frucht des begrenzten menschlichen Verstandes und durch dessen Beschränkungen bedingt. Zehntausend Propheten, jeder ein Moses, sind auf dem Sinai ihres Suchens wie vom Donner gerührt durch Seine verbietende Stimme: »Du sollst Mich niemals schauen!«, während eine Myriade Sendboten, jeder so groß wie Jesus, bestürzt vor ihren himmlischen Thronen stehen bei dem Verbot: »Mein Wesen sollst du niemals begreifen!« Seit unvordenklichen Zeiten ist Er in der unaussprechlichen Heiligkeit Seines erhabenen Selbstes verschleiert gewesen, und ewig wird Er in dem undurchdringlichen Geheimnis Seines unerkennbaren Wesens verhüllt sein. Jeder Versuch, zu einem Verständnis Seiner unerreichbaren Wirklichkeit zu gelangen, endet in vollkommener Verwirrung, und jedes Bemühen, Seinem erhabenen Selbst zu nahen und Sein Wesen zu schauen, führt zu Hoffnungslosigkeit und Fehlschlag. Baha'u'llah


Zitat:
Wie verwirrend ist für mich, bedeutungslos wie ich bin, der Versuch, die geheiligten Tiefen Deines Wissens auszuloten! Wie vergeblich ist mein Bemühen, mir das Ausmaß der Macht vorzustellen, die Deinem Werke, der Offenbarung Deiner schöpferischen Kraft, innewohnt! Wie kann mein Auge, das nicht die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu sehen, beanspruchen, Dein Wesen erkannt zu haben, und wie kann mein Herz, machtlos, die Bedeutung seiner eigenen Möglichkeiten zu erfassen, sich anmaßen, Deine Natur begriffen zu haben? Wie kann ich behaupten, Dich erkannt zu haben, wenn die ganze Schöpfung durch Dein Geheimnis verwirrt ist, und wie kann ich zugeben, Dich nicht erkannt zu haben, wenn das ganze Weltall Deine Gegenwart verkündet und Deine Wahrheit bezeugt? Baha'u'llah

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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
Hallo ihr Lieben,

es ist klar und einleuchtend, daß die Wesenheit Gottes sich jeder menschlichen Erkenntnisfähigkeit, wesensmäßig, völlig entzieht. Obwohl dem so ist, ist Gott erstaunlicherweise dennoch erkennbar, dennoch erfahrbar.

"Vertraue auf Gott" heißt es in allen Religionen. Und wir wissen eines mit Bestimmtheit, daß Gott die Liebe zwischen den Menschenkindern mehr als alles andere liebt, ja mehr als Sein Eigenes Wort:

Zitat:
Das Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Satz ist: ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in inniger Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Verbundenheit. Er, die Sonne der Wahrheit, bezeugt Mir: So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze Erde erleuchten kann. (Baha'u'llah, Aehrenlese)


Wir sehen, daß also innerhalb dieses Daseins als Zweige und Blätter dieses Baumes ein zusammenleben gewünscht wird, welches in Innigkeit keine Grenzen kennt. Je inniger, desto Licht.

Dies wird auch hier deutlich:

Zitat:
Er, der euer Herr ist, der Allerbarmer, hegt in Seinem Herzen die Sehnsucht, das ganze Menschengeschlecht als eine Seele und einen Körper zu sehen. Eilt, euren Anteil an Gottes Gunst und Gnade zu erlangen an diesem Tage, der alle erschaffenen Tage in den Schatten stellt. Welch große Glückseligkeit harrt des Menschen, der all seine Habe aufgibt aus Sehnsucht, die Gaben Gottes zu erlangen. Ein solcher Mensch, Wir bezeugen es, gehört zu Gottes Seligen. (Baha'u'llah, Aehrenlese)


All dies impliziert, daß es von der niemals vahrnehmbaren Wesenheit Gottes ein Spiegelbild existiert, auf der Ebene, wo wir Menschen es begreifen können.

Dieses Ebenbild Gottes bezeichnet Bahá'u'lláh als die Sonne der Wahrheit. Das Wort Gottes geht aller Schöpfung voraus, und ist somit wesensmäßig, aus sich selbst heraus, die Wahrheit. Wenn Gott sagen würde, "Die Nacht ist jetzt Tag, und der Tag die Nacht", dann wäre ab dann die Nacht Tag und der Tag Nacht. Kein Mensch hätte auch nir die Spur einer Chance, dagegen anzugehen. Und diese Sonne der Wahrheit, in der das berückende Abbild des Allbarmerzigen gesehen werden kann, das ist an diesem Tage der Einheit der Menschheit weiblich.
Und zwar ist es Bahá'u'lláh, das Antlitz der vereinten Seele der Menschheit.

Zitat:
Gott hat durch Seine Zunge, die die Wahrheit spricht, auf allen Seinen Tafeln diese Worte bezeugt: »Ich bin Der, der im Abhá-Reiche der Herrlichkeit lebt.« (Baha'u'llah, Aehrenlese)


Dies bezieht sich auf die Entwicklungsmöglichkeit der menschlichen Seele an diesem Tage der Einheit der Menschheit:

Zitat:
Gott ist Mein Zeuge: Ich offenbare dir diese Worte in der alleinigen Absicht, dich von den vergänglichen Dingen der Erde zu heiligen und dir zu helfen, in das Reich ewigwährender Herrlichkeit einzutreten, damit du, so Gott will, unter denen seiest, die darin wohnen und herrschen. ...
(Baha'u'llah, Aehrenlese)


Wie wir hier deutlich sehen, Bezeichnt Gott sich als "den, der im Reiche der Herrlichkeit lebt", und lädt dann sogleich uns Menschen ein, darin zu leben und zu herrschen.

Gott "verschenkt" also Seine Herrschaft, in Form von Lehensgewalt:

Zitat:
Nur wenige haben bisher von dieser unvergleichlichen, sanft fließenden Gnade des Altehrwürdigen Königs getrunken. Sie nehmen die erhabensten Stätten des Paradieses ein und sitzen sicher auf den Thronen der Lehensgewalt. (Baha'u'llah, Aehrenlese)


Dieses Reich der Herrlichkeit ist also für uns auf der Erde das Antlitz Gottes, Alles auf der Erde wird dort zur Herrlichkeit des Herrn versammelt, und jeder Mensch kann durch einen der Namen Gottes einen von den bezeichneten Thronen der Lehensgewalt besteigen, für die Ewigkeit:

Zitat:
Wenn sich ein Mensch an diesem Tage erhebt und in völliger Loslösung von allem, was in den Himmeln und auf Erden ist, Ihm, dem Tagesanbruch der heiligen Offenbarung Gottes, seine Liebe zuwendet, wird er wahrlich befähigt, durch die Kraft eines der Namen des Herrn, seines Gottes, alle erschaffenen Dinge zu unterwerfen. Wisse und sei gewiß, daß die Sonne der Wahrheit an diesem Tage einen Glanz über die Welt verbreitet hat, wie ihn vergangene Zeiten niemals sahen. O Menschen, laßt das Licht seiner Herrlichkeit auf euch scheinen und gehört nicht zu den Nachlässigen! (Baha'u'llah, Aehrenlese)



Daß die Sonne der Wahrheit eine weibliche Ausstrahlung besitzt, liegt in der Natur des Tages der Einheit:

Zitat:
Sprich: Tritt hervor aus Deinem heiligen Gemach, o Himmelsdienerin, Du Bewohnerin des erhabenen Paradieses! Hülle Dich so, wie es Dir gefällt, in das Seidenkleid der Unsterblichkeit und lege im Namen des Allherrlichen das buntgestickte Gewand des Lichtes an. Höre dann auf den süßen, den wundersamen Ton der Stimme, die vom Throne Deines Herrn kommt, des Unerreichbaren, des Höchsten. Entschleiere Dein Angesicht, offenbare die Schönheit der schwarzäugigen Jungfrau und lasse nicht zu, daß die Diener Gottes des Lichtes Deines strahlenden Antlitzes beraubt sind.....
Hüte Dich, die Du das innerste Wesen der Reinheit bist, daß Du Dich nicht Deines Kleides strahlender Herrlichkeit entäußerst. Nein, schmücke Dich im Reiche der Schöpfung mehr und mehr mit den unzerstörbaren Gewändern Deines Gottes, damit sich durch Dich das berückende Abbild des Allmächtigen in allem Erschaffenen spiegele und sich die Gnade Deines Herrn in der Fülle ihrer Macht über die ganze Schöpfung ergieße.
(Baha'u'llah, Aehrenlese)


Es ist klar, daß sich die unzerstörbaren Gewänder auf die Menschenseelen beziehen:

Zitat:
Du bist Mein Gewand, und Mein Gewand veraltet nicht.
(Baha'u'llah, Die Verborgenen Worte)


Die Bildung der vereinten Seele der Menschheit, die wir dem Reich der Herrlichkeit gleichsetzen können worin "Er" wohnt, also "wir" wohnen können, ist die zentrale Frucht des Tages der Einheit der Menschheit. Es ist ein neues Wesen, welches den gesamten Planeten Erde in sich zusammenschließt. Es lebt ewig im Reiche des Geistes. Und sein Antlitz, ist die schwarzäugige Jungfrau, also, getrost weiblich. Die Seelenama für alle Menschen auf dieser Erde. Bahá'u'lláh. Die Herrlichkeit Gottes.

So gibt es also sehr wohl ein Antlitz Gottes, innerhalb des Erfahrbaren für uns Menschen, und dieses Antlitz hat jene niemals kennbare Wesenheit uns Menschenkindern geschenkt, damit wir darin für immer in grenzenloser Freude wohnen können. Einer für alle, alle für einen, das "größte Meer", für immer.

Es ist ein wunderbares Thema und ich könnte darüber stundenlang schreiben, ein uferloses Meer welches das Herz erfreut.

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Hmm. Weder noch.

Er ist kein Mann und keine Frau
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Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume
Die Frage ist nicht ernst gemeint oder???
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"Alle Religionen lehren, daß wir einander lieben und unsere eigenen Fehler herausfinden sollten, bevor wir uns erkühnen, die Fehler anderer zu verdammen, und daß wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen." -- Abdul-Baha
Da gab's doch mal einen Witz in den Anfangsjahren der Raumfahrt
(wie wenn sie jetzt schon so viel weiter wäre... )

Ein Astronaut wurde gefragt, ob er da oben Gott gesehen hätte...
Er sagte kurz angebunden: "Ja."
"Und wie sieht er aus "
"Sie ist schwarz."
Die Frage ob Gott Mann oder Frau ist habe ich mir nie gestellt.

Ich schaue mich um und sehe und fühle ihn (wobei damit jetzt nicht männlich gemeint ist) überall.

Das genügt mir um Glückspurzelbäume zu schlagen.
hallo,

für mich ist gott alles was ist und alles was nicht ist. oder anderes ausgedrückt:

reine, pure, unbeschreibliche, nie erschöpfende, nie endende LIEBE.

liebe grüße

troedeljahn
...angesichts der Darstellung Gottes als alten Mann mit weissem Bart in der katholischen Kirche könnte die Frage durchaus ernst gemeint sein....
Gott könnte die nxte Dimension sein, 1000fach grösser als die beschränkte Dimension des Raumes und der Zeit. Wie kann der Mensch, gefangen in drei Dimensionen, die 1000., 100.000. Dimension erkennen?
Gruss Thomas

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