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Bhagavad-Gita












Grundsätzlich denke ich sind wir gar nicht so weit auseinander. Du benutzt die Worte der Bhagavad-Gita und ich die der Bibel und der Neuoffenbarung.

Deine Kritik an der Definition für "Ewig" kann ich nicht nachvollziehen aber dazu später.

Der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist.
Der Geist ist für das Denken zuständig. Gedanken sind nicht! Materiell. Von Gott haben wir den Geist bekommen, damit wir denken und schlußfolgern können. Ein Teil des Geistes ist unser Gewissen, das sich dann bemerkbar macht, wenn wir von dem Weg zu Gott abweichen.
Hier haben wir offensichtlich unseren ersten Konflikt.

Die Seele ist ein feinstofflicher Körper, der die Form des materiellen Körpers hat und das Fleisch kontrolliert und bewegt. Laut der Offenbarung an Jakob Lorber gibt es 2 unterschiedliche Seelen:
1. Seelen von Oben, das sind Seelen, die bereits auf anderen Planeten gelebt haben und nun den schwierigsten Weg durch das Erdenleben freiwillig durchmachen.
2. Seelen von Unten, das sind Seelen, die aus 3 Komponenten bestehen: Seelenanteilen der leiblichen Eltern, Seelenanteilen von Tierseelen und feinstofflichen Anteilen der Planeten, die zum Zeitpunkt der Zeugung Einfluß ausübten. (Warum das alles so ist ist dort ausführlich erklärt, würde hier aber zu weit führen)

Hier haben wir den 2. Konflikt. Nach meinem Verständnis hat die Seele einen Anfang, denn sie wurde irgendwann geboren oder geschaffen. Daher kann sie auch nur ewig leben. (Stell dir den Anfang einer Linie vor und geh gedanklich bis ans Ende. Irgendwann mußt du es erreichen, denn du hast ja angefangen.
Wenn du keine Linie beginnst kannst du nach links und nach rechts schauen, du wirst keinen Anfang und kein Ende sehen können. Das ist dann Unendlich. Daher war das Symbol für Gott früher ein Kreis, ohne Anfang und ohne Ende).

Nun kommt wohl der Hauptkonflikt. Nach "christlichen" Vorstellungen ist nur Gott unsterblich. Das ist einer der Punkte, die Gott ausmachen. Bei dir ist jede Seele unsterblich. Damit wird die Trennung zwischen Gott und Seele aufgehoben. Gott ist dann nicht mehr der Schöpfer von Himmel und Erde und auch nicht der Schöpfer der Engel, die ja ebenfalls feinstoffliche Seelen sind, sondern sie alle haben weder Anfang noch Ende. Wenn dem so wäre, gäbe es keinen freien Willen, denn dann wäre alles eins.

Wenn Gott aber die Engel geschaffen hat und ihnen den freien Willen gab, dann ist das die Erklärung dafür, dass es Gut und Böse gibt, denn das zeigt dass wir keine Marionetten sind, sondern selbständige Individuen, die auf der Erde eine Bewährungsprobe ablegen.

Ob man diese Schule dann so häufig besuchen kann wie man will oder ob man nur einmal hierher kommt und die Weiterbildung dann im Jenseits unter erschwerten Bedingungen stattfindet ist eine Frage des jeweiligen Glaubens. In den Neuoffenbarungen heißt es dazu die Menschenseele habe in der Regel nur einmal die Chance die Erdenschule zu besuchen. Da wir uns freiwillig dazu entscheiden "inkarniert" zu werden, scheint es mir logisch, dass wir den Schulgang auch nur einmal antreten.
Die feinstoffliche Seele wird beim Ablegen des Fleisches nicht getötet sondern lebt im Jenseits weiter. Die Art des Weiterlebens hängt davon ab, wie wir uns auf Erden verhalten haben. Die Guten kommen in den Himmel, die Bösen in die Hölle und wer sich schlauerweise auf Erden aus allem rausgehalten hat hängt dann im Jenseits dumm rum und wundert sich, dass ihm keiner zu Hilfe eilt.
Da haben wir den nächsten Konflikt.
Die Seele kehrt eben nicht in die volle ewige Vielfalt zurück. Sie belohnt oder bestraft sich durch ihr Tun oder Nichttun auf Erden. So sind die Spielregeln eines "gerechten" Gottes. Deshalb ist die Erde und das Leben auf der Erde etwas ganz besonderes.
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