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Der Beitrag wird lang, und deswegen hier unterteilt:
Die expandierenden Schwellenländer wie Indien und China sind ebenso wie die USA, Russland, Kongo/Zaire, Bolivien und die Ölstaaten durchaus in der Lage, eine solche Aufkaufpolitik des Goldes durchzuziehen - nicht in den nächsten 5 Jahren, aber mittel- bis langfristig gesehen innerhalb der nächsten 25 bis 50 Jahre. Basis um eine solche Geldpolitik weltweit durchzuziehen ist es, auf immer neue Rohstoffquellen die dringend weltweit benötigt werden, zurück greifen zu können (dämmert was? Der Westen geschlossen in Afghanistan. Teile des Westens im Irak.und ein künstlich erzwungener Konflikt mit Iran steht schon vor der Türe. Der Iran unter seiner gegenwärtigen Herrschaft besitzt genügend Rohstoffe (Öl) um sich an dem Goldaufkauf aktiv zu beteidigen.). Die EU kann sich hier nur durch hohe Exportfähigkeit bei wenigen Importen "retten", den meisten asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten bleibt dieser Weg jedoch versperrt, weil diese weder über genügend Qualitäten, noch Quantitäten verfügen, um gegen die EU konkurrieren zu können.
Das ist die Lektion Nummer 2: Weltwirtschaftskapitalismus.
Nun kommt das "Schuldenspielchen": Alle Wirtschaftsnationen geben Geld zum Aufbau der Wirtschaft in Ländern, die eben nix haben ausser den eigenen Bürgern. Aber: Wer will sich schon die eigene Konkurrenz an den Hals binden? Also sorgt man dafür, dass die "lieben armen Verwandten" ja nicht zu schnell aus ihrer Abhängigkeit gegenüber den "lieben reichen Verwandten" herauskommen. Da gibt's diverse Möglichkeiten: Einmal kann man die Einfuhr von Landeserzeugnissen in ihrer Menge reduzieren - wenn ein armer Staat nicht genug exportieren darf, um ein mögliches Handelsdefizit auszugleichen - tja, dann "Pech gehabt". Damit der arme Staat nicht ganz den Mut verliert, streicht man alle paar Jahre einen Teil seiner Schulden, sorgt aber dafür, das soviel an Schulden übrig bleibt, um die Abhängigkeit aufrecht zu erhalten. Eine andere Möglichkeit ist es, einem armen Staat bei einer Naturkatastrophe zwar Nahrungsmittel zu liefern, aber gleichzeitig dafür zu sorgen, das der gelieferte Weizen (als Beispiel, geht auch mit anderen Nahrungsmitteln) sich nicht als Saatgut eignet. tja, und wer nix anbauen kann, bleibt in Abhängigkeit. Eine weitere, beliebte Politik der "reichen Verwandten" ist es, die Weltpreise für Rohstoffe und Nahrungsmittel künstlich so hoch zu halten, das die Bauern in armen Ländern gezwungen sind, beispielsweise Opium oder Haschisch anzubauen - weil sie mit dem Erlös aus dem Verkauf wenigstens genug Geld haben, um sich Getreide und Tomaten zum Verzehr zu kaufen. Lektion Nummer 3: Dafür "sorgt" die Weltwirtschaftbank.
In den europäischen Ländern ist es "Mode" geworden, auf "fairen Welthandel" zu drängen. Ansich eine lobenswerte Mode - geht aber in die Irre. Denn nur wer in den wirtschaftlich starken Ländern über genügend Geld verfügt, kann sich am fairen Kaffee, an fairen Bananen an fairem Tee erfreuen. In Deutschland bleibt eine beachtliche Zahl von Konsumenten "mangels Masse" aussen vor: die Hartz IV-Empfänger, die Sozialrentner, die Menschen die mit 2 oder 3 Billigjobs am Tag leben müssen, um wenigstens beim Aldi einkaufen zu können. Und diejenigen, die fair kaufen könnten - haben noch viel zuwenig Bewusstsein für den fairen Handel entwickelt - eben weil sie nicht auf's eigene Portmonaie schauen müssen und sich daher auch nicht in die Lage von Kaffebauern in Äthiopien, von Teebauern in Indien, von Bananenpflükern in Brasilien hineinversetzen können.
Aber zurück zu "meinem" Recyclingsgeschäft: Ich verfahre im Jahr bis zu 100.000 Kilometer mit PKW und LKW um meine Platinen, mein Kupfer, mein Aluminium dort zu verkaufen, wo ich den besten Preis erziele. Seht Ihr meine Umsatzlisten, wird's euch schwindelig - seht ihr aber meinen Bruttogewinn (vor Einkommensteuer), so ist euch schnell klar, warum ich mir keine 18.000.-€ für ein dringend benötigtes neues Gebiss an's Bein binden kann (mit 7 Zähnen in 11 Reihen ist's schlecht kauen.). Ökologisch betrachtet ist diese ganze Fahrerei ein Wahnsinn - nur mit den Preisen, die ich in Berlin oder Leipzig für meine Ware erziele, kann ich gleich Insolvenz anmelden. Tja, und wenn ich ein Kilo Kupfer für 5.-€ verkaufe, dann hab' ich zwar 10 Cent daran "verdient"; derjenige aber in Somalia oder Indonesien, der eigentlich dieses Kupfer braucht um endlich Strom im Dorf zu haben, kriegt im Monat noch nichtmal 5.-€ zusammen.
Fazit: Diese ganze System stimmt vorne und hinten nicht!
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