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Seid gegrüsst ihr Lieben,
es gibt in den buddhistischen Schriften eine Lehrrede, die Ihn mit einer Elefantenspur vergleicht. Eine Elefantenspur deswegen, weil es aufgrund seiner Weite, alle anderen bekannten Fusspuren mit einschliesst, ohne die Möglichkeit als Ganzes von irgendeiner anderen Fusspur eingenommen zu werden. Kurz gesagt : Es hat alles Gute und ( nur ) für
das Heil von Bedeutung seiende aller anderen Religionen in sich und alle anderen Religionen haben lediglich Teilaspekte dieser bei sich impliziert, ohne jedoch diesen als genzes einnehmen zu können. Und genau diesen Aspekt der Lehre möchte ich versuchen im direkten Vergleich mit allen anderen Religionen, auf Herz und Nieren ( Verstand ) zu prüfen.
Als Denkanstöße gebe ich einfach mal einige Grundgedanken und Einsichten im Hinblick auf meine Erfahrungen mit der Lehre, wieder.
Durch die Praxis der Lehre öffnet man sich zusehends positiven Geisteszuständen wie : Freude und Freundlichkeit,
( Inneres ) Glück und Geistesruhe, Selbstvertrauen und innere Zufriedenheit, geistige Klarheit und Energie, Gleichmut und heitere Gelassenheit. Parallel hierzu arbeitet man daran, alle negativen Emotionen und jegliche geistige Verblendung zu überwinden. Der Buddha hat es so formuliert: "So wie der große Ozean nur einen Geschmack hat, den Geschmack von Salz, so hat meine Lehre nur einen Geschmack, den Geschmack von Freiheit".
Buddhismus ist eine praktische Lehre, mit deren Hilfe Menschen sich geistig entwickeln können. Der Lehre nach kann der Mensch seinen Geist soweit erkennen, kultivieren und befreien, daß er dauerhaft glücklich ist. Damit wächst er aus Zuständen von Leiden und Langeweile, Unzufriedenheit und Unbehagen, Ruhelosigkeit und Besorgtheit heraus.
In Stichpunkten aufgezählt, wären es folgendes :
- In der Lehre geht es um die Gesammtheit der Existenz schlechthin. (Siehe Zusammenfassung Hier)
- Sie führt auf den Weg zur Ergründung der Zusamenhänge, die aufzeigen, warum wir dort sind, wo wir sind.
- Welches die treibenende ( triebenden ) Kräfte sind, die unser aller Erfahrung bedingen.
- Sie zeigt, was wir vom Leben erwarten dürfen und was nicht.
- Die Lehre orientiert sich unmittelbar an der Wurzel aller Erscheinungen und zeigt die Wege, sich von allen
Zwängen ( Leidfaktoren ) zu lösen, ohne Gefahr zu laufen, jemals wieder in ähnliche Situation zu kommen.
- Sie ist eindeutig, klar und stützt sich stets auf unmittelbare Erfahrungen ( ist an jedem Ort und
zu jeder Zeit nachvollziehbar ) .
- Sie dient als Orientierungshilfe für alle Wesen, die wissen möchten, wo sie momentan stehen und was
noch zu erwirken gilt.
- Sie schliesst alle machbaren Erfahrungen ( Wesen, Existenzebenen, Lehren ) ein , ohne in einen Widerspruch zu irgendeiner Erfahrung ( Lehre ) zu geraten, die sich ebenfalls auf unmittelbare Erfahrungen stützt.
Bei dessen Praxis formt es Jeden Menschen, den Umständen entsprechend, stets zum bestmöglichen.
- Sie beschäftigt sich nur mit den Aspekten, die für das Heil nötig sind und ist somit frei von unnötigem Ballast. Sie ist frei von Dogmen oder Theorien, die vom Glauben abhängig sind.
Die Lehre, das Dhamma ( Naturgesetz )
wenn ich von der Lehre spreche, so meine ich eine universelle Gesetzmässigkeit / Natürlichkeit welches sich, unabhängig von Raum und Zeit, in allen Erfahrungen ( körperlicher und geistiger Natur ) manifestiert. Sie gehört Niemandem und ist doch ein Teil eines Jedem von Uns. Dieses Naturgesetz der alles Untergeordnet ist, dient als Grundlage der Lehre des Erwachten und wird dort als Dhamma ( Gesetz ) wiedergegeben. Aufgrund ihrer universellen, unverfärbten, unvoreingenommenen und zeitlosen Natur besitzt es Gültigkeit für alle Wesen auf allen Existenzebenen. Ganz gleich, ob man sich ihrer bewusst ist oder nicht. Ganz gleich welcher Religion, welcher Hautfarbe und welcher Lokalitäten man auch angehören mag.
So wie der Spiegel stets alles optisch vor ihm stehende ohne ( aktives ) eigenes wollen oder Zutun, automatisch wiederspiegelt, so sind alle Erfahrungen nichts anderes als ein Spiegelbild des Dhammas. Oder wie die Erde keinen Unterschied darin macht, ob man etwas ekeliges oder angenehmes auf sie schüttet, so unbestechlich ist ihre Wirkung. Es ist das subtilste daß man sich vorstellen kann, so daß nicht einmal der allerfeinste Gedanke unreflektiert bleibt.
Der achtfache Pfad nutzt diese Gesetzmässigkeit als Mittel zum Zwecke der Loslösung und Befreiung von Ihr, welches dann am Ziel als Heiligkeit ( Nirvana ) erfahren wird.
Das Dhamma ist die vom Erwachten erkannte und verkündete allerletzte Instanzt, welches durch die 4 edlen Wahrheiten ihre Zusammenfassung findet. Das der Dhamma immer und überall wirkt, wird durch die ihm zugeschriebenen drei Aspekte ( Vergänglichkeit, Wesenslosigkeit und Leidhaftigkeit ) ersichtlich. Man wird in der Existenz nichts finden, daß nicht gleichzeitig alle diese Eigenschaften in sich hätte. Der achtgliedrige Pfad ist der praktische Teil der Lehre, durch dessen Praxis man über die Erkenntnis ( Einsicht ) dieses Dhammas, sich den Weg zu ihrer Loslösung erwirkt. Es beinhaltet die drei Aspekte :
- Tugend
- Weisheit und
- Sammlung
So wird es auch verständlich, daß man in den Lehrreden stets von heilsamen ( dieser Lehre ( natürlichen Gesetzmässigkeiten ) entsprechenden ) und unheilsamen ( der Lehre ( natürlichen Gesetzmässigkeiten ) nicht entsprechenden ) Taten, Worten und Gedanken spricht, ohne diesen Handlungen ( und den Tätern ) positive oder negative Gesinnung entgegen bringen zu müssen. Es gibt in der Lehre keine bösen oder guten Menschen, lediglich die Sorte von Wesen, die im Einklang mit der Lehre leben ( edle, weise und reine Wesen ) oder im Gegensatz zu ihr stehen ( unedle, unwissende und unreine Wesen ). Der Grad der Übereinkunft oder Unverständniss entscheidet letztlich über den Grad der angenehmen oder unangenehmen Erfahrungen. Hierraus wird auch ersichtlich, weshalb die Verblendung ( die Unwissenheit über diese Ordnung ), neben der Gier und Hass als Hauptübel für die Vermehrung des Leidens aufgeführt wird.
Die Lehren des Erwachten gleichen in ihrer Zahl den wenigen Blättern in seiner Hand, die Gesamtheit des Seins aber ist so unendlich wie die Blätter eines Waldes. Kein einzelner Mensch kann den Makro- oder den Mikrokosmos in einer Lebenszeit erforschen, denn er ist unendlich groß und das Wissen darüber zu umfangreich. Hingegen ist es einem Menschen möglich, in einem Leben den Weg zum Glück zu vollenden. Nur diesen Weg lehrte der Buddha und ging bei seinen Reden ganz wirklichkeitsnah auf die Lebenssituation der Fragenden ein, die er aufforderte, das Gesagte nachzuprüfen. Es kommt dem kritischen Denken des modernen Menschen entgegen, wenn der Buddha in seiner Rede an die Kalamer sagte: »Geht nicht nach Hörensagen und glaubt nicht etwas, nur weil ich es gesagt habe, sondern prüft alles eingehend und nehmt nur das an, was mit eurer eigenen Erfahrung übereinstimmt.«
Mit der Hoffnung auf einen guten Dialog zum Wohle von uns allen.
Natha
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