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Hallo Martin,
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| Natürlich läuft heute vieles verkehrt in der Indischen Kultur, man denke an das unerschwinglich hohe Mitgift, das viele Familien dazu zwingt, spätestens bei der zweiten Schwangerschaft das Geschlecht feststellen zu lassen – und wenn weiblich einzugreifen. |
Ursprünglich ist es in der vedischen Kultur so, das Töchter ihre Väter nicht beerben können. Aus diesem Grund ist der Vater verpflichtet der Tochter eine "wirtschaftliche Sicherheit" mit zu geben, wenn sie den elterlichen Haushalt verlässt. So gibt es also gar keine "Ungerechtigkeit", denn die Tochter bekommt ihren Erbanteil einfach vor dem Ableben des Vaters.
Die Pflicht der Eltern bestand darin, ihre Kinder möglichst passend zu verheiraten ---> passende Partner = spirituelle Vervollkommnung.
Dies wird heute jedoch von der Seite des Bräutigams missbraucht um des Geldes willen. (die Bevölkerung ist verarmt und so wird alles ausgenutzt was Geld bringt)
Schuld daran ist der Materialismus des Menschen, der die spirituellen Ziele der menschlichen Existenz aus den Augen verloren hat.
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| Zwar sind in Hinduisus die drei Elementaren Gottheiten: „Bramah, Vishnu und Shiva“ auch männlich, sie haben aber alle ihre Frauen, die gleichermaßen Aufgaben haben. Allerdings gilt alles was nicht „das eine ohne ein zweites“ ist als Täuschung (Maya). Auch Männlich-Weiblich ist nicht die höchste Realität. Das absolute ist „Brahman“. Schöpfer und Schöpfung zugleich. Es trägt alle Eigenschaften und ist somit auch männlich und weiblich zugleich. ...... |
Das ist die "moderne" Philosophie des Hinduismus, die sich lediglich auf den Brahman-Aspekt (unpersönlichen Aspekt) Gottes konzentriert.
Sanskrit: "sarvam khalv idam brahma" = alles ist eine Erweiterung des Brahman (Chandogya Upanishad 3.14.1)
Die vedischen Schriften, auf die sich diese Philosophie beruft, erklären jedoch noch zwei weitere Aspekte Gottes, die über dem Brahman (genannt Parabrahman) stehen.
Paramatma (Überseele, der lokalisierte Aspekt Gottes, der in jedem Atom und in den Herzen aller Lebewesen anwesend ist, Er ist der Beobachter und Erlaubnisgeber all unserer Handlungen)
und Bhagavan, der Höchsten Persönlichkeit Gottes, der jenseits der materiellen Manifestation weilt und der der Ursprung sowohl des Paramatma als auch des Brahman ist.
Shri Krishna erklärt dies sehr anschaulich in der Bhagavad-gita:
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| "Die materielle Natur, die eine Meiner Energien ist, ist unter Meiner Führung tätig, o Sohn Kuntis (Arjuna), und bringt alle sich bewegenden und sich nicht bewegenden Wesen hervor. Nach ihrem Gesetz wird diese Manifestation immer wieder geschaffen und aufgelöst." BG 9.10 |
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Shaktiman (Energieursprung) und Shakti (Energie).
So wie die Sonne aus Sonnenplanet und Sonnenschein besteht.
Man kann beides nicht voneinander trennen und doch ist nicht beides das Gleiche. Der Shaktiman bleibt der Ursprung von Shakti und hätte gleichzeitig keine Bedeutung ohne die Shakti die von Ihm ausgeht.
Die Lebewesen die einen Teil Seiner Shakti sind gehören somit zur weiblichen Energie die vom Höchsten Herrn ausgehen.
Maya (Illusion; ma=nicht + ya=dieses) bedeutet nicht, dass die Welt eine Illusion ist, wie oft fälschlicherweise behauptet wird. Die Illusion liegt lediglich in unserer Betrachtungsweise.
Maya ist, etwas von der Höchsten Persönlichkeit Gottes getrennt zu sehen.
Gruss
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