Aus den Heiligen Schriften d. Weltreligionen über den Tod


Texte über das Leben der Seele aus dem Hindusimus, dem Buddhismus, dem Zoroastrismus, dem Judentum, dem Christentum, dem Islam und der Baha'i-Religion, sowie aus Sikhismus, Jainismus, Konfuzianismus und Taoismus.

1. Wie beginnt das Leben, und was ist Tod

Die Seele löst sich vom irdischen Körper, um einen neuen und schöneren Körper anzulegen. ... Der Tod ist das Ablegen des Gewandes der Sterblichkeit und das Anlegen des Gewandes der Unsterblichkeit.
Aus dem Hinduismus

Der Mensch ist sowohl menschlich als auch göttlich. Das Göttliche in ihm ist ewigwährend und von unendlichem Wert. Das Menschliche ist vergänglich, das Göttliche unvergänglich. Das Gute in ihm kommt von Gott.
Aus dem Taoismus

Die Seele ... ist erhaben über die Materie und die physische Welt. ...die Seele tritt nicht in den Körper ein oder verläßt ihn und braucht auch keinen körperlichen Platz. ... ihre Verbindung mit dem Körper ist ähnlich dem eines Lichtes mit einem Spiegel, das von diesem reflektiert wird. Das Licht das im Spiegel erscheint, ist nicht in diesem; es kommt von einer Quelle außerhalb. Ähnlich ist es mit der Seele, diese ist nicht im Körper... Diese Verbindung besteht einzig und allein während der Zeit unseres irdischen Lebens. Wenn diese Verbindung zu Ende ist, kehrt jeder Teil zu seinem Ursprung zurück.
Aus der Baha'i-Religion

Gekommen von den geistigen Reichen, erschaffen nach dem Ebenbild Gottes, befähigt, göttliche Qualitäten und himmlische Eigenschaften zu erwerben, macht die Seele nach der Trennung vom Körper in alle Ewigkeit Fortschritte. Aus der Baha'i-Religion

2. Der Sinn unseres Lebens

Zu Beginn seines Erdenlebens war der Mensch ein Embryo im Mutterschoße. Dort erhielt er die Fähigkeiten und Gaben, die er für sein irdisches Leben braucht. ... Er braucht Augen in dieser Welt, er erhielt sie vorgebildet in jener anderen. Er braucht Ohren, dort erhielt er sie, fertig und bereit für sein neues Dasein. Die Kräfte, die er in diesem Dasein braucht, wurden ihm im Mutterschoße zuteil....
In dieser Welt muß er sich auf das jenseitige Leben vorbereiten. Hier muß er das erwerben, was er in der Welt des Königreiches braucht. Wie er sich im Mutterschoße auf das Leben in dieser Daseinssphäre vorbereitete, indem er die erforderlichen Kräfte erwarb, so müssen auch die zum göttlichen Dasein unerläßlichen Kräfte ihrer Anlage nach in dieser Welt erworben werden.
Die ganze Pflicht des Menschen liegt an diesem Tage darin, seinen Teil von der Gnadenfülle zu erlangen, die Gott für ihn strömen läßt. Deshalb soll niemand der Größe oder Kleinheit des Gefäßes achten. Der Anteil der einen mag in einer Handvoll liegen, der Anteil anderer mag einen Becher füllen, der wieder anderer gar das Maß eines Scheffels.
Aus der Baha'i-Religion

Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?
Aus dem Christentum

3. Die Frucht des irdischen Daseins

Des Menschen erste Pflicht ist, Gottes Willen zu erkennen und Seine Gebote zu halten. Wer dies erreicht, wird Ihm aus ganzem Herzen und voller Liebe dienen.
Aus dem Judentum

Gott ist weise. Was er verlangt, ist deshalb gut für Seine Gläubigen, und Seine Gebote müssen befolgt werden. Der Lohn für den Gehorsam ist die Unsterblichkeit.
Zoroastrische Religion

Die Absicht Gottes bei der Erschaffung des Menschen war und wird immer sein, ihn zu befähigen, seinen Schöpfer zu erkennen und in Seine Gegenwart zu gelangen. Diesen höchsten Zweck, dieses erhabenste Ziel bezeugen alle himmlischen Bücher und die göttlich offenbarten, inhaltsschweren Schriften unzweideutig.
Was die Menschen betrifft, die von der Frucht des irdischen Daseins gekostet haben, welche die Anerkennung des einen, wahren Gottes ist - gepriesen sei Seine Herrlichkeit - so wird ihr Leben nach dem Tode dergestalt sein, dass Wir es unmöglich beschreiben können. Das Wissen darüber ist allein bei Gott, dem Herrn aller Welten.
Aus der Baha'i-Religion

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.
Aus dem Christentum

4. Die Natur der Seele

Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Wisse wahrlich, daß die Seele ein Zeichen Gottes ist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen, und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann.
Aus der Baha'i-Religion

Der Mensch ist Gottes Schöpfung, nach Seinem Ebenbild geformt. Es steht nur ein wenig unter dem Göttlichen. Kinder des lebendigen Gottes sind sie. Wie Ton in den Händen des göttlichen Töpfers, den Er formt nach Seinem Willen.
Aus dem Jainismus

Auf die innerste Wirklichkeit jedes erschaffenen Dinges hat Er das Licht eines Seiner Namen ergossen; jedes hat Er zum Empfänger der Herrlichkeit einer Seiner Eigenschaften gemacht. Die Wirklichkeit des Menschen jedoch hat Er zum Brennpunkt für das Strahlen aller Seiner Namen und Eigenschaften und zum Spiegel Seines eigenen Selbstes erkoren.
Aus der Baha'i-Religion

Gott schuf den Menschen, auf dass dieser Ihn auf Erden vertrete. Der Mensch ist Gottes Stellvertreter auf Erden.
Aus dem Islam

5. Die Notwendigkeit eines Erziehers

Der Himmel hat den Menschen gut erschaffen. Sein ursprüngliches Wesen ist gut, aber viele haben sich davon entfernt.
Konfuzianismus

Die Kräfte, mit denen die Sonne göttlicher Großmut, die Quelle himmlischer Führung, die Wirklichkeit des Menschen begabt hat, liegen verborgen in ihm, gleichwie die Flamme in der Kerze verborgen ist und die Lichtstrahlen als Möglichkeit in der Lampe vorhanden sind. Der Glanz dieser Kräfte kann durch weltliche Wünsche verdunkelt werden, wie das Licht der Sonne unter dem Staub und Schmutz, die den Spiegel bedecken, verborgen bleiben kann. Weder die Kerze noch die Lampe können durch eigenes Bemühen und ohne Hilfe entzündet werden, noch ist es dem Spiegel jemals möglich, sich selbst von seinem Schmutze zu befreien. Es ist klar und offenkundig, dass die Lampe niemals brennen wird, ehe ein Feuer in ihr entzündet ist, und der Spiegel niemals das Bild der Sonne wiedergeben noch ihr Licht und ihren Glanz widerspiegeln kann, ehe nicht der Schmutz von seiner Oberfläche getilgt ist.
Aus der Baha'i-Religion

Das Tor zur Erkenntnis Gottes ist immer vor den Menschen verschlossen gewesen und wird es für immer bleiben. Kein menschliches Begreifen wird jemals zu Seinem heiligen Hofe Zutritt gewinnen.
Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung, die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart und hat verfügt, dass die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen Selbstes gleichbedeutend sei.
... Jeder von ihnen ist der Pfad Gottes, der diese Welt mit den Reichen der Höhe verbindet, und das Banner Seiner Wahrheit für alle in den Reichen der Erde und des Himmels.
Aus der Baha'i-Religion

6. Der Zustand der Seele nach dem Tod

Wisse, daß jedes hörende Ohr, wenn es sich rein und unbefleckt erhält, zu allen Zeiten und aus jeder Richtung die Stimme hören muss, die diese heiligen Worte spricht: »Wahrlich, wir sind Gottes, und zu Ihm werden wir zurückkehren.«
Aus der Baha'i-Religion

Staub kehrt zu Staub zurück, und die Seele des Menschen wird sich zu ihrem ewigen Heim begeben. ... Der Herr entlohnt den Guten mit Unsterblichkeit.
Aus dem Judentum

Der Gute und Weise wird Glück im Jenseits finden. Böse und Gedankenlose werden auf ewig sterben. Der Himmel ist ein Ort der Glückseligkeit für die Guten. Hier wird Belohnung finden, wer aufrichtig und weise gelebt hat.
Aus dem Buddhismus

Wenn sie aus dieser sterblichen Welt gegangen sind, werden natürlich Verschiedenheit und Rang aller Menschen wahrgenommen. Dies bezieht sich jedoch nicht auf den Raum, sondern auf die Seele und ihr Bewußtsein...
Aus der Baha'i-Religion

Der Gute stirbt nur um nach Hause zurückzukehren. Er stirbt nicht, sondern lebt für immer.
Aus dem Sikhismus
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
Schönes Beispiel dafür, was sämtliche Religionen wirklich sind: Ein Sammelsurium schwammiger Halbwahrheiten und Spekulationen, die sich anfangen zu widersprechen, wenn sie mal konkreter werden.

Es wundert mich nicht, dass man blind immer alle Regeln und Weisheiten akzeptieren muss, wenn man dazugehören will, denn es ist doch ganz offensichtlich, dass jemand, der mal selber ein bisschen nachdenkt, nicht lange wirklich glauben kann, was da gesagt wird!

Religionen entwickeln sich nicht, sehen keine Fehler ein, verbieten Veränderungen...scheint mir wirklich so, als besteht ihr Sinn nur darin, die Menschen ruhig zu stellen und sie davon abzuhalten der wirklichen Wahrheit auf die Spur zu komme...
Hallo Astovidatu

Wo widersprechen sich die Texte?
Wie sieht das Leben nach dem Tod Deiner Ansicht nach aus?

Gruß friend
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"Alle Religionen lehren, daß wir einander lieben und unsere eigenen Fehler herausfinden sollten, bevor wir uns erkühnen, die Fehler anderer zu verdammen, und daß wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen." -- Abdul-Baha
Zitat:
Der Mensch ist sowohl menschlich als auch göttlich. Das Göttliche in ihm ist ewigwährend und von unendlichem Wert. Das Menschliche ist vergänglich, das Göttliche unvergänglich. Das Gute in ihm kommt von Gott.
Aus dem Taoismus

Der Mensch ist Gottes Schöpfung, nach Seinem Ebenbild geformt. Es steht nur ein wenig unter dem Göttlichen. Kinder des lebendigen Gottes sind sie. Wie Ton in den Händen des göttlichen Töpfers, den Er formt nach Seinem Willen.
Aus dem Jainismus

Der Gute und Weise wird Glück im Jenseits finden. Böse und Gedankenlose werden auf ewig sterben. Der Himmel ist ein Ort der Glückseligkeit für die Guten. Hier wird Belohnung finden, wer aufrichtig und weise gelebt hat.
Aus dem Buddhismus

Diese Zitate sind ziemlich irreführend. Keine dieser drei Religionen kennt einen Gott oder das Weiterleben einer Seele im Sinne der drei abrahamitischen Religionen und keine (zumindest in ihrer ursprünglichen Form) einen Himmel als Ort ewiger Glückseligkeit.

() Wu
Wer kann aber sagen, wie die ursprünglichen Form ausgesehen hat?

Gruß friend
Nun, die Antwort der Religionen selbst stimmen da ziemlich genau mit denen
der Religionswissenschaft überein, und beide sind relativ gut dokumentiert...
Etwas Anderes muß man glauben.

() Wu
Hallo Astovidatu

Astovidatu hat folgendes geschrieben:
Schönes Beispiel dafür, was sämtliche Religionen wirklich sind: Ein Sammelsurium schwammiger Halbwahrheiten und Spekulationen, die sich anfangen zu widersprechen, wenn sie mal konkreter werden.

Es wundert mich nicht, dass man blind immer alle Regeln und Weisheiten akzeptieren muss, wenn man dazugehören will, denn es ist doch ganz offensichtlich, dass jemand, der mal selber ein bisschen nachdenkt, nicht lange wirklich glauben kann, was da gesagt wird!

Religionen entwickeln sich nicht, sehen keine Fehler ein, verbieten Veränderungen...scheint mir wirklich so, als besteht ihr Sinn nur darin, die Menschen ruhig zu stellen und sie davon abzuhalten der wirklichen Wahrheit auf die Spur zu komme...


Tja, die wirkliche Wahrheit......

Wirklich. "Wirk"-lich. Wahrheit, die wirkt.

Am Anfang war das Wort!

Ja, leider scheinen wir doch vom Worte Gottes abhängig zu sein. Leider sind wir durch die Grenzen unserer eigenen Wesenheit beschränkt. Leider werden wir durch Sein Wort nach Seinem Willen gestaltet und erschaffen. Leider sind wir nicht selbstbestehend sondern abhängig. Leider sind wir nicht der Maler sondern das Bild.

Leider. Leider? Gott sei dank!!!!

Gott sei dank, daß der Mensch nicht völlig Gestalter seines eigenen Schicksals ist! Gott sei Dank daß deine Hand, wenn auch nach langem zuwarten und viel Geduld, eingreift, bevor wir uns allerschlimmstes antun.

Und danke dir o mein Gott daß dein Wort wirkt. Und aus diesem wirken deines Wortes erwächst mein Verständnis der wirk-lichen Wahrheit, der wirkenden Wahrheit.

Denn alle andere Wahrheit ist unwahr, weil sie eben nicht wirkt. Weil wir eben nicht selbstbestehende, sondern abhängige, erschaffene Wesen sind.

Und wie gesagt, ganz ganz ehrlich, aus tiefstem innersten Herzen, Seine Schöpferkraft bezeugend, Gott sei Dank.

Vieles von dem, was unter Religionen bekannt ist gehört jedoch auch zu dem, wo Er sehr geduldig zuschaut. Der größte Völkermord in der Geschichte der Menschheit - in Seinem Namen veranstaltet -, schreiben wir es nicht Ihm zu. Nehmen wir unsere Zuflucht zu Ihm!

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
friend hat folgendes geschrieben:
Hallo Astovidatu

Wo widersprechen sich die Texte?
Wie sieht das Leben nach dem Tod Deiner Ansicht nach aus?

Gruß friend


Na ja, normalerweise wird alles, was dort gesagt wird, immer so schwammig gehalten, dass es nicht wirklich was aussagt, und darum auch nicht wirklich zu einem Widerspruch werden kann, weil es alles und nichts bedeutet. Was dort gesagt wird könnte praktisch jeder sich einfach ausdenken.
Das wirklich faszinierende an diesen Religionen ist doch nicht das, was dort behauptet wird, sondern die Tatsache, dass immer wieder viele Menschen es einfach glauben, nur weil es sich „nett“ anhört!

Diese religiösen Ansichten widersprechen immer wieder dem, was man durch unvoreingenommenes Beobachten und Nachdenken herausfinden kann.
Zum Beispiel scheint es ein absolutes Tabu zu sein, anzunehmen, dass die Seele durch den Körper und andere Einflüsse geprägt wird und nicht umgekehrt, obwohl das viel sinnvoller und logischer wäre!
Und zu behaupten, die Seele wäre nicht fähig im Jenseits zu existieren, ohne durch einen Körper zu „gehen“ und sich dort erst weit genug zu entwickeln ist auch nicht mehr als ein kläglicher Versuch zu erklären, warum das Leben so wichtig ist.
Oder die Annahe, es würde gute und böse Seelen geben (und zwar von Beginn an) und nach dem Tod würde es eine Hölle und Bestrafung geben...
Das sind doch alles ziemlich absurde Behauptungen, die den Religionen selbst nutzen aber nicht der Wahrheitsfindung dienen. Und wenn man so einer Religion uneingeschränkt glauben schenkt, schaltet man den eigenen Verstand damit aus und begibt sich blind in die Hände anderer!

Wie meiner Meinung nach das Leben nach dem Tod aussieht? Für mich gibt es nur eine relativ sichere Informationsquelle dafür und zwar die Nah-Tod Erfahrungen anderer Menschen. Dort wird eine Menge gesagt, was sehr vernünftig und logisch klingt und auch zu dem passt, was man durch Beobachten und logischen Denken herausfinden kann. Wenn man das alles zusammensetzt kann man sich ein gutes Bild machen von dem was sein könnte...
Yojo hat folgendes geschrieben:
Hallo Astovidatu

Ja, leider scheinen wir doch vom Worte Gottes abhängig zu sein. Leider sind wir durch die Grenzen unserer eigenen Wesenheit beschränkt. Leider werden wir durch Sein Wort nach Seinem Willen gestaltet und erschaffen. Leider sind wir nicht selbstbestehend sondern abhängig. Leider sind wir nicht der Maler sondern das Bild.


Worte kommen von Menschen, von Gott kommen die Taten!

Darum sollten wir nicht auf Sprüche, Texte, Bücher, Weisheiten usw. hören, sondern lieber nur das glauben, was wir selber erkennen. Denn das ist viel eher die Wahrheit.
Wir brauchen doch keinen Guru, der uns sagt, wie die Welt funktioniert. Wenn Gott wollen würde, dass wir die Wahrheit erkennen, dann würde er sie uns erkennen lassen und nicht jemandem offenbaren, der dann eine Religion draus machen würde!
Hallo Astovidatu,

Hmm.

Aber, wenn ich so recht überlege,- hättest du nie einen Spruch gehört, nie ein Buch gelesen, nie einer Weisheit gelauscht, könnte es sein, eventuell, daß es dir dann gar nicht möglich gewesen wäre, diese deine Gedanken zu formulieren?

Also sind wir nur dadurch, daß es eben Worte, Sprüche, Bücher, Weisheiten gibt, überhaupt in der Lage, aus allen Dingen selber Schlüsse zu ziehen. - Was überdies sehr nobel ist, blinde Nachahmung war noch nie gefragt -.

Dies aber beweist in sich selbst, daß genauso wie jedes Ding jedes Wort notwendigerweise auch seinen Schöpfer hat. Gäbe es nicht den Begriff, das Wort der Tat, so könnten wir keine Tat jemals als solch würdigen und erkennen.

Deshalb heißt es: Am Anfang war das Wort. Jedem Vorhaben, jeder Tat geht ein Gedanke voraus, der wiederum in Worte gefaßt werden kann. Also ist das Urwort, das Wort Gottes, und die Urtat, die Tat Gottes. Die Kunst ist nun, das schöpferische Wort Gottes von dem davon wesensmäßig mehr als verschiedenen Menschenwort zu unterscheiden....

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)