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Ich schrieb bereits, dass ich nicht warte, sondern mich auf dem Weg befinde,den ich beschrieben habe
Ich hoffe nicht nur, ich wende, was ich sehe und fühle, ich wandle, suche, löse, verirre und finde wieder.
Ich lerne jeden Tag, neu zu lieben und neu zu lassen! (Lassen, nicht hassen!)
Ich lerne mich jeden Tag neu kennen und meinen Nächsten!
Meinen Freund, meine Freundin, meinen Feind!
Und ebenso dich, Nebulös!
Ich sehe, wie das, was in der Welt von Übel ist, auch in mir ist und versuche es zu erlösen, indem ich mich diesem Übel zuwende.
Du sagst, dass du das Übel beim Namen nennst?
Ja, das Übel außerhalb von dir!
Doch was ist mit deinem Übel, deinen eigenen unangenehmen Wahrheiten und Unwahrheiten in dir? Hast du dich jemals deiner eigenen inneren "Hölle" gestellt?
Ich sage dir- auch du hast sie in dir! Und eine Höllenangst vor ihr! Wie jeder Mensch.
Ich schaue nicht zu, Nebulös, so wie du es denkst.
Ich behaupte auch nicht, dass ich "besser" sei, als du, oder Irgendjemand!
Und ich belasse es auch nicht beim lesen in der Bibel- ich versuche, zu verstehen, wie der Inhalt gemeint sein könnte und vor allem: GELEBT werden kann! Und danach zu leben!
Ich will auch Niemandem ein moralisches Ideal aufzwingen, wie du sagst-
ich spreche zwar immer wieder von einer "Herzensmoral", die jedoch als Gegensatz zu einer von außen auferlegten Moral besteht!
Diese "Herzensmoral" ist tief in jedem Menschen verankert, welcher Religion er auch immer angehören mag.
Denn tief in unserer aller Herzen sind wir nun einmal "Brüder und Schwestern" und sehr gleich in unseren Bedürfnissen, unserer Freude, sowie unserem Schmerz!
Du nennst die Religion ein "Schlafmittel"- das mag für dich so sein, dass es dich sehr ermüdet, ja.
Denn es kostet schon einiges an geistiger Wachheit, sich mit sich selbst und der Welt auseinanderzusetzen.
Religion ist immer eine Auseinandersetzung damit, woher wir kommen (und somit, wohin wir gehen), eine Aussen- als auch eine Innenschau!
Hast du jemals erlebt, welch wundersame Wandlung geschehen kann, wenn du Schmerz erlöst? In dir selbst, bei Anderen?
Hast du jemals eine tiefe Herzensverbindung zur Welt und den Menschen verspürt, die dir das Herz überlaufen lssen?
Hast du jemals erlebt, was geschieht, wenn du Liebe über den Stolz stellst und geschehen läßt, was dann geschieht?
Hast du jemals erlebt, dass sich die Welt um dich herum tatsächlich verändert, wenn du wahrhaft verzeihst, bereust, wahrhaft die "Schatten" in dir anschaust, dich einem anderen Menschen wahrhaft öffnest, in all deiner Unvollkommenheit?
Hast du jemals gespürt, dass wahre Barmherzigkeit in deinem eigenen Herzen zu einem wärmenden Licht für die Welt um dich herum werden kann?
Fühlen sich die Menschen bei dir von Herzen aufgehoben und gewärmt von deinem Mitgefühl?
All das kann doch nur geschehen, wenn du dich selbst kennenlernst- wenn du Innen- und Außenschau betreibst und erkennst, dass der Nächste ist, wie du selbst und die Welt außen, wie deine Welt innen ist!
Wahres Mitgefühl kann doch nur aus wahrer Selbsterkenntnis erwachsen?
Und wo soll diese herkommen, wenn wir immer nur nach Außen schauen- und nie nach Innen?
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