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Konstruktive Kritik












Hallo zusammen,


als Einstieg wollte ich zunächstmal einige Sachen klären, ohne jemanden anzugreifen.
Erstens hab ich um konstruktive Kritik gebeten. Falls sich jemand fragt, warum ich das gemacht hab, ist die Antwort ganz einfach: um sinnlose Antworten auf mein Schreiben zu vermeiden, was wohl nicht ganz gelungen ist.
Zweitens will ich nochmal betonen, dass ich nicht an Gott glaube, was im Klartext heißt, dass alle Argumente, die sich auf Gott stützen, bei mir an der falschen Adresse sind.


Nun werde ich versuchen, eure Argumente zu gewichten.


Am 6. Tag: Gott sprach: "Nun will ich die Menschen schaffen, als Mann und Weib, genau wie mich!"
Wenn Gott uns genau wie ihn erschaffen hat - warum sollten wir dann nicht auch seine Logik haben? Kann mir jemand vielleicht nährerbringen, woher wir dann wissen, dass Gott eine andere Logik hat?
Außerdem glaub ich ja nicht an Gott, also will ich mich auch nicht länger mit seiner angeblichen Logik beschäftigen.

Dass die Kirche im Mittelalter nutzlose Zettel für viel Geld an ahnungslose Gläubige verkauft hat, um reich zu werden, indem sie das Volk ausgenutzt hat, spricht nicht gerade für ihre Nähe zu Gott, was die gesamte Kirche unter Frage stellt.
Warum sollte die Lehre der Kirche stimmen, wenn sie es fertigbringt mit Gott Geld zu verdienen, ohne sich darum zu kümmern, was im Sinne Gottes wäre?

Gegen die Kirche will ich nochmal ein wichtiges Argument bringen, um zu betonen, dass Gott für mich keine Erklärung für ein Leben nach dem Tod ist.
Es gab ca. 1920 große Diskussionen, nachdem Funde entdeckt wurden, die bewiesen, dass die Bibel abgeschrieben worden ist, ob die Bibel tatsächlich ein Original wäre und die Befürworter der Kirche, die ja behaupteten dass sie es wäre, haben damals verloren. Damit müssen die Christen eben leben - ich nicht.

Dann zu einem Argument, dass mich schockierte. Noch schlimmer als das Argument, dass Gott nicht unsere Logik hätte war es lesen zu müssen, dass Mathematik nur in Mathematik gelten würde!
Das ist Schwachsinn ohne Ende! Entschuldigt für den Ausdruck, aber man lernt schon im Kindergarten, dass 2 Äpfel + 2 Äpfel = 4 Äpfel sind! Falls es dir immer noch nicht einleutend erscheint, dass Mathematik überall im Leben ist, überleg doch einfach mal, wofür Mathematik noch zu gebrauchen wäre, wenn sie nichts mit dem Leben zu tun haben würde. Genau das Selbe gilt auch für Physik (und alles andere). Falls jemand also ernsthaft vor hat, Einsteins Formel damit zu widerlegen, dass es Mathematik, die Physik beschreibt, ist, wünsch ich ihm viel Spaß und rate die Zeit besser zu nutzen.

Leider weiß ich nicht genau was damit gemeint ist, dass die Neuankömmlinge in diesem Forum mit dem Thema überfordert wären. Falls damit gemeint ist, dass wir nicht alle leichtgläubig sind (das Leben bestraft einen, der es ist und das ist eine Tatsache) und nach Beweisen suchen und einigen hier das lässtig erscheint, sag ich nur, dass es die falsche Einstellung ist, um andere von seiner Idee zu überzeugen. Solange niemand einen Gedanken nicht widerlegt ist das ein guter Gedanke oder was? Weiter will ich das gar nicht ausführen, weil ich nicht weiß, ob das wirklich so gemeint ist.

Das Argument, dass aus kollektiver Angst nicht an ein Leben nach dem Tod geglaubt wird ist leicht widerlegbar, weil man genauso behaupten kann, dass aus kollektiver Angst der Mensch irgendeine Version von einem Leben nach dem Tod erschaffen hat, um den Gedanken an den Tod für einen erträglicher zu machen und außerdem gilt Einsteins Gesetz und das Energieerhaltungsgesetz nicht, weil es möglicherweise kollektive Angst gibt, sondern aus standhafteren Gründen.

Ich weiß leider auch nicht, was die Unterscheidung zwischen Pessimisten und Realisten mit dem Leben nach dem Tod zu tun hat. Vor allem kann man nicht sagen, dass jemand ein Realist ist, wenn er an ein Leben nach dem Tod glaubt / nicht glaubt, weil man erst beweisen muss, was real, also wahr, ist.

In einem Punkt geb ich Heiner Recht. Sein gesamtes Wissen auf einem Buch zu fundieren, das auch noch kein Original ist, sondern abgeschrieben worden ist, ist nicht besonders gründlich, allerdings fallen mir grad keine alternativen Quellen ein, die man statt der Bibel für den christlichen Glauben verwenden kann. Es gibt Bücher über den Tod - die beschreiben ihn aber bestimmt nicht aus einer die Bibel ersetzenden Sicht.
Allerdings seh ich die Bibel für Christen auch unverzichtbar. Worauf würdest du denn sonst eine Buch-Religion fundieren?

Salzstange würde ich ebenfalls unterstützen, obwohl ich anders argumentieren würde. Außerdem muss man dann mit dem Gott gesprochen haben, bevor man wieder aufersteht, weil man sonst ebenfalls nicht mehr zum Thema Gottes Logik weiß.

Mein Favorit ist Bedburger, weil er das ausbaut, was ich für überzeugend halte. Ich hatte keine Erfahrungen mit sowas, würde mir wenigstens eine wünschen, worauf ich wohl länger warten muss. *g*
Mich würde die Antwort auf eine persönliche Frage, nämlich ob er gläubig ist, sehr interessieren.
Mir gefallen außerdem seine Beweise, weil sie sich nicht auf Gott stützen, sondern ledeglich ein Leben nach dem Tod untermauern.



Inzwischen hab ich die Meinung von meinem Vater aufgenommen, der ebenfalls meinen Ansatz verfolgt hat. Er hat gesagt, dass der Energieerhaltungssatz so bestehen bleiben könnte, dass die ganze Information in unserem Gehirn, die ja Energie ist, in irgendeine andere Energieform verwandelt wird (das heißt nicht in Materie, wie ich zunächst behauptet hab), die sich dann irgendwo sammelt, wo Menschen mit ihren Gedanken und ohne ihre Körper weiter existieren.
Mein Vater glaubt ebenfalls wie ich und im Gegensatz zu meiner Mutter nicht an Gott und seine Vorstellung gefällt mir sehr gut.
An diese glaub ich jetzt, solange das nicht widerlegt worden ist.




Ich bitte um konstruktive Kritik und Feedback.

Mit freundlichen Grüßen,
Michi


PS: Sorry dass es so viel geworden ist, aber ich schreib nunmal gerne
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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