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Hallo!
Hier kann ich auch noch was dazu sagen. Ich bin zwar deutsch, habe aber 5 Jahre in Indien gelebt, und somit einen guten Einblick in die Kultur.
Wichtig ist zunächst mal zu unterscheiden zwischen einer Religion, wie sie ursprünglich gemeint war und wie sei heute gelebt wird.
Der Avatar Krishna (eine Verkörperung Gottes auf Erden, der herabkam um die Rechtschaffenheit auf Erden wieder herzustellen) hatte viele weibliche Verehrerinnen, die Gopis, deren tiefer uneigennütziger Glauben bis heute in Indien exemplarisch gilt.
Natürlich läuft heute vieles verkehrt in der Indischen Kultur, man denke an das unerschwinglich hohe Mitgift, das viele Familien dazu zwingt, spätestens bei der zweiten Schwangerschaft das Geschlecht feststellen zu lassen – und wenn weiblich einzugreifen. So wurde in Indien ein künstlicher Männerüberschuss erzeugt, der letztendlich auch zu einer häufigen Geschlechtsumwandlung bei Männern beitrug – ich hab das auch öfter gesehen.
Im Christentum ist Gott der Vater, also männlich. Das anzuzweifeln gilt häufig schon als blasphemisch.
Zwar sind in Hinduisus die drei Elementaren Gottheiten: „Bramah, Vishnu und Shiva“ auch männlich, sie haben aber alle ihre Frauen, die gleichermaßen Aufgaben haben. Allerdings gilt alles was nicht „das eine ohne ein zweites“ ist als Täuschung (Maya). Auch Männlich-Weiblich ist nicht die höchste Realität. Das absolute ist „Brahman“. Schöpfer und Schöpfung zugleich. Es trägt alle Eigenschaften und ist somit auch männlich und weiblich zugleich. Auch die Dualität Gott-Teufel gibt es hier nicht. Wen wir uns wieder hinunterbewegen und somit in die Täuschung hinein, kommen wir zu Shiva-Shakti (männlich-weiblich, oder: Bewusstsein und Energie). Oft als ein Körper dargestellt, zur Hälfe männlich zur anderen weiblich. Oder Shiva liegt und Shakti tanzt auf seinem Körper – ohne sie wäre er nichts.
Auf der Ebene der Trinität wird Shiva-Shakti zu Shiva-Parvati.
Shiva ist hier der Zerstörer aller negativen Eigenschaften und Verwalter der Reinkarnation. Seine Destruktion ist immer Konstruktiv, und er zerstört letztendlich auch das Ego. Somit ist er Wegbereiter zum Göttlichen.
Parvati ist Natur.
Shiva-Parvati werden häufig im Geschlechtsverkehr dargestellt: Das göttliche dringt in die Schöpfung ein und erlaubt somit allen Wesen (nicht exklusiv den Menschen) die eigene Göttlichkeit zu erfahren.
Hinduismus ist eine sehr mystische Religion die in Ihrem tiefsten Kern lehrt dass wir alle eins sind.
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