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Hallo,
wir wissen ja sehr wenig über die Anfänge der Menschheit und noch weniger über die Anfänge des "Wirtschaftens" an sich. Die Erzählung von Kain und Abel wird auch oft gedeutet, als die erste Auseinandersetzung zwischen Ackerbauern und Viehherdenhaltern, die ja Nomaden waren.
Aber wie ist es eigentlich konkret ? Zwischen Aussaat und Ernte vergehen ja mehrere Monate - wovon lebt der Mensch denn eigentlich in der Zwischenzeit ? Er hat ja außer einigen Gartenfrüchten nix zu essen. Klar, er kann sich mit einigen Handwerksarbeiten "durchschlagen"... Ich kann
mir gut vorstellen, dass er zu seinem Nachbarn geht und ihn bittet, ihm einiges Vieh zu überlassen - als Nahrung. Die er dann bezahlt, wenn er geerntet hat... Das hat vielleicht auch oft funktioniert. Aber: was, wenn ein Unwetter die Ernte vernichtet hat ? Da beginnen dann die Schulden !
Das große Problem ist ja weiterhin: wem gehört eigentlich die Erde, also das Land auf dem die Nomaden ihr Vieh behüten oder die Ackerbauern ihr Land bestellen ? Es gibt ja Unterschiede in der Fruchtbarkeit des zu bestellenden Landes...
Zum anderen bin ich mir nicht sicher, wie das römische Geldwesen ausgesehen hat. Ich vermute mal, dass es da wesentliche Unterschiede zum jüdischen Geldwesen gab. Heute ist ja die Welt vom "römischen Geist" durchdrungen - samt der Religion... Ich denke mal, Hannel müsste fragen: Warum Rom das Geldwesen beherrscht ? - schmunzel.
Gruß
Reinhard
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Deine Frage lässt sicht nicht beantworten, da sie bereits eine Unterstellung beinhaltet, die schlichtweg erstmal belegt werden muss. Dass Menschen jüdischen Glaubens stärker im Finanzwesen vertreten sind hat die folgenden Gründe:
(1) Bereits im Mittelalter durfen sie in bestimmten Zünften nicht Mitglied sein, sie konnten keinen Grundbesitz erwerben und öffentliche Ämter waren ihnen nicht zugänglich.
(2) Um nicht zu verhungern, mussten sie sich also Berufe suchen, in denen sie tätig sein durften. Da blieben im wesentlichen Handel und die Verleihung von Geld.
(3) Wenn jemand Geld verleiht, so möchte er Zinsen.
(4) Christen war das Verleihen von Geld gegen Zinsen verboten.
(5) Somit ist Bankenwesen bzw. das Geldsystem ein Teil der jüdischen Geschichte über Generationen hinweg und bis in die heutige Zeit hinein.
Hast du zufälligweise zu viel "Van Helsing" gelesen ?
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Hallo Alex !
Ohje ! Deine Antwort war wohl zu schnell ! Nicht ich habe diese Frage gestellt - sondern Hanel ! Und was Du geschrieben hast - das wurde auch schon erörtert ! Lese mal einfach nach... Deine Antwort geht also ins Leere - tut mir leid.
Das einzig sonderbare ist ja, dass den Juden über die Thora das Wissen um einen periodischen Schuldenerlass mit in die "Wiege" gelegt worden ist - und anderen Völkern eben nicht. Was nicht besagt, dass das jüdische Volk sich daran gehalten hat...
Gruß
Reinhard
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Hallo Reinhard,
Du hast geschrieben:
Das einzig sonderbare ist ja, dass den Juden über die Thora das Wissen um einen periodischen Schuldenerlass mit in die "Wiege" gelegt worden ist - und anderen Völkern eben nicht. Was nicht besagt, dass das jüdische Volk sich daran gehalten hat...
Richtig, aber, AUCH in der Bibel steht etwas über periodischen Schuldenerlass. Guckst du hier:
http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/356/15438/
Dort steht, unter anderem: Gibt es eine biblische Steuerpolitik?
Der Soziologe Markus Meury wies darauf hin, dass es auch in der Bibel gesetzlich verordnete Umverteilungsmechanismen gab. So wurde ein Teil des Zehnten zur Armutslinderung eingesetzt und verschiedene Gesetze reservierten den Armen einen Teil der Feldfrucht. Hinzu kommen periodischer Schulderlass und Halljahr. Gerade durch die Letzteren wurde ausdrücklich darauf geachtet, dass die Differenz zwischen arm und reich nicht zu gross wurde.
Woran liegt es, dass die Differenz zwischen arm und reich so gross wurde, wie sie ist? Liegt es an den Juden, den Christen, den weiss ich nicht? Haben die Juden das Geldsystem und damit uns unter Kontrolle und können nur sie diesen Missstand ändern?
Sch**** immer, wenn ich meine eine Antwort zu haben, kommen zwei neue Fragen dazu
Seid alle ganz lieb gegrüsst
Bobo
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Hallo liebe Bobo,
die Thora der Juden ist den Christen die Bibel ! Alles klar ? Natürlich gibt es Unterschiede. Das NT ist nicht Bestandteil der "Bibel" der Juden. Auch werden verschiedene Bücher im AT nicht von allen Juden als zugehörig ur Thora anerkannt. Aber alle anerkennen die 5 Bücher Moses. Und in denen ist die periodische Schuldentilgung bereits erwähnt. Zum weiteren lesen sei das Buch AMOS erwähnt: hier werden die Auswirkungen eines verfehlten Geldwesens dramatisch beschrieben !
Ich denke, dass wesentliche Unterschiede aus dem römischen Geldwesen stammen - auch was das Bodenrecht betrifft. Aber ich kann es bislang nicht beweisen - es erfordert ja viel Zeit, die ich im Augenblick nicht habe.
Gruß
Reinhard
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